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Emeth - Aethyr

EMETH AethyrLabel: Xtreem Music

Spielzeit: 43:39 Min.

Genre: Brutal Death Metal/Technical Death Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 31. Oktober 2014

 

Glaubt man dem beigelegten Informationsblatt - liebevoll auch als Beipackzettel bezeichnet - zur neuen Scheibe 'Aethyr' der belgischen Todesbleikapelle Emeth, seien die Mannen um das einzige noch verbliebene Gründungsmitglied Matty Dupont, welchen einige von Euch noch von Aborted oder den kultigen Grindern Agathocles kennen könnten, bereit, mit ihrem sehr technischen Brutalo-Gehacke "den Death Metal Thron zu übernehmen." Nun ja, lange genug sind Emeth ja dabei - um genau zu sein, seit Oktober 1997 -, daher wird es vielleicht tatsächlich mal Zeit, dass man der Formation größere Erfolge wünscht, spiel(t)en sie sich doch live stets den Arsch ab und veröffentlichten bis 2008 diverse Demos, Splits, Alben sowie eine EP. 'Aethyr' erscheint nach sechsjähriger Veröffentlichungsabstinenz und ist der mittlerweile vierte Silberling des Quartetts.

Dies ist nicht meine erste Review eines Tonträgers von Emeth. Bereits im Jahr 2006 durfte ich für ein anderes Online-Metal-Zine ihre zweite Scheibe 'Reticulated' rezensieren, titulierte diese als das zu diesem Zeitpunkt brutalste und kompromissloseste mir bekannte Album und befand in meinem Fazit, dass die Mucke gerade jenen Zeitgenossen zusagen dürfte, denen "moderner Jazz zu handzahm und Grindcore zu anspruchslos ist". Nach acht Jahren und zwei Full-Length-Scheiben später muss ich sagen, dass die Kapelle ihrem Stil treu geblieben und nach wie vor brutalen und schnellen sowie technisch sehr versierten Death Metal zum Besten gibt, wobei die sehr chaotischen Momente zwar noch vorhanden, die Kompositionen aber um einiges schlüssiger und eingängiger sind, was nicht bedeutet, dass wir es hier tatsächlich mit einem eingängigen Album zu tun haben, hähä! Der Kram is brutal as fuck und dürfte auch vielen Extrem-Metallern immer noch zu hart und wirr sein. Wer aber so Sachen wie Cryptopsy, Cannibal Corpse, Suffocation oder auch Deathcore-Gerödel mag, wird mit 'Aethyr' sehr viel Freude haben. Ob es für den oben angesprochenen 'Death Metal Thron' reicht, wird sich zeigen; ich jedenfalls respektiere die Belgier für ihre kompromisslosen Kompositionen.

Kai Ellermann

XXL-WertungXL-1

Tracklisting:

01. I Became Flesh and Dwelleth Amongst Thee
02. Exterminate The Vacillating
03. Aethyr
04. Der einsam Wandler
05. Suffering Comes With Thy Name
06. Eidolons Of Ash
07. The Hour Of The Great Contempt
08. Wrath Upon The Cursed
09. Lama Sabachtani
10. Serpents Walk As If Human

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