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Desecrator – To The Gallows

Desecrator  To the gallowsLabel: Violent Creek

Spielzeit: 55:40 min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Australien hab' ich eigentlich immer für rumpeligen War Metal auf der Rechnung, heute kredenzt man uns aber Old-School-Thrash-Metal, der nach mitgeliefertem Promotext und landläufiger Meinung wohl in die Kerbe von Dark Angel, Testament und Anthrax hauen soll. Nach zwei Eps, einem Livealbum (merkwürdige Sache, so ein Livealbum, bevor man überhaupt ein reguläres veröffentlicht hat) und einer Compilation steht Desecrator nun also mit dem Debütalbum in den Startlöchern, und das schlägt mit satten 55 Minuten Laufzeit ganz schön ins Kontor.
Das Album selber knüppelt von den Instrumenten her erst einmal kräftig los, da gibt es wenig zu meckern. Der Genuss geht dann genau so lange, bis Riley Strong am Mikrophon einsetzt. Selbiger Herr Strong war vor seiner Zeit bei Desecrator nämlich Sänger der Gothic/Power Metal Band Catwitch, und das hört man leider auch. Versteht das bitte nicht falsch, das, was er da macht, macht er gut. Es passt nur leider eher weniger in das klangliche Gesamtbild der Scheibe. Auch die Produktion stört mich und wirkt irgendwie nicht voll genug. Zusammen mit dem Gesang entsteht dadurch eine gewisse Divergenz im großen Ganzen und das verleidet einem das Album etwas.
Der Rest ist solide gewirtschafteter Thrash Metal, mit einer leichten Heavy Prise, ein wenig Metallica-feeling und verhältnismäßig abwechslungsreich. Nichts, um mit der Zunge zu schnalzen, aber auch nichts, um die Nase zu rümpfen. Dass man mit „As i die“ eine recht überflüssige Ballade auf dem Album hat, und der Mann am Mikrofon im Song „thrash is a verb“ (fürchterlich alberner Songtitel, aber na gut) zwischendrin erschreckend nach Fred Durst von Limp Bizkit klingt, geschenkt. Kranken tut das Werk an dem, was ich weiter oben beschrieb.
So ist dann der Rausschmeißer „Brainscan“ auch das einzige Lied auf dem Album, das durchgehend dicke Eier hat, auch wenn es in Wirklichkeit gar keine zehn Minuten lang ist, sondern nach fünf Minuten schon in eine zwei-minütige Stille übergeht, bevor dann noch mal ein hidden Track im Rehearsel-Style kommt.
Ich will es kurz machen. Das Album krankt am Gesamteindruck und wirkt irgendwie in sich unschlüssig. Man muss mal sehen, wie sich das auf künftigen Veröffentlichungen entwickeln wird. Bis hier hin reicht es gerade noch für ein M.

Kai B.

XXL WertungM

Tracklist:

1. To the Gallows 05:09
2. Desert for Days 06:09
3. Red Steel Nation 05:10
4. As I Die 04:46
5. Serpent's Return 04:31
6. Hellhound 04:32
7. Thrash Is a Verb 03:40
8. Down to Hell 05:42
9. Brainscan 10:24
10. Balancing on a Blade 05:37

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