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Decline Of The I: Rebellion

doti cover smLabel: Agonia Records / Soulfood

Spielzeit: 47:36 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: sm-metal-shop

Hörprobe:  Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Der Staub in deinem Zimmer hat sich überall abgesetzt, das Geschirr von dem letzten Essen stapelt sich ohne Ende auf, das Klo ist zugeschissen, der Gestank von Schweiß, Schimmel, Fett und Essensresten macht sich in der Wohnung breit, mit den vielen Pizzakartons könntest du deine Wände tapezieren und deiner langen Haarmatte haben sich überall einzelne Härchen abgesetzt: auf dem Tisch, im Bett, auf dem Boden und im Wasserglas - *Würg, Ächz, Stöhn*! Ganz schön ekelhaft, oder? Willkommen in der Welt von DECLINE OF THE I und ihrer ganz persönlichen Welt von posthumanem Endzeit-Black-Metal. Dazu passt perfekt auch die Ratte, die auf dem Cover ihres Zweitwerks ,,Rebellion" abgebildet ist - und wie erwartet, dekliniert die Band hier uns nicht das kleine Einmaleins oder die lateinischen Worte in allen fünf Fällen vor, sondern ihre ganz individuelle Vorstellungen von Rebellion.

Es war Donnerstag, der 05. März und mir lag eine Promo-CD der Gruppe vor, die beim selben Label unter Vertrag steht und das Album bereits am selben Tag wie ihre Labelkollegen von veröffentlicht hatten. Den überschwenglichen Text des Labels durchgelesen, die die Musik als facettenreich und voll von Bewegung beschreibt, schnalle ich mich nun an, um mich auf eine 47minütige Reise durch das Ungewisse zu machen. Steig also mit ein in einen Kampf gegen die totale Verwahrlosung, gegen das sich Einspannen oder Einvernehmen lassen von deinen lieben Mitmenschen und für die Erhaltung deine ganz persönliche Freiheit (bevor es zu spät ist und die Welt untergeht).
,,Lower degree of God's might" beginnt mit Winselgeräuschen und Wehengeschrei, als würde der Sänger gerade im Kreissaal den Leibhaftigen persönlich auf die Welt bringen. Und tatsächlich kann der Track einiges - von meditativen, gesprochenen Passagen über manisches Flüstern (auf französisch) und dem Einsatz von Industrial-Elementen ist alles dabei, was irgendwie innovativ sein könnte. Von kindlichen Lalala-Gesängen und den typischen Black-Metal-Elementen ganz zu schweigen. Auch das über siebenminütige ,,Hexenface" kann überzeugen, besticht aber vor allem durch seinen 6/8-Rhythmus, einem Radiosprecher und Herzklopfen, bevor es im späteren Verlauf etwas schwermütiger und schleppender wird. Das dritte Lied ist dann eher das Haudrauf-Black-Metal-Lied, das aber auch vor Experimentieren, wie z.B. ein von einem Kind gespieltes Klavier und übertrieben hohe Schreigesänge nicht zurück schreckt. ,,The end of prostration" arbeitet dann mit Jazz- und Swing-Elementen, gepaart mit düsteren Black-Metal-Elementen, die in diesem Lied gleich mehrere Schlagzeugspuren und spirituellen Sprechgesang super gebrauchen können. Von den Dark-Wave-Synthezizer-Flächen und rückwärts gespielten Samples ganz zu schweigen. ,,Pieces of a drowned motion" klingt tatsächlich, als wäre der Verfasser des Stückes in viele Emotionen ertrunken - um dann aber wütender und stärker aus dem Nichts hervor zu ragen und nach Luft zu schnappen. ,,Deus Sive Musica" arbeitet dann mit Dubstep-Elementen, die dem Lied einen interessanten Charakter verpassen. Diesen sperrigen Rohdiamanten von fast neun Minuten Länge werde ich mir, wie den Rest des Albums, öfter zu Gemüte führen müssen, das aber sehr gerne. ,,On est bien peu de chose" stellt dann den fulminanten Abschluss eines grandiosen Albums dar.

In Sachen Experimentierfreudigkeit lassen Decline of the I mit diesem Album tatsächlich viele Bands, die ich bei XXL-Rock rezensieren durfte, hinter sich. Klar, nicht jedes Experiment glückt immer, aber wer dürfte das auch erwarten? Es geht hier ja in erster Linie darum, ob für A.K. das, was er hier erschaffen hat, Kunst ist. Und dieser künstlerische Anspruch sollte nicht in irgendeinem Verhältnis zur Erwartung der Fans stehen. Und schon alleine durch den Mut, sich auf unerschlossenes Terrain zu bewegen ohne dabei eine bestimmte Erwartung im Hinterkopf zu haben (andere Bands machen es sich da deutlich einfacher), hat das Album ganz klar die Höchstnote verdient.

Domenic Saheb Djavaher

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. Lower degree of God's might
2. Hexenface
3. Le rouge, le vide et le tordu
4. The end of prostration
5. Pieces of a drowned motion
6. Deus Sive Musica
7. On est bien peu de chose

XXL-Tipp

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