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Mount Salem - Endless

Mount SalemLabel: Metal Blade Records

Spielzeit: 42:28 Min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Betrachtet man die letzten Jahre in der Musiklandschaft speziell im Hard & Heavy-Bereich, so fand sich doch eine erstaunlich hohe Anzahl sogenannter Retro-Bands, die mehr oder minder erfolgreich und innovativ den Sound des 70er Okkult-Rocks wiederzubeleben suchten. Viele beriefen sich dabei auf Black Sabbath als Haupteinfluss, was sich aber oft auf die verschroben-okkulten Stücke beschränkte und – zumindest mir – auf Dauer zu eindimensional erschien.

Gehen wir nach Amerika, genauer gesagt Chicago. Dort gründete sich im Sommer 2012 eine Band namens Mount Salem, die sich wiederum aufmachte, den Wurzeln unserer Szene zu huldigen. Dabei ist aber nicht mal das besondere, dass die Gruppe eine Frau am Mikro stehen hat (das haben andere Okkult-Rocker auch), sondern vielmehr, dass die Gruppe es versteht, die Einflüsse etwas breiter zu streuen. So gibt die Band auf der eigenen Facebook-Seite etwa an, dass neben Black Sabbath noch illustre Bands wie Witchcraft, Deep Purple, Pentagram und Shocking Blue gehören. Wie sich das äußert? Dies zu umschreiben mache ich mir zur Aufgabe.

Und mit „Good Times" geht es bereits ordentlich zur Sache. Das kernige Hauptriff ist ganz klar vom Grand Monsieur Iommi inspiriert, der Bass röhrt ordentlich, und über allem schwebt die etwas entrückte Stimme der Sängerin. In der Machart noch sehr straight, aber das geht für einen Opener völlig in Ordnung. Geiler Einstieg! Das Einstiegsriff von „The Tower" ist mit starker Verzerrung und WahWah-Effekten unterlegt und bereitet dadurch auf das vor, was uns in der Folge erwartet: doomige Eleganz (Strophen) trifft auf schlagkräftiges Black Sabbath-Gedächtnisriffing (Chorus) mit einem Schuss Creepyness (Sängerin). Das sehr oldschoolige Solo ist mit einem progressiven Twist unterlegt, und spätestens, wenn die Sängerin zum Chorus ansetzt, ist man hoffnungslos in einem Headbang-Zwang gefangen. Gegen Ende fängt das Riff an, dezent in Richtung Sludge zu mutieren. Arschgeil und schon mal erster Kandidat auf Song des Albums!

„Lucid" hält im Anschluss als erstes Beispiel dafür her, warum die Einflüsse von Mount Salem etwas breiter gestreut sind. Allein das Intro – mit seinem unwiderstehlichen Hauptriff – steht für weit mehr als okkultes Säbelrasseln. Wenn man genauer hinhört, erkennt man immer wieder Andeutungen in Richtung Jazz und hartem Blues, was dem Track gleichzeitig eine gewisse Leichtigkeit und Heavyness verleiht. Gegen Ende ertönt die Hammond-Orgel, welche das Finale eines weiteren gelungenen Songs einleitet. „Full Moon" besticht mit einer gekonnten Bass-Einleitung, die gleichzeitig so etwas wie den Hauptriff darstellt. So weit, so geil. Was danach folgt, ist eine Lehrstunde in Sachen unkitischiger Balladenkunst. Allein, dass der Song fast bis zur Hälfte nur mit den Rhythmusinstrumenten auskommt, ist absolut sensationell. Im Übergang steigt die Gitarre mit ein, das Riffing galoppiert los, und zum Hauptriff gesellt sich nun endgültig die Gitarre, womit sich der Balladen-Anteil beinahe auf Null reduziert. In diesem Song zeigt sich, warum u.a. auch Deep Purple in den Einflüssen vertreten sind. Das straighte Riffing wird immer wieder durch progressive Intermezzi durchbrochen, und gegen Ende greift der Track das Einstiegsriff auf, bevor er endgültig ins Finale übergeht. Genial!

„Mescaline" + „Mescaline II" sind konzeptionell verbunden. Während sich der erste Teil mit einem wabernden Riff, Hammond-Orgel und Mariachi-Rock-Gitarren in Zeit und Raum verliert und der Hörer immer mehr in eine Art Ekstase verfällt, greift der zweite Teil das wabernde Riff auf, variiert es, und lässt dann die Gitarren braten. Ab diesem Moment sind aus den Mariachi-Rock-Gitarren auch eine Art „Solo"-Spur geworden, und allein zu hören, was der Bassist im Hintergrund abzieht, sorgt für pures Staunen. Und spätestens, wenn das verzerrte Solo durch die Boxen dröhnt, ist man endgültig vom Mescaline-Doppel begeistert.

„Hysteria" erinnert am Anfang tatsächlich ein wenig an Iron Man (Drums sagen Hallo!), verändert sich dann allerdings in eine andere Richtung, wobei der BS-Doom-Vibe zu jeder Zeit beibehalten wird. Entsprechend geht es zunächst mit harten, doomigen Riffs voran, und während zur Halbzeit hin die Hammond-Orgel dazu stößt. Durch das repetitive entwickelt der Song eine ungemeine Wucht, die dazu beiträgt, dass sich jede einzelne Note im Hirn festfräst. Anspieltipp! Passend betitelt startet der letzte Track „The End", der eine tiefe Verbeugung gegenüber dem 70er-Hardrock ist (Hammond galore!) und insofern sehr viel Spaß macht. Der fast unvermeidliche Weg, auch hier prominent wieder mit Einflüssen von BS zu hantieren, bringt allerdings gegen Ende des Albums hin einen leichten Abfall in der Qualität mit sich, der sich jedoch kaum bis gar nicht auf die Gesamtnote des Albums auswirken wird.

Ich mach es kurz: Ich bin generell nicht der allergrößte Freund der Retro-Rock-Welle. Allerdings machen Mount Salem an dieser Stelle viel richtig, was andere Bands oft falsch machen: Statt sich zu sehr in den Bereich Okkult-Rock zu verbeißen, lassen Mount Salem Einflüsse von Doom, dezentem Prog und ganz viel Black-Sabbath-Heavy Metal zu. Dadurch gewinnt das Material – über die Gesamtspielzeit des Albums betrachtet – an viel Qualität, wodurch es verständlich wird, warum die Band innerhalb von so kurzer Zeit eine EP, ein Album und ein Signing bei Metal Blade vorweisen können.

Wer also – in erster Linie – auf Black Sabbath steht, aber seine Musik auch gerne mit weiteren Einflüssen angereichert sehen will, darf, kann, soll und muss bedenkenlos zugreifen. Absolut uneingeschränkte Empfehlung und damit auch folgerichtig:

XXL-WertungXXL

Michael Denkers

Tracklist:

1. Good Times
2. The Tower
3. Lucid
4. Full Moon
5. Mescaline
6. Mescaline II
7. Hysteria
8. The End

XXL-Tipp

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