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Macabre Omen: Gods of War

macabreomen cover smLabel: Ván Records

Spielzeit: 61:14 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

CD kaufen: SM-Metal Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 13. März 2015

 

Eine meiner großen Schwächen ist Black Metal aus Griechenland. Die hellenischen Horden haben eine große Masse an wirklich großartigen Alben in den 90ern veröffentlicht. Leider ist es um viele Bands dann doch eher Still geworden oder sie haben sich in eine andere Richtung entwickelt. Macabre Omen ist insofern eine Ausnahme, da sie zwar bereits seit 1994 stetig Songs und Demos veröffentlicht haben, das Debütalbum aber erst 2005 erschienen ist. Mit „Gods Of War – At War" erscheint nun knapp zehn Jahre nach dem Erstling das zweite Album der Band. Ván Records veröffentlicht das Album in einem schön aufgemachten Digpak (bereits erhältlich) und zeitnah ist auch eine LP-Version des Albums geplant.

Der Erstling der Band hat damals vor allem durch seine wirklich fiesen und kreischenden Vocals überzeugen können. Insgesamt hat sich am Sound der Band doch einiges geändert, das Cover des Albums gibt hier bereits einen ersten Ausblick auf die Musik. Der raue, kompromisslose Black Metal auf „The Ancient Returns" ist vor allem großen, epischen Melodiebögen und einem größeren Anteil an Klargesang gewichen. Dieser neue Klang steht der Band dabei aber sehr gut, denn der Sound transportiert all jenes was man seit jeher mit der griechischen Black Metal-Szene verbindet: Epik, Heldentum und Antike. Aber auch die wirklich großartigen Vocals der ersten Scheibe sind in abgewandelter Form auch auf diesem Album zu hören. Die knapp zehn Jahre Entwicklungszeit hört man zu jeder Zeit, denn das Album ist bis in die letzte Nuance ausgereift und durchdacht. Aber es ist natürlich auch kein Wunder, dass das Album wie aus einem Guss wirkt, zeichnet sich doch Alexandros, das einzige stetige Mitglied der Band, für die komplette Instrumentierung und Vocals (Drums ausgenommen) aus. Mein Lieblingslied auf dem Album ist „From Son to Father", da dies vor allem durch die clean Vocals und auch die Melodie lebt. Generell sind aber auch alle anderen Tracks auf diesem Album sehr stark, sodass man bedenkenlos einen beliebigen Song herauspicken kann.

Macabre Omen haben eindrucksvoll gezeigt, dass auch heute die griechische Black Metal-Szene immer noch einiges zu bieten hat. Der Sound ist allgemein melodiöser geworden, aber gerade dies führt dazu, dass die Band ihren einzigartigen Sound noch weiter ausbauen konnte. Der Charme des griechischen Black Metals ist hier auf knapp einer Stunde herausragender Musik festgehalten.

Moritz Naczenski

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. I See, the Sea!
2. Gods of War - At War
3. Man of 300 Voices
4. Hellenes do not Fight Like Heroes, Heroes Fight Like Hellenes
5. From Son to Father
6. Rhodian Pride, Lindian Might
7. Alexandros - Ode A'
8. Alexandros - Ode B'

XXL-Tipp

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