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Aeon - Aeons Black

aeon 2012Label: Metal Blade Records

Spielzeit: 50:43 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: bereits erschienen

Wenn man die Death Metal-Formation Aeon zum ersten Mal hört, könnte man meinen, die Jungs stammen irgendwo aus den USA. Der Sound ist streckenweise so amerikanisch, dass man kaum glauben mag, dass die Band aus Schweden kommt. Den typischen nordischen Touch ihrer berühmten Landsleute vermisst man jedenfalls auf breiter Front. Wenn man sich im Metal-Genre bewegt, bekommt man allerdings leicht den Eindruck, dass die Nordmänner zur Blasphemie neigen und da machen auch Aeon keine Ausnahme. Über 50 Minuten entfalten sie auf ihrem Album „Aeons Black" ein von zeitgenössischem Todesgeknüppel getragenes Manifest gegen die Kirche und die christliche Religion.
Insgesamt findet man 15 Tracks auf dem Album. Die elf echten Songs glänzen allesamt mit einem maximalen Level an Brutalität und würden sich mit Sicherheit auch gut im Vorprogramm von Cannibal Corpse machen, wenn sie auch nicht den gleichen Kultstatus erlangen, wie deren infernalischen Splatterorgien. Unterbrochen wird diese geballte Kraft nur von teils sehr orchestral gehaltenen Zwischensequenzen. Allerdings hören die Parallelen zu den Kannibalen an dieser Stelle auch schon auf. Das Songwriting von „Aeons Black" geht über reine Gewalt hinaus. Hinter der rauen Fassade lauern tatsächlich von Zeit zu Zeit clever komponierte („The Glowing Hate") oder gar eingängige Mitgröl-Stücke („Aeons Black"). Zusammengefügt ergibt sich so ein recht kurzweiliger Hörgenuss, der sich auch prima dazu eignet, die Mitmenschen in öffentlichen Verkehrsmitteln durch rauschende Kopfhörer hindurch zu peinigen.
Abschließend vermisse ich allerdings ein paar wirkliche Höhepunkte, die diese Scheibe aus der Flut ähnlicher Veröffentlichung herausragen lassen. Die Musiker verstehen ihr Handwerk recht solide und in eine gut sortierte Death Metal-Sammlung passt das Album allemal. So richtig packen konnte es mich leider nicht.

Oliver Fedkte

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Tracklist:

01. Still They Pray
02. The Glowing Hate
03. The Voice of the Accuser
04. I Wish You Death
05. Garden Of Sin
06. Neptune The Mystic
07. Nothing Left To Destroy
08. Passage To Hell
09. Aeons Black
10. Dead Means Dead
11. Sacrificed
12. Aftermath
13. Blessed By The Priest
14. Maze Of The Damned
15. Die By My Hands

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