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Dementia: Dreaming In Monochrome

DementiaLabel: MDD Records

Spielzeit: 54:19 Min.

Genre: Melodic Progressive Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

Die hiesigen Dementia ziehen nunmehr seit 1993 ihre Kreise in der (deutschen) Metal-Szene und legen nun, mittlerweile zum Sextett angewachsen, ihren fünften Longplayer auf die Plattenteller der Republik. Fünf Songs mit einer Gesamtspielzeit von 54:19 Minuten. Es wird also eher episch und progressiv als eingängig und groovy. Dann mal rein ins Getümmel...

Los geht´s mit „Darkness Rising“, welches doomig-melancholisch in My Dying Bride Manier beginnt und dann, unterstrichen von obligatorischen Prog-Orgelklängen an Tempo zulegt. Darüber ein eher heiser röchelnder Gesang von Frontmann Stephan Nowotny. So geht´s dann erst mal schön nach vorne, bis im Mittelteil nette Hippie-Moods, das ganze auflockern. Als Kontrast dazu geht der Gesang von da an brutaler zu Werke.

„Ghosts“ erinnert mich von seiner düsteren Grundstimmung direkt an Opeth. Insgesamt eine härtere Nummer, als der Opener. Trotzdem werden immer wieder „sanfte“ Passagen eingeschoben und bilden einen schönen Kontrast. Im Mittelteil gibt´s keifend kranke Vocals und harmonische Soli. Das Ende findet einen epischen Ausklang. Cool!

„Abyssal Fall“ beginnt wieder melancholischer geht dann aber mächtig ab, erhöht das (gefühlte) Tempo zum ersten mal erheblich und bleibt ziemlich gradlinig insgesamt. Zumindest vom Feeleing her. Natürlich werden immer wieder schöne Variationen eingestreut. In diesem Song finden sich neben den Prog- auch Melodic Death-, Thrash- und sogar Black Metal Anleihen. Und trotzdem bleibt es irgendwie eine straighte Nummer, die einfach bock macht. Mein persönliches Albumhighlight.

„Monologue“ stellt sich eher als Dialog zwischen Clean-Gesang und Growls heraus und wirkt im Vergleich zum vorherigen Song recht sanft. Verträumte Clean-Gitarren und Klargesang im Wechselspiel mit brutaleren Passagen und Growls plus schicken Soli und Orgelspiel im Mittelteil. Dennoch strukturell nachvollziehbar und unterhaltsam.

Den Abschluss bildet der Titelsong der dich durch einen „Alter-Filmprojektor-Sample“ mental erst mal vor eine Kinoleinwand setzt, um dann mit Klavier und Streichern das Kopfkino zu starten. Kurz darauf geht´s dann ein wenig rockiger zu Werke. Das Stück wirkt zunächst wie eine Progversion eines Sentenced Songs, wird dann durch einsetzende Chorgesänge und tragende Keyboards aber in eine andere Richtung gelenkt. Zumindest bis zum einsetzenden Solo, ab dem es wieder härter zur Sache geht. Mit fast 19 Minuten die längste Nummer auf dem Album. Dennoch kurzweilig und unterhaltsam. Wenn auch die Wechsel zwischen den doch unterschiedlichen Elementen hier am deutlichsten auffallen. Aber das ist keineswegs negativ gemeint. Prog eben... ;)

Alles in Allem ein super Album, das mich wirklich positiv überrascht hat. Für Fans von Opeth oder Witherscape absolut zu empfehlen, aber auch jeder andere kann hier getrost ein Ohr riskieren, denn die Songs bleiben immer hörerfreundlich und nachvollziehbar. Mir hat´s Spaß gemacht und ich werde dieser Scheibe mit Sicherheit noch einige Durchläufe gönnen.

Marc N.

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Darkness Rising
2. Ghosts
3. Abyssal Fall
4. Monologue
5. Dreaming In Monochrome

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