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Antagoniste: The Myth Of Mankind

ANTAGONISTE The Myth Of MankindLabel: I, Voidhanger Records

Spielzeit: 51:55 Min.

Genre: Experimental Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Wenn man das Intro direkt skippt und gleich mit „The Barren Lands“ loslegt, dann mag man nach dem rockigen Part ganz zu Beginn recht schnell ein ähnliches Gefühl wie beim ersten Hören einer Band à la Portal haben: dieses völlig wilde, Zeit und Raum komplett entrückte und wummernde Gewirbel hat etwas völlig unmenschliches (im Sinne von: unmöglich von Menschenhand erdacht und gemacht) an sich. Um so größer die Verblüffung, als es dann im „Refrain“ plötzlich wieder deutlich in Richtung Rock geht.

Hier zeigt sich auch bereits auf, welch stilistische Wundertüte „The Myth Of Mankind“ ist. Das Spektrum beginnt bei Black Metal und endet im noisigen Sludge-Rock. Das mag nicht jedem zusagen, ist aber deutlich erfrischender und spannender als vieles andere derzeit. Und ein Song wie das bereits erwähnte „The Barren Lands“ wird zwar selbst innerhalb der Metal-Szene für die Mehrheit zu extrem sein, ist aber nichtsdestotrotz nichts anderes als ein Hit – nach einer nötigen Eingewöhnungsphase mutiert das Ganze zu einem mit Sinn und Verstand arrangierten Ohrwurm, der abwechslungsreich und zutiefst spannend dargeboten wird.

Auch das folgende „The Demigod“ gehört zu den prägnantesten Songs auf dem Album – und umso verwunderter reibt man sich die Ohren, wenn nach einigen Minuten plötzlich ein ruhiger, 70s-mäßiger Part erklingt und die letzten Minuten in einen großartigen, emotional packenden Sludge-/Noise-Sonnenuntergang zerfließen.

Absolut herausragend ist im direkten Anschluss auch das großartige „The Fall Of Man“, das in seinen Strophen fast schon qualvoll zerdehnte Mantra-Qualitäten aufweist, in seinem (immer noch noisigen) Refrain dann jedoch mit einer komplett verzückenden Hintergrundmelodie aufwartet, bei welcher man durchaus an eine Band wie Killing Joke denken darf.

Für meine Begriffe bieten Antagoniste auf diesem Debüt die im positiven Sinn verstörendste und avantgardistischste Musik auf I, Voidhanger seit Howls Of Ebb (welch geniales Werk! An dieser Stelle ein schlichtes „Danke!“ an Iron Ulf aus dem Deaf Forever Forum. – Sven) im vergangenen Jahr. „The Myth Of Mankind“ ist nicht weniger als ein absolut faszinierendes, zutiefst abwechslungsreiches und atmosphärisches Album – es will allerdings erst entdeckt, um nicht zu sagen: erobert werden. Eigentlich eine klare Sechs, aber die B-Seite hält das herausragende Niveau der ersten Songs nicht konsequent genug aufrecht – da gibt es definitiv noch ein qualitatives Gefälle, was das Ganze allerdings für die Zukunft sehr spannend macht (was aber nicht heißen soll, dass „The Myth Of Mankind“ auch nur einen einzigen schlechten Song mit an Bord hat!). Wenn Antagoniste dann nämlich ein Album zustande bringen, welches durchgängig auf einer Linie mit den hier dargebotenen Highlights anzusiedeln ist, dann darf man nicht mehr nur von einem neuen Stern am I, Voidhanger-Himmel, sondern von einer Strahlkraft, welche deutlich darüber hinaus reicht, sprechen. Auch das abschließende, überlange „The Wanderer“ mit seinen unglaublich schönen Gitarrenparts deutet ganz vehement und energisch in diese Richtung.

Tolles Album.

Daniel Lofgren

XXL WertungL

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Dank meines hochgeschätzten Schreibknechtkollegen Moritz bin ich unlängst auf dieses italienische Label aufmerksam geworden, das sich den besonders obskuren Klängen im Black Metal voll und ganz gewidmet hat. Nun ist es wieder soweit und dieser Tage erblicken zwei neue hochinteressante CDs dank dieses Labels das Licht der Welt!

In dieser Rezension kümmere ich mich um das französische ein-Mann-Projekt „Antagoniste“, das mit „The Myth of Mankind“ sein Debüt präsentiert. Und das hat es gewaltig in sich! Zwar würde ich nicht ganz so weit gehen, wie Plattenfirma und manche Kritiker und das Ganze als „Avantgarde Black Metal“ zu bezeichnen, aber experimentell und unglaublich vielsichtig ist diese Platte auf jeden Fall! Das Grundgerüst bildet eindeutig der Black Metal, doch was Mastermind „Antagoniste“ darauf aufbaut überschreitet nicht nur Genregrenzen, nein es zerschmettert sie!

Wo soll ich da anfangen? Vielleicht damit, dass die Musik immer wieder ins doomig/langsame abdriftet und eine Atmosphäre erzeugt, die eine Mischung aus sphärisch und mystisch darstellt? Oder die wilden Schlenker in chaotische Strukturen, die nicht nur einmal mit üblen Dissonanzen einhergehen? Allein was der Kollege mit seiner Stimme anstellt, ist absolut faszinierend – von Kreischen, über Flüstern bis hin zu klarem Gesang ist alles dabei und wird grandios auf die jeweilige musikalische Stimmung im Song, die gerne auch mehrfach wechselt, abgestimmt! Auch die elektronisch erzeugten Klänge dürfen hier nicht unerwähnt bleiben, die das Ihrige zu dem grandiosen Gesamtkonzept dazutun.

Einfach zu konsumieren ist diese CD auf gar keine Fall und es braucht auch sicherlich den einen oder anderen durchlauf mehr, um sich in die Welt von „Antagoniste“ voll und ganz zu begeben. Aber die klanglichen Überraschungen und mannigfaltigen Stimmungen in Zusammenarbeit mit herrlicher Musik belohnen jeden, der dabei bleibt und sich auf dieses Album einlässt! Ein tolles, intensives und innovatives Werk!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. The Rise of the Lightbringer 02:57
2. The Barren Lands 05:16
3. The Demiurge 05:38
4. The Fall of Man 05:00
5. The Ritual 06:38
6. The Nihilist 05:55
7. The Black Sun 04:30
8. The Ubermensch 05:40
9. The Wanderer 10:21

XXL-Tipp

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