.

logo-twitterNEU Kopie

Google-PlusNEU Kopie

logo-facebook Kopie1

Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsE-FFaith No More: Sol Invictus

Emil Bulls – Sacrifice to Venus

Emil Bulls  Sacrifice to VenusLabel: AFM Records

Spielzeit: 53:20 Min.

Genre: Alternative Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 08. August 2014

 

Nach einer längeren Abstinenz – aus privaten Gründen – melde ich mich nun endlich wieder zurück an Bord unseres geliebten XXL-Rock-Dampfers, und ich muss sagen, dass Review Nummer eins nach der Pause gleich mal mit einer größeren Hausnummer der Szene beginnt.

Zugegeben: Emil Bulls haben zwar ihren Höhepunkt bereits hinter sich (ich denke da etwa an das Airplay, das ihr Cover von „Take on me" auf den Musiksendern dieser Nation hatte), allerdings wäre es nicht übertrieben zu sagen, dass die Fanbase der Münchener immer noch sehr groß ist. Dieser Fakt wird dadurch unterstrichen, dass ihr letztes Album auf Platz 16 der Media Control Charts eingeschlagen ist, und mit ihrem mittlerweile achten Album schickt sich der Vierer an, erneut die Charts und die Bühnen zu erobern.

Ob die Jungs dabei aber tatsächlich völlig einzigartiges Material liefern, bleibt zunächst eine streitbare These. Tatsache ist, dass Emil Bulls in der Tat einen sehr variablen Stil haben und immer für eine Überraschung gut sind. Wie wird sich also Sacrifice to Venus (liest sich für mich wie eine Verbeugung vor dem weiblichen Geschlecht) machen? Dazu nun meine Elaboratio.

Ohne Umschweife gibt es mit „The Grave" direkt auf die Kauleiste, und es fällt direkt auf, dass die Emil Bulls sich im Opener stilistisch nahe am modernen Core-Sound verorten, sprich: fiese Growls mit entsprechenden Riffs in den Strophen, zuckersüßer Gesang und Melodien im Chorus. Dennoch hebt sich das Material dadurch ab, dass das Riffing zu keiner Zeit zu stumpf rüberkommt. Insbesondere das Outro weiß zu gefallen. „Hearteater" legt noch mal eine Schippe drauf, verbleibt gesanglich aber auf einer etwas „gefälligeren" Ebene, ist im Gesamteindruck im Vergleich zum Opener dennoch einen Tick härter und erinnert zuweilen an moderne In Flames. Besonders die Bridge betont das und bildet zudem das Herzstück des Songs. Nice!

It's party time! Dennoch gibt sich der nächste Track, „Pants Down", als fies sägendes Riff-Ungetüm, das zuweilen Pantera-Anleihen erkennen lässt (aus deren Spätphase), stampfende Passagen aufweisen kann, manches mal das Groove-Monster von der Kette lässt und sich extrem variabel in der Auslegung des Main-Riffs zeigt. Kompaktes Stück, das Spaß macht! Mit „I Wanna Feel You" kommt dann die erste Ballade – eigentlich mehr ein Love-Song – um die Ecke, die dann auch die Genre-Verortung „Alternative Metal" rechtfertigt. Mit gefällig-unauffälligem Riffing und starker Konzentration auf die Lyrics des Sängers liefern Emil Bulls ein Paradebeispiel dafür ab, wie sich ein Song anhört, der aus dieser Richtung kommt. Leider bleibt der Song für mich seltsam unbefriedigend, und auch der durchaus gelungene Schlusspart ändert nichts daran. Schade!

„Rainbows and Butterflies" beginnt mit einem krassen Kontrast aus Keyboard und Riffing, und mit einem groovenden Riff, der zuweilen sogar an Thrash-Riffing grenzt, legen die Jungs richtig los. Ein krasser Breakdown geht in die Bridge über, anschließend geht es mit dem Chorus in die Zielgerade. Ich attestiere: Kopf ausschalten und mitbangen! Die erste Empfehlung des Albums! Mit dem Song „The Way Of The Warrior" machen Emil Bulls dann richtig ernst: Während uns in den Strophen lupenreiner Thrash (!) um die Ohren gehauen wird, der im Übergang zum Chorus in Groove Metal übergeht, setzt sich der Chorus selbst aus den besten Zutaten aus der Groove-/Alternative-Metal-Küche zusammen. Bockstark und Empfehlung Nummer zwei!

„The Reckoning" landet dann an Metalcore/Deathcore-Gefilden an, erinnert in seinem Aufbau und seinem Spannungsbogen bisweilen an eine Mischung aus AILD- und harten KSE-Momenten, und beweist in der Bridge, dass vor Melancholie triefende Parts und fieses Gekeife keine sich ausschließende Konzepte sind. Das letzte Viertel wird durch einen fiesen Breakdown eingeleitet, und mit einem geilen Groove-Part geht der Track zu Ende. Goil! „The Age of Revolution" lässt sich für mich nur schwer greifen: einerseits sind die Riffs schon geil, andererseits kommt mir der Aufbau und besonders die Lyrics etwas zu gewollt rüber. Ich kann mit insbesondere mit den Sprechgesangspassagen nichts anfangen. Nach drei wirklich starken Songs ein kleiner Dämpfer. Schade!

Nahtlos geht die Musik in den titelgebenden Song über, und der Track ist sehr experimentell, leider aber nicht nur im positiven Sinne. Zwar ist es einerseits zu begrüßen, dass die Band mit Sprechgesang und Electronica sowie einigen rhythmisch anspruchsvollen Riffs versucht, etwas nie dagewesenes zu kreieren, andererseits weiß ich nicht, ob ich zwingend sperrige Anflüge von Dubstep und ständige Strukturwechsel brauche – kurzum: der Song ist stark geschmacksabhängig. Ich kann verstehen, wenn er seine Fans finden wird; meins ist er nicht. „Gone Baby Gone" wechselt dann wieder in straighte, balladeske Gefilde hinüber, und ich muss gestehen, dass der Song nach dem kompliziert-vertracktem Titelsong fast einen wohltuenden Kontrapunkt darstellt. Ansonsten haben wir hier einen Track vor uns, der nicht wehtut, genug Abwechslung aufweist, dennoch ein wenig langweilig geraten und zu sehr auf eine bestimmte Klientel zugeschnitten ist.

„Man Or Mouse" weckt den geneigten Hörer wieder aus seiner Lethargie und verleitet mich zu unwillkürlichem Mitwippen. Zwar sind die Lyrics etwas plakativ geraten, dennoch hat der Song durch das Riffing und den geilen Basssound einen unvergleichlichen Groove, auch wenn es manchem strukturell zu nahe am Nu Metal-Sound gelagert sein dürfte. Ich find es knorke. „Keep On Dreaming" beginnt schon beinahe KSE-mäßig, geht dann in einen geilen Groove-Riff über, zieht im Chorus straight durch (natürlich nach dem Shouting-Klargesang-Prinzip) und knallt dem Hörer ein extrem lässiges Solo um die Ohren. Einfach, aber effektiv und gut! Am Schluss startet der Monolith „Behind The Sun" mit einem genial verzerrten Riff irgendwo zwischen Pantera, IF und Sepultura in die Zielgerade, und als Kontrast zum Riffing setzt die Stimme des Sängers fast schon sphärisch einen verträumten Teppich über das harte Fundament. Im Chorus gesellen sich noch spacige Keyboard-Klänge hinzu. Insgesamt gerät der Song im Laufe der Zeit aber doch recht monoton, auch wenn er natürlich sehr gut geeignet ist, um ein bisschen seine Gedanken gleiten zu lassen. Ein passender, wenn auch nicht zwingend gelungener Abschluss des Albums.

Gleich zum Wiedereinstieg habe ich eine schwere Bewertungsaufgabe vor mir. In einem gewissen Sinne einzigartig? Auf jeden Fall. Berechtigterweise mit großer Fanbase ausgestattet? Definitiv, die Jungs haben bei sieben der 13 Songs bewiesen, dass sie Weltklasse-Songs schreiben können, darunter zwei überragende Überflieger („Rainbows and Butterflies", „The Way Of The Warrior"). Betrachtet man jedoch, was auf der Negativ-Seite dagegensteht, kann ich nicht auf mehr als ein L für dieses Album kommen. Warum? Ich führe näher aus:

Zum Einen vermisse ich – auf die Gesamtlänge des Albums bezogen – ein wenig die Konstanz im Songwriting, die ein Album zu einem berechtigten Aspiranten auf höhere Weihen machen würden. Insbesondere der Titeltrack, sowie die Songs „I Wanna Feel You" und „Age Of Revolution" sind mir entweder ZU experimentell (Titeltrack) bzw. zu straight („I Wanna Feel You") oder zu gewollt („Age Of Revolution") geraten. Drei weitere Songs schaffen es auf die Gut-aber-nicht-Besonders-Liste und tragen damit auch nicht positiv zum Gesamteindruck bei, auch wenn sie das Ergebnis nicht weiter runterziehen. Zum anderen pendelt die Ausrichtung des Albums manchmal zu stark zwischen verschiedenen Fixpunkten hin und her, weshalb einige Übergänge zwischen Songs etwas harsch geraten sind.

Alles in allem bleibt unter dem Strich ein Album, was mehr als genügend gute bis herausragende Momente aufweist, dennoch an manchen Stellen nicht aus dem Quark kommt bzw. an einem zu viel an Experiment krankt. Sieben gute gegen drei mittelmäßige und drei nicht gelungene Songs ergibt insgesamt ein

XXL-WertungL

Michael Denkers

Tracklist:

1. The Grave
2. Hearteater
3. Pants Down
4. I Wanna Feel You
5. Rainbows And Butterflies
6. The Way Of The Warrior
7. The Reckoning
8. The Age Of Revolution
9. Sacrifice To Venus
10. Gone Baby Gone
11. Man Or Mouse
12. Keep On Dreaming
13. Behind The Sun

XXL-Tipp

XXL Tipp Crypts Of Despairxxl

Das hörst Du Dir an:

Revolting - The Monolith Of Madness

revolting 2018xxl

Decaying - To Cross The Line

Decayingxxl

Kadaverficker - KFFM 931.8

kadaverficker 2018xxl

Atomwinter - Catacombs

Atomwinter Catacombsxxl

Absolutum - Absolutum

Absolutumxxl

Begerith - A.D.A.M.

begerith2xxl

Anvil - Pounding The Pavement

Anvil  Pounding The Pavementxxl

Vardan: Nostalgia - Archive of Failures 1-6

vardan 2018xxl

Las Casas Viejas - goule/H

Las Casas Viejas  goule Hxxl

Cruentator - Ain't War Hell

Cruentatorxxl

Corpse Garden - IAO 269

 Corpse Garden xxl

Tetragrammacide - Primal Incinerators of Moral Matrix

Tetragrammacide

Talv - Entering a timeless Winter

Talv  Entering a timeless winterxxl

Children of Technology: Apocalyptic Compendium 

children of technology Kopiexxl

In Vain - Currents

InVain Currentsxxl

Sacrilegious Rite - Summoned from Beyond

Sacrilegious Rite xxl

Hades Archer - Temple of the Impure

Hades Archer  Temple oxxl

Wir suchen Verstärkung!

xxl rock shirt neu bild 2

Da gehst Du hin:

hell over hammaburg 2018 e forcexxl

RISEOFTHE COSMIC FIRE xxl

cannibal corpse tour 2018xxl

Oscillating Brain

dool tourxxl

SepticFlesh poster EU 2018xxl

execration void tourxxl

rotting christ tour 2018xxl

dead daysxxl

DWEF Primordial tour 2018xxl

rotten soud tourxxl

Ne Obliviscaris EU 2018 xxl

party.san 2018 venomxxl

Zum Seitenanfang