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Tribulation - Down Below

tribulation 2018xxlLabel: Century Media 

Spielzeit: 46:40 min.

Genre: Dark Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: 26. Januar 2018

Wenn sich in den letzten Jahren eine Metalband durch sich stetig steigernde musikalische Ergüsse bewiesen hat, dann mit Sicherheit die Schweden von Tribulation. Im eher klassischen Death Metal gestartet, beim zweiten Album mit einer gehörigen Portion Prog versehen, um schließlich beim letzten Werk absolut einzigartige Elemente des Gothrocks in die Musik einzubinden.

Selten war ich gespannter darauf, wo die Reise bei einem neuen Album hingehen sollte, schließlich boten die Jungs bisher konstant Überraschungen auf jedem neuen Release. Um direkt einmal zu enttäuschen, die Überraschungen, das Unvorhergesehene bleibt diesmal größtenteils aus. Dies ist jedoch nicht schlimm. Tribulation scheinen ihren Stil gefunden zu haben, nun gilt es diesen zu perfektionieren. Der Weg des Vorgängers wird also konsequent weitergegangen. Das Gefühl, hier etwas Neues zu hören fällt weg. Dafür liefern die neun neuen Lieder gewohnt hohe Qualität. Der Opener "The Lament" etwa, beginnt ähnlich bedächtig wie einst "Strange Gateways Beckon", und eröffnet das Album perfekt. Die Marschrichtung wird hier direkt angegeben und im weiteren Verlauf auch nicht mehr geändert.

Die folgenden Songs befinden sich alle auf etwa gleichem Niveau, wirken in ihrer Gesamtheit gesehen vielleicht ein wenig zahmer als auf dem Vorgänger. Die große Stärke, die fast schon mystisch, nostalgische Atmosphäre bleibt aber erhalten. Beim Hören des Albums kommen schon fast automatisch Bilder alter Stummfilmklassiker, düsterer Romantik und nebelverhanger Friedhöfe in den Kopf. All dies passiert, ohne klischeemässig zu wirken, Kitsch fehlt genauso wie die üblichen Satansfloskeln.

Musikalisch gesehen stimmt also eigentlich alles. Trotzdem fehlt manchmal der Zauber, dieses letzte Element was "The Children Of The Night" so großartig gemacht hat. Man hat es hier mit einem waschechten Nachfolger zu tun, der durchgehend stark ist aber vielleicht doch zu sehr auf Nummer sicher geht. Aller Makel zum Trotz, Tribulation liefern erneut ein insgesamt überzeugendes Album, bieten Ohrwurmpotential und sind weiterhin recht einzigartig in ihrem Genre unterwegs. Beim nächsten Mal darf es aber gerne wieder etwas gewagter zugehen.

Sascha Scheibel

XXL WertungL

Tracklist:

1. The Lament
2. Nightbound
3. Lady Death
4. Subterranea
5. Purgatorio
6. Cries From The Underworld
7. Lacrimosa
8. The World
9. Here Be Dragons
10. Come, Become, To Be (BONUS TRACK)

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