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Crimson Swan: Unlit

CrimsonSwan Unlit CoverLabel: Quality Steel Records

Spielzeit: 54:34 Min.

Genre: Death Doom Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Auf Quality Steel Records ist in den letzten Tagen das Debutalbum von Crimson Swan erschienen. Die fünf Musiker aus Hamburg sind bereits seit 2010 zusammen unterwegs und haben 2012 ihre erste Veröffentlichung „Icon" vorgelegt. Nach fast drei Jahren Wartezeit erschien nun das erste vollständige Album.

Gar nicht so einfach diese Band in eine Schublade zu stecken, so viel konnte ich zumindest nach dem ersten Durchlauf sagen. Eine richtige Meinung habe ich mir nicht direkt bilden können, hierzu bedurfte es doch noch einige Durchläufe mehr. Zu Anfang hat mich die Musik sehr stark an Crematory erinnert, der Gesang wollte aber so gar nicht zu genannter Band passen, nach einigen Durchläufen habe ich aber auch einen großen Teil Eigenständigkeit in der Musik entdecken können. Auch wenn die Instrumentierung mit genanntem Beispiel sehr konform geht und auch vom Grunde her mit vielen Gothic Metal-Kombos vergleichbar ist, lebt dieses Album vor allem durch die Gesangswechsel zwischen Klargesang und dunklem Death-Metal gegrowle. Dabei hat das Album aber auch seine Höhen und Tiefen, gerade der Opener will mir so gar nicht ins Ohr gehen und nicht jedem Track steht die Überlänge gut. Aber natürlich gibt es auch hier Lichtblicke, so gefällt mir „A Waterfall of Sorrow" und auch der Titeltrack „Unlit" außerordentlich gut. Gerade wenn der Gesang durch eine weibliche Stimme unterstützt wird, kann die Band ihr volles Potential entfalten und eine sehr dichte und stimmige Atmosphäre schaffen. Leider geht dies in einigen Tracks durch die Überlänge und auch den massiven Einsatz der Growls schnell unter. Auch die Produktion ist an einigen Stellen etwas kraftlos, insgesamt aber durchaus gelungen. Man sollte aber natürlich nie außer Acht lassen, dass es sich hierbei um das Debut der Band handelt und natürlich auch noch deutliches Potential nach oben da ist.

Ein sehr durchwachsenes Album, nicht weil es qualitativ minderwertig wäre, sondern vielmehr weil es an einigen Stellen einfach an sich selbst verschluckt und etwas in den Einheitsbrei abdriftet. Natürlich sind einige Tracks gelungen, bei anderen springt bei mir der Funke nicht über. Dabei hat das Album eigentlich erst mal alles, was eine Band braucht um mich zu begeistern: Vielfalt, Atmosphäre und spielerisches Können. Aber leider reicht es diesmal nicht aus, um mich vollends zu überzeugen.

Moritz Naczenski

XXL WertungL

Tracklist:

1. Fade To Nothingness
2. A Waterfall Of Sorrow
3. Words Of Perdition
4. Unlit
5. Accusations
6. Voidhaven

XXL-Tipp

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