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Mechanix – New World Underground

Mechanix  New World UndergroundLabel: Gegentrend Records

Spielzeit: 40:50 Min.

Genre: Thrash Metal

Info: Homepage

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Manche Bands im Underground haben die Tendenz, zuweilen etwas mehr Zeit in das Schreiben und Aufnehmen von Alben zu investieren. Mechanix ist so eine. Bereits 1995 gegründet, mussten einige Besetzungswechsel, viele Auftritte und zwei EPs ins Land ziehen, bevor 2003 das – selbst herausgebrachte – Debüt History Re-rotten herauskam. Nach einem Zwischenstopp beim Label Witche's Brew (inklusive der Veröffentlichung des zweiten Albums im Jahr 2010) haben die Männer aus Nürnberg entschieden, zum einen zu Gegentrend Records zu gehen und zum anderen den Zyklus der Albumveröffentlichungen etwas zu verkürzen.

Das Ergebnis liegt nun in Form des Albums New World Underground vor. Kann der Mix aus Punk, Thrash und Bay Area Thrash auch im dritten Anlauf überzeugen? Testen wir es aus!

Ohne Umschweife steigt die Platte direkt mit einem groovenden Intro in den Song „Killing Heat“ ein, und nach kurzer Zeit wird klassischer Thrash zelebriert, wie er nicht typischer und besser sein könnte: mit Uffta-Rhythmus, pfeilschnellem Riffing und genehmer, trockener und dennoch guter Produktion. Schnell fällt insbesondere das akzentuierte und technisch versierte Spiel des Drummers auf, der es schafft, die Strukturen aufzubrechen und damit jeder Form von Gleichförmigkeit entgegenzuwirken. Das Solo ist nicht nur lang, sondern auch erste Sahne. Einstieg: Gelungen! Ansatzlos geht es dann auch direkt mit dem Titelsong weiter, der zwar etwas straighter und mit gefühlt weniger Drive um die Ecke kommt, dadurch aber paradoxerweise etwas an Charakter gewinnt. Insgesamt wirkt der Track etwas Bay Area-lastiger als der Opener. Durch die Machart des Songs, der etwas mehr Platz für die Stimme des Shouters lässt, fallen allerdings – leider! – dessen etwas eingeschränkteren Sangeskünste im Clean-Bereich auf. Der Soloteil wird durch Soundschnipsel aus diversen News-Sendungen und Reden aufgeschmückt. Nett, aber nicht essentiell.

„In My Dreams“ erinnert Riff-technisch und auch im Gesang recht stark an Megadeth mit einem Schuss Iron Maiden (geile Mischung!). Entsprechend gesellen sich zu Dave Mustaine-Gedächtnisriffs galoppierende Rhythmussektionen mit leichtem Punk-Einschlag. Straighte Nummer, die zwar nicht unbedingt im Kopf hängen bleibt, aber dennoch echt gut ist. Nice! „Crippled“ schielt dann etwas mehr in Richtung L.A. und New York (vor allem Zweiteres) und versprüht dabei, dank Gang-Shouts und typischem Moshpit-Drumming, einen gewissen anarchischen Charme.

Das Intro von „Leave This World Behind“ verspricht Großes: mit Wah-Wah und Doublebassdrumming leitet man ein groovendes Stück Thrash ein, dass in seiner Machart erneut wieder sehr nach einem Song der Marke Mustaine klingt, nur dass diesmal ein Anthrax-Einschlag zu spüren ist (was sich in erster Linie im Groove festmachen lässt). Das Wah-Wah-Riff ist im übrigen nicht nur ein Riff allererster Kajüte, sondern leitet nebenher auch noch ein mit einem ebensolchen Effekt unterlegtes Solo ein. Goil und definitiver Anspieltipp! Beinahe schon virtuos riffend steigt „731“ ein und offenbart in Folge eine Werkschau der instrumentalen Künste der Band (sprich: ein Instrumental), bei dem sich vor allem die Gitarristen ordentlich austoben dürfen. Für Freunde von Gitarrenkunst empfohlen.

„I don't care“ gibt mit seiner Rotzigkeit die Richtung vor: hier wird (schon fast) Punk Rock gespielt! Entsprechend ist der Track zu nehmen: Hirn ausschalten, Faust in die Höhe recken, mitgröhlen. Nur das Solo mit den begleitenden Gravity Blasts verrät, dass hier eine Metal Band am Werk ist. Coole Nummer. Dementsprechend ist der Übergang zu „Necropolis“ auch etwas hart geraten: nach der Feelgood-Abmoshnummer direkt mit einem (semi-)akustischen Moll-Intro einzusteigen, zeugt von Mut. Der geneigte Hörer wird dann aber mit einem Riff belohnt, das pure Raserei ist und Nackenschmerzen verspricht. Erneut erinnert mich die Stimme des Shouters an den guten Dave (wie schon oft auf diesem Album). Dass das aber kein Nachteil, sondern ein Vorteil ist, wird später erläutert. Jedenfalls kommen erneut Soundschnipsel zum Einsatz, Sanges- und Erzählstimme(?) des Fronters werden übereinander gelegt (klingt interessant!), und es darf sich ein ausführlicher Solo-Part entfalten, der mit sage und schreibe (sofern ich es richtig gezählt habe) drei Soli aufwartet. Genial!

„Assassin“ klingt interessanterweise wie ein Epigone aus Slayer und Ruhrpott-Thrash, will insgesamt aber ein bisschen zu viel, und zwar in der Hinsicht, dass das Haupt-Riff ein wenig zu viele Variationen erfährt. Der Sodom-Einschlag wird insbesondere im Solo deutlich, schlägt sich aber auch ein wenig auf die Stimme des Shouters nieder, der in diesem Song ein wenig anders klingt. Fällt leider etwas zu den Songs davor ab. Die Mustaine'sche Sangesleistung schlägt dann erneut im Rausschmeißer „Corrosive“ voll durch. Dieser Track hat eine Besonderheit zu bieten: Im Chorus spielt das Schlagzeug sozusagen im Off-Beat mit einem gaaanz leichten Jazz-Einschlag, wodurch ein spannender Kontrast zum Rest des Songs erzeugt wird. Die Überleitung zum Solo wird zum Teil akustisch begleitet. Dennoch hat der Song die Schwäche, dass er insgesamt etwas zu trocken und wenig dynamisch wirkt. Aus technischer Hinsicht also durchaus gekonnt, allerdings fehlt dem Song das „zupackende“.

Was soll ich zum Album sagen? Zunächst: Das Album ist gelungen. Punkt. Aber nicht großartig. Warum? Das will ich näher erläutern. Die Band – und insbesondere der Shouter – sind besonders dann gut, wann der Megadeth-Einschlag dominant ist. In diesen Momenten haben dann die Tracks viele Momente, die gerade für die von den neueren MD-Sachen enttäuschte Fans Balsam für die Seele sein könnten und mit Sicherheit auch zum Teil sind. Der Groove, die Stimme und das Riffing sind dann im Einklang, und Mechanix (der Name ist demnach also eine Art Talisman) machen in diesen Momenten alles richtig. Die andere Seite der Medaille ist, dass die Mannen aus Franken bei den anderen Songs, die etwas weiter von der Mustaine-Richtung entfernt sind, nur beim Opener wirklich überzeugen können, während die anderen Songs sich eher im Mittelmaß bewegen.

Essentiell für das Weiterkommen der Band wird in Zukunft also sein, in erster Linie die Stärken auszubauen. Die Experimente, die sich hier in den eher mäßigen Songs niedergeschlagen haben, können dann zur Stärke werden, wenn die Band diese in die Megadeth-lastigen Tracks integriert. Bis dahin bleibt ein gutes Album mit leichter Tendenz nach oben, sprich ein

XXL-WertungL

Michael Denkers

Tracklist:    

1.    Killing Heat
2.    New World Underground
3.    In My Dreams
4.    Crippled
5.    Leave This World Behind
6.    731
7.    I Don't Care
8.    Necropolis
9.    Assassin
10.    Corrosive

XXL-Tipp

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