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Heresiarch – Death Ordinance

Heresiarch CoverxxlLabel: Dark Descent Records 

Spielzeit: 40:50 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Heute aus der Kategorie „Rumpelpumpel“ haben wir das neuseeländische Krachquintett Heresiarch. Selbige beglücken uns, nach einem Demo und zwei EPs, nun mit ihrem ersten Full Lenght. Die Herren bewegen sich dabei an der schmalen Bruchkante zwischen Death Metal und dem schwer zu fassenden Subgenre Bestial War Metal. Für einige wird es dabei sicherlich zu rumpelig zu Werke gehen, für die Puritaner eventuell aber auch nicht rumpelig genug. Mir persönlich hat die Platte einen Zugang zum War Metal gelegt, den ich vorher nicht bekommen habe.
Nun aber zum Album an sich: Dieses kommt erst einmal mit einem verstörend, martialischem Cover daher, das einem dezent klar macht, dass man es hier nicht mit hoch produzierten Melo-Death Metal zu tun haben wird.
Musikalisch wird das Ganze dann mit dem Track „Consecrating Fire“ eingeleitet, der eher wie ein überlanges Intro wirkt, in dem mit angezogener Handbremse die Atmosphäre verdichtet wird. Ähnlich wie bei einem Gewitter, das sich zusammenbraut, bevor dann beim nächsten Titel „Storming upon Knaves“ die Hölle los bricht.
Allgemein meistern die Kiwis den Spagat zwischen walzenden Passagen und Trommelfeuer recht solide, vor allem schaffen sie es aber, dass auch die schleppenden Sequenzen sehr spannend und intensiv daherkommen. Man merkt der Band deutlich an, dass es eben doch einen himmelweiten Unterschied zwischen „gewollt und nicht gekonnt“ und „ gekonnt,aber nicht gewollt“ gibt. Ungeschliffener Sound und brachiale Klangbilder müssen sich nämlich nicht immer zwangsläufig aus fehlendem Vermögen ergeben und das spürt man hier.
Besonders kann ich da die Stücke „Harbinger“ und die siebenminütige Todeswalze „Desert of Ash“ empfehlen; gerade letzteres Stück steht symbolisch für das organische Chaos der Band. Anders als bei den fast schon Jazz-artigen Chaoseskapaden von isländischen Schwarzwurzlern wie Wormlust oder Sinmara, bricht sich hier grenzenlose Freude an klanglicher Gewalt bahn.

Sicherlich keine leichte Kost, sicherlich nicht für Jedermann. Aber ein Trip, den man sicherlich einmal wagen sollte. Und wie hieß es schon 1987 so schön: „Krieg ist die Hölle, haha!“

Kai B.

XXL WertungL

Tracklist:

1. Consecrating Fire 03:58
2. Storming upon Knaves 03:11
3. Harbinger 04:07
4. Ruination 05:27
5. The Yoke 02:53
6. Iron Harvest 07:00
7. Lupine Epoch 02:00
8. Righteous Upsurgence 04:32
9. Desert of Ash 07:42

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