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Ewigheim – Bereue Nichts

ewigheim  bereue nichtsLabel: Massacre Records

Spielzeit: 51:42 Min

Genre: Dark/Gothic/Elektro Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: 25. Mai 2012

Was kommt raus, wenn man Musiker von The Vision Bleak (Allen B. Konstanz und Schwandorf) und Eisregen (Yantit) zusammen steckt und sie anschließend miteinander musizieren lässt?

Richtig, da trifft Dark Metal auf Gothic und Elektro, und alle zusammen ergeben gutklassige bis exzellente Musik, die, so ich dem Promozettel glauben schenke, in seiner Ausformung einzigartig ist; tatsächlich ist schon allein die Zusammenstellung der Musiker als solche spektakulär, aber noch interessanter ist der Umstand, dass man vor einigen Jahren unter diesem Banner bereits zwei Alben in den Äther schicken konnte und dafür ordentlich Lob einkassieren durfte.

Über 8 Jahre haben sich die Düsterheimer mit dem Nachfolger von Heimwege Zeit gelassen; die EP zu „Dürrer Mann" wurde bereits im Vorfeld veröffentlicht und von meinem Kollegen Hemmer besprochen, da aber eine zweite Sicht der Dinge sicherlich nie schadet, lasse ich die bereits besprochenen Songs nicht außen vor.

Mit einem Glas Rotwein in der Hand (Hehe, 5 Euro für die Klischeekasse...) widme ich mich der Musik und drehe den Lautstärkeregler hoch...

... und „Heimkehr / Bereue Nichts" findet den Weg auf meine Ohren. Das elektrische Intro unterstreicht die morbide Poesie des Sängers, geradezu minimalistisch ertönen die digitalen Töne, bevor die Gitarren einsetzen und ein Stück offenbaren, dass in dieser Form geradezu perfekt für die nächste Düster-Disko scheint; der Schlagwerker baut immer mal wieder kleine Spielereien ein, die das gleichförmige Schema gerade genug durchbrechen, um den Song interessant zu halten, aber nicht zu überlegen. Geklungener Einstieg! „Staub" legt schon eine etwas derbere Gangart ein und provoziert mit der Parabel des stinkenden Menschen, der sich - „gleich einem Schwein" - in seinem eigenen Gestank suhlt. Das Riffing ist klar dem Industrial Metal zuzuordnen, das Bass-Break zerschneidet den Track gekonnt in zwei Hälften.

„Stahl trifft Kopf" gibt sich suizidal; folgerichtig wird das Riffing doomig, geht im Chorus in die Gothic Metal-Richtung, der Gesang ist, dem Text angemessen, extrem leidend, dabei zum Glück aber nicht seiernd. Die Bridge gibt sich als perfekte musikalische Untermalung für den Gang zum Schafott und eignet sich gleichzeitig wunderbar als Teppich für das sehr ausführliche Solo, dass dennoch stets songdienlich bleibt. Gänsehaut! Gegen Ende kommt zur Instrumentierung eine Orgel dazu, und wir ahnen: Der Suizident war erfolgreich... Sehr elektronisch eröffnet „Morgenrot", und das Keyboard bleibt getreuer Begleiter bei dieser ungewöhnlichen Halb-Ballade, die in den Strophen fast ohne Gitarren auskommt. Gleichzeitig führen Ewigheim mit diesem Track vor, in welche Richtung sich Rammstein hätten gerne entwickeln können oder sollen. Cooles Ding!

Klavier, eine beinahe schon flüsternde Stimme, gezielt dosierter Gitarreneinsatz: der „Schatten" überkommt uns, und man gewinnt ein Gefühl dafür, wie sich manche Leute fühlen, wenn sie Alpträume haben... „Schmutzengel" langt dann wieder ordentlich in die Saiten, und vor uns breitet sich eine harter Gothic-Rocker aus, der sich trotz aller Straightness noch den ein oder anderen Ausflug in technischere Gefilde erlaubt und außerdem mit einer Gänsehautbridge glänzen kann. Diese Bridge steigert sich bis zu einer Klimax hin, die sich zu einem letzten Choruspart auflöst.

Der Hörer fragt sich nun: „Was bleibt"? Klavierintro, Schlagzeuguntermalung, im Walzerrhythmus bangt sich der geneigte Hörer hypnotisch in eine handfeste Trance, die durch das einsetzende Riffing nicht durchbrochen wird, sondern eher sogar noch unterstützt. Kein Zweifel: Hier wird ganz hohe Doom-Schule mit hohen Gothic-Anteilen zelebriert. SO funktioniert repetitive Musik außerordentlich gut! Achja, die zwei Soli sind ganz große Klasse und unterstützen den meditativen Charakter des Songs noch sehr stark. „Dürrer Mann" hat mit seinem straighten Beat und seinem simplen Keyboardlick hat das Zeug zu einem Dancefloorhit in den Gothicdiskos in diesem Land. Die verzerrten Sprechgesangspassagen verleihen dem Song den gewissen Industrial-Appeal. Überraschend kommt beinah schon die Bridge, die mit dem Rhythmus bricht und einen Kontrapunkt schafft, der einen ohnehin guten Track erst so richtig interessant macht.

Balladesk und mit Klaviertönen beginnt „Der letzte Mensch", und mit Einsetzen der Gitarren wird den finalen Track eröffnet. Der meditative Sprechgesang unterstützt die tiefe Melancholie dieser Gothic/Doom-Ballade. Plötzlich schwingt die Stimmung in eine dezente Bedrohung um, die Riffs werden leicht disharmonisch, geradezu manisch erzählt der Erzähler (ja, Erzähler!) von seiner Suche, der Überwindung des schwachen Fleisches. Der kurze Übergang führt hinüber in eine Gothicpassage, die den Anfangsteil aufgreift und mit einem Riffteppich unterfüttert. Daran schließt sich der Soloteil an, der teilweise mit Twin-Guitars glänzen kann - plötzlich legt sich Stille über die Szenerie... es kommt lange Zeit nichts, dann kommt ein „Hidden Track", der an und für sich schön ambientig ist und auch nett gemacht, aber irgendwie unnötig ist. Die einzigen Vocals bestehen aus Sinnsprüchen, die mit persönlich unbekannt sind. Der Bonustrack „Mal ehrlich" wirkt Stilistisch und vom Humor gesehen wie eine schwarzhumorige Hommage an Knorkator und ist gleichzeitig eine böse Abrechnung mit der „Nichts hören - nichts sehen - nichts sagen"-Attitüde der Ellbogengesellschaft. Cooles Ding, dass vermutlich aufgrund der doch sehr abweichenden Stilistik nicht auf dem regulären Album zu finden sein wird.

Konnte ich mir persönlich unter Ewigheim nicht viel vorstellen und hatte ich - folgerichtig - auch nicht die „Fanbrille" auf dem Kopf, so kann ich doch insgesamt meine Eindrücke in ein paar Schlagworte pressen: Nicht einzigartig, dennoch großartig, und trotzdem was anderes. Da diese Schlagworte für sich keinen Sinn ergeben mögen, führe ich näher aus:

Ewigheim sind stilistisch selbstverständlich nicht einzigartig. Sie waren es, wenn man es streng genommen betrachtet, auch 2002 (zur Pressung des ersten Albums) nicht. Die Schnittpunkte sind hierbei diverse Gothic-, Dark Wave und Industrial-Bands, ein bisschen Rammstein und ein bisschen Knorkator mit einem guten Schuss Doom, die zusammen dennoch eine großartige Mischung ergeben. Großartig deswegen, weil kein Song gleich ist und der rote Faden dennoch stets vorhanden - was nicht zuletzt an den Texten liegen dürfte, die einen poetischen Haltepunkt bieten.

Und etwas anderes ist es dennoch: denn der geneigte Metaller wird sich - es sein denn, er beschäftigt sich viel mit Industrial - unter manchem Aspekt der Musik nicht viel vorstellen können. Und doch muss ich eindringlich eine Empfehlung aussprechen: Wenn man - den „Hidden Track" mal außen vor - das Album nimmt, hat man ein gelungenes Gesamtwerk vor sich, der vielen Metallern das Tor zur dunklen Seite der elektronischen Musik eröffnen, getragen und sanft vorbereitet durch Gothic-Rock und Doom.

Fazit:

Mit „Bereue Nichts" haben Ewigheim ein eindrucksvolles „Comeback" geliefert, welches sich stilistisch als Brücke zwischen der Metal-Szene und der Gothic-Szene platziert und im Ergebnis ein hervorragendes „Crossover" liefert, welches beide Seiten gleichermaßen begeistern dürfte. Die Band beweist, dass 8 Jahre Pause keineswegs das Ende eines vielversprechenden Projektes bedeuten müssen. Nach Abzügen in der B-Note wegen des unnötigen „Hidden Tracks" bleibt immer noch ein außerordentlich gutes

xl

Michael Denkers

Tracklist:

01. Heimkehr / Bereue Nichts
02. Staub
03. Stahl trifft Kopf
04. Morgenrot
05. Schatten
06. Schmutzengel
07. Was bleibt
08. Dürrer Mann
09. Der letzte Mensch
10. Mal ehrlich (Digipak Bonus)

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