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Kamchatka – Long Road Made Of Gold

KAMCHATKA Long Road Made Of GoldLabel: Despotz Records

Spielzeit: 41:42 Min.

Genre: Blues / Power Rock

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 22. Mai 2015

 

Das Licht gleißt und funkelt gar einladend auf dem schönen neuen Cover, die Hitze flirrt, Pferde schnauben, Staub wirbelt empor und die im Plattentitel errichtete goldene Straße schimmert verheißungsvoll am Horizont. Dabei entstehen gleichermaßen Assoziationen an den Wilden Westen sowie an den Zauberer von Oz, womöglich auch an das Crossover aus beidem – die atemberaubende Welt des dunklen Turms von Stephen King.

Und wie großartig dieser Ritt auf dem güldenen Asphalt beginnt! „Take Me Back Home“ ist allenfalls durch seinen lyrischen Kontext irreführend – denn nach Hause möchte man bei dieser famosen Musik nicht mehr zurück. „Please / My friend / Take care of me tonight“ wird da hochgradig emotional, aber hinreichen eckig und kantig intoniert, und auch: „Wonder when these feet / Will touch land / Will I ever hold your hand?“ Dies ist einer der beiden – in direkter Verwandtschaft zur Wüstensonne stehenden und mithin alles überstrahlenden – Übersongs des Albums. Euphorie und Endorphine pur – mit großartigen Gesangslinien und einem ebenbürtigen Text.

Der zweite Song, den diese Welt gehört haben muss, ist das abschließende „To You“. Hier schimmern klassische Stone Temple Pilots, vermengt mit einer Euphorie, wie man sie von ganz großen Candlebox-Klassikern kennt, durch. Aber vor allem an die schändlich unterbewerteten The Eleven Pictures muss ich im umwerfenden Refrain denken – kennt noch jemand „Weakdays“ vom „Superficial To The Core“-Album (2000)? Hier ist der legitime Nachfolger – ein überdeutliches Monument am Ende der goldenen Steinstraße.

Das Album ist insgesamt noch einen klaren Wüstenhauch mehr auf dem Punkt gebracht als der wirklich gute Vorgänger „The Search Goes On“ (2014). Mir fehlt im direkten Vergleich lediglich eine weitere Ballade vom Schlage des großartigen „Dragons“. „Rain“ füllt dessen übergroße Fußspuren im Wüstensand zwar sehr gut, aber nicht komplett; ist mehr fabelhafter Classic Rock als emotionale High End-Gänsehaut (letztlich aber trotzdem fabelhaft). Absolut überraschend sind hingegen die deutlichen Alice In Chains-Anklänge in den Strophen von „Who's To Blame“.

Kamchatka sind mit diesem neuen Album erneut knapp vom ganz großen Wurf entfernt, diesem Ziel jedoch mindestens einen Tagesritt näher gekommen. Ein wenig schade ist es aber dennoch, denn wenn die Band die besten Songs von „The Search Goes On“ und „Long Road Made Of Gold“ auf einem Album versammelt hätte, dann wäre überdeutliches Jahresendlistenmaterial entstanden. Ein Zwei-Jahres-Turnus wäre demnach für die kommenden Veröffentlichungen dieser hochtalentierten Band dringend empfehlenswert – denn erneut sind einige Songs enthalten, die nur „richtig gut“ sind und im direkten Vergleich mit den fabelhaften Übersongs etwas abfallen (etwa „Mirror“).

Dennoch: der Kauf von „Long Road Made Of Gold“ lohnt sich absolut! Diese fünf Punkte sind die stärksten, welche ich bislang bei XXL-Rock gezückt habe. Und wenn man die großartigen Höhepunkte des Vorgängers mit den hier dargebotenen Hot Spots vermengt, bekommt man ohne Wenn und Aber eine klare Höchstnote. Zusätzlich ist dies hier perfekte Sommer-Musik, wie geschaffen für den Ritt unter der niederbrennenden Sonne, hin zum nächsten Saloon – und somit ein denkbar geeignetes musikalisches Gefäß für zukünftige Erinnerungen an die schönste Jahreszeit 2015.

Daniel Lofgren

XXL WertungL

Tracklist:

Take Me Back Home
Get Your Game On
Made Of Gold
Human Dynamo
Rain
Who´s To Blame
Mirror
Slowly Drifting Away!
Long Road
To You
No One That Can Tell
Devil Dance

XXL-Tipp

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