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King Woman: Doubt

king womanLabel: The Flenser

Spielzeit: 18:40 Min.

Genre: Doom Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Eigentlich habe ich in der letzten Zeit nicht mehr viele gute Worte für Doom-Metal-Bands mit weiblichem Gesang übrig. Vor allem die okkulten, oftmals an Black Sabbath erinnernden Bands haben einfach zu große Überschneidungen und klingen leider viel zu oft wie eine Kopie einer bereits gehörten. King Woman ist eine Truppe aus den USA rund um Frontsängerin Kritina Esfandiari, die nun bei The Flenser ihre erste EP veröffentlichen. Vorangegangen sind in den letzten Jahren zwei Singles auf unterschiedlichen Record Labels. The Flenser hat vor allem durch Veröffentlichungen von Botanist, Kayo Dot und Have a Nice Life bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sie sich eher auf einzigartige Musik spezialisiert haben.

Zunächst einmal vorab: King Woman sind keine normale Doom-Metal-Band. Der Fokus liegt hier vor allem auf der Atmosphäre, so verlässt die Band oft auch die heimischen Doom Gefilde und wechselt über zu einem vom Post-Rock inspiriertem Sound. Dabei verliert die Band jedoch nie die eigentlichen Doom-Wurzeln aus den Augen. Hier sollte niemand ein brachiales und drückendes Album erwarten, es lebt vielmehr durch die sehr verträumte und leichte Atmosphäre, die nicht zuletzt vor allem durch die wunderschöne Stimme der Sängerin erzeugt wird. Stimmlich ist die Sängerin auch alles andere als kraftvoll, sondern eher zerbrechlich, driftet doch der Gesang auch oftmals schnell in ein Flüstern oder Murmeln ab. Allgemein ist die Instrumentierung hier eher als Unterstützung für den Gesang zu sehen, vor allem durch die Produktion wird stets der Fokus auf die Stimme der Sängerin gelegt. Dies führt nicht zuletzt dazu, dass die EP eine sehr verträumte Atmosphäre schafft. Um euch selbst ein Bild zu machen, solltest ihr oben verlinktes Hörbeispiel ausprobieren. Dort ist mit „Candescent Soul" auch gleich der stärkste Track der EP verlinkt.

King Woman haben ihren eigenen Sound, der vor allem durch den Gesang lebt und auch darauf seinen Fokus setzt. Die Instrumente passen sich dem Gesang an und nicht umgekehrt. Ich begrüße diese EP als gelungene Alternative zu vielen anderen Female Fronted Bands im Doom-Metal, die nicht an die Eigenständigkeit von King Woman heran reichen. Wer stimmungsvolle Musik mag und vor Post-Rock-Elementen nicht zurückschreckt sollte zugreifen.

Moritz Naczenski

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Wrong
2. King Of Swords
3. Burn
4. Candescent Soul

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