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Cyhra - Letters To Myself

Cyhra LettersToMyseltxxlLabel: Spinefarm FI

Spielzeit: 44:02 min.

Genre: Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: 20. Oktober 2017

Wenn Ex-In Flames Gitarrenheld Jesper Strömblad eine neue Band gründet, kann man schon mal hellhörig werden. Wenn dazu ebenfalls Ex Kollege Peter Iwers mit von der Partie ist, und Ex Amarenthe Sänger Jake E den Vocalpart übernehmen soll wird man noch gespannter. Alexander Landenburg von Luca Turilli´s Version der Band Rhapsody sitzt hinter der Schießbude, was eine Kombination. Mit diesen Informationen gewappnet, kann man sich zunächst überhaupt nicht vorstellen wie diese Band klingen mag.

Meine anfängliche Hoffnung, an alte In Flames Glanztaten vor der Waschmachinenbehandlung anzuknüpfen wird aber direkt mit dem ersten, als Single ausgekoppelten Track "Karma", zunichte gemacht. Elektronische Samples leiten den Song ein und ein fast schon an "Clayman" Zeiten erinnerndes Riff klingt an. Aber dann liebe Leute, dann folgen die Vocals. Es ist eine ziemlich seltsame Mischung, die Stimme erinnert ziemlich an Power Metal Bands, eine Kreuzung aus Hammerfall und In Flames?
Zugegebenermaßen ist der Opener ziemlich catchy und wird mit ein wenig Alkohol intus auf der ein oder anderen Tanzfläche sicherlich hervorragend funktionieren.
Was dann folgt ist im Endeffekt nur eine Abwandlung der Eröffnung. Stark poppiger, modern gespielter Metal, der keinem wehtut und sich oft schon fast unangenehm cheesy in die Gehörgänge spielt. Handwerklich ist hier wohl eine Menge Geld in die Produktion geflossen, alles ist auf Hochglanz poliert, es gibt keine Ecken und Kanten. Das macht die Musik seelenlos, austauschbar.

Es ist schwierig das Album zu bewerten, es gibt einige gute Songs, viele Ohrwürmer, dazu aber auch viel zu viele gleichklingende Balladen. Die Band schielt ganz klar auf den großen Erfolg, den Mainstream und die Tanzflächen der Republik. Es hätte viel mehr werden können, doch die Band reiht sich direkt hinter In Flames ein und würde als deren Vorband kaum auffallen. Fans der neueren Ausrichtung der Band sowie den "großen Mainstream Acts" wird die Scheibe allerdings viel Freude bereiten. Ich bleibe dabei, etwas seelenlos, zu viel Popappeal, dennoch eine gut gemachte Sache, die genau weiß was sie sein will.

Sascha Scheibel

XXL WertungM

Tracklist:

01. Karma
02. Heartrage
03. Here To Save You
04. Muted Life
05. Closure
06. Letter To Myself
07. Dark Clarity
08. Holding Your Breath
09. Rescue Ride
10. Black Wings
11. Inside A Lullaby
12. Dead To Me
13. Letters To Myself

Summon - Dark Descent Of Fallen Souls (LP)

SummonxxlLabel: Werewolf Records

Spielzeit: 51:29 min.

Genre: Death/Black/Thrash Metal

Info: /

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Kleine Standortbestimmung zu Beginn: Es handelt sich hier nicht um die Summon aus Portugal, sondern um ihre Namensvettern aus den USA und nein, es ist kein neues Album. Vielmehr handelt es sich um eine Wiederveröffentlichung ihres Debüts "Daek descent of fallen souls" aus dem Jahre 1997, heuer zum ersten Mal auf Vinyl gespachtelt. Ich habe auch gar keine Ahnung, ob die Band überhaupt noch existiert, angeblich soll man sich ja 2010 reformiert haben... Aber egal, schauen wir mal auf die Musik, denn ich denke mal, dass viele weder Band, noch das vorliegende Album wirklich kennen, denn obwohl heutzutage ein gewisser Hype um die Amis besteht, muss ich schon sagen, dass meiner Meinung nach das Album damals nicht so wirklich großen Staub aufgewirbelt hat (zumindest nicht in der Black Metal Szene!), wie teilweise behauptet wird. Das heißt aber keineswegs, dass die Platte schlecht wäre, ganz im Gegenteil! Die Kollegen geben uns nämlich eine herrlich derbe Mischung aus Death mit einigen Prisen Black und einem Hauch Thrash Metal. Das klingt dann im Zusammenspiel erstaunlich gut, schön roh und ungeschliffen, was man Gottseidank auch auf der vorliegenden Vinyl-Wiederverwertung hören kann, denn am Sound wurde wohl nichts bearbeitet. (Finde ich persönlich immer gut!) Diese Mixtur funktioniert auch anno 2017 noch verdammt gut, was ein deutliches Indiz für die Qualität der Mucke ist! Mal eine vernünftige Wiederveröffentlichung, denn a) ist die Musik es wert, nicht in Vergessenheit zu geraten, b) ist sowohl das Original-Album, als auch das Rerelease auf CD von 2002 (Blackened Moon Records) nur schwer (bzw. teuer!) zu bekommen und c) Vinyl ist immer am geilsten!!! Leider fehlt die beim Original ans Outro angehängte Cover-Version von Mayhems "Deathcrush", was sehr schade ist. Trotzdem ein gutes Stück extremer Musik!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Intro / Dark Descent of Fallen Souls 05:49 
2. Enter Into Eternal Oath 02:49
3. Eve of Anti-creation 03:50 
4. Beyond the Gates of Storm 06:43 
5. Necromantic Lust 03:52
6. Midtro 02:54
7. Under the Midnight Shadows 04:20 
8. Silence of Chaos 03:30 
9. Tales of Immortality 03:37 
10. Sorrows of a Moonless Night 06:42

Sorcerer – The Crowning Of The Fire King

sorcerer  The Crowning Of TxxlLabel: Metal Blade Records

Spielzeit: 57:02 min.

Genre: Epic-Doom

Info: Facebook

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VÖ-Datum: 20. Oktober 2017

Epic-Doom-Metal war bis zu dieser Review ein Begriff, unter dem ich eigentlich immer nur die Band Candlemass gespeichert hatte. Aber auch fünf andere, gestandene Musiker aus Schweden haben sich bereits 1988 unter dem Bandnamen Sorcerer zusammen getan, um der Welt diese Form der Musik näher zu bringen. Dabei war der Weg zum aktuellen Album alles andere als geradlinig.
Wie bereits erwähnt formierte sich das Quintett schon 1988, löste sich aber nach zwei Demotapes 1992 wieder auf. Geschlagene 18 Jahre später sammelten sich drei der Gründungsmitglieder zusammen, holten sich noch zwei Gitarristen dazu, und angelten sich dann erst mal einen Deal bei Metal Blade, bevor 2015 mit „In the shadow of the inverted cross“ dann das erste Album der Band aufgenommen wurde.
Dass die Band so früh so einen Plattenvertrag einheimsen konnte ist allerdings wenig verwunderlich, immerhin haben fast alle Musiker schon in großen Bands wie Soilwork, Tiamat oder Therion gespielt, und wer Vitamin B hat, der nutzt das natürlich auch.
Die gesammelte Erfahrung der Musiker spiegelt sich dann natürlich auch in der vorliegenden Scheibe wieder, denn auf „The Crowning Of The Fire King“ erwartet uns großes Kino. Vergleiche mit den Landsleuten von Candlemass sind dabei allerdings kaum von der Hand zu weisen, nicht nur was die Genrewahl angeht, auch der Klang weist große Parallelen auf. Beim Vorgängeralbum sprach man seinerzeit sogar noch von einem direkten Candlemass-Clon.
Epische Melodien, für Doomverhältnisse sogar noch relativ flott, gepaart mit sauberer Produktion, ausladendem Songwriting und einer Stimme zum nieder knien, holen aus den fast 60 Minuten Spielzeit das Optimum an Hörvergnügen heraus.
Natürlich erfinden Sorcerer das Rad nicht neu, und Doompuristen wird das Album sicherlich auch zu schnell und nicht düster genug sein. Nichtsdestotrotz liefern Sorcerer hier eine sehr beachtliche Leistung ab, und wer sich für epische Melodien und Fantasy feeling begeistern kann, dem wird hier einiges geboten.

Kai B.

XXL WertungXL 1

Trackliste:

1. Sirens
2. Ship Of Doom
3. Abandoned By The Gods
4. The Devils Incubus
5. Nattvaka
6. Crimson Cross
7. The Crowning Of The Fire King
8. Unbearable Sorrow

Samael - Hegemony

samael 2017xxlLabel: Napalm Records

Spielzeit: 51:36 min.

Genre: Industrial Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Es gibt viele Bands, die mittlerweile mit dem Sound ihrer Anfänge so überhaupt nichts mehr zu tun haben. Das ist in den meisten Fällen eher nix für mich, nur eine Handvoll Bands haben es geschafft, mich sowohl mit ihrer Gegenwart, als auch mit ihrer Vergangenheit gleichermaßen zufriedenzustellen. Ein Beispiel sind da Behemoth, ein anderes die Eidgenossen von Samael! Ihre ersten drei Alben sind absolut zeitlose Meisterwerke des Black Metals, die ich sehr verehre, aber auch das darauf folgende musikalische Outfit mit den immer mehr in den Vordergrund tretenden Industrial und Elektro-Elementen gefällt mir ziemlich gut. Da war es natürlich eine gute Nachricht, dass die Schweizer endlich "ausse Pötte" gekommen sind und geschlagene sechs Jahre nach "Lux Mundi" ihren neuen Longplayer vorstellen. Und "Hegemony" bietet auch tatsächlich genau das, was sich die Fans gewünscht haben: Gnadenlose Industrial Metal Hymnen, die sogar hier und da noch ein ganz klein wenig die Black Metal Vergangenheit der Band aufflammen lassen. Die Songs schreien förmlich danach die Lautstärke voll aufzudrehen, um die knallharte und klinisch-kalte Atmosphäre angemessen auf sich wirken zu lassen. Ganz besonders sticht für mich dabei "Black supremacy" heraus, der zweifellos ganz flott ein Dauerbrenner in allen Metal-Diskos werden dürfte. Was der Tonträger dagegen so überhaupt nicht zu bieten hat sind irgendwelche Überraschungen. Böse Zungen werden sicherlich schnell lästern, dass Samael hier auf Nummer Sicher gegangen sind. Ich persönlich finde das aber gar nicht dramatisch, wenn eine Band voll und ganz die Erwartungen ihrer Fans bedient, wer will denn auf einem Samael-Album Prog Metal oder Porngrind entdecken? Eben! Ein durch und durch gelungenes Comeback!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Hegemony
2. Samael
3. Angel of Wrath
4. Rite of Renewal
5. Red Planet
6. Black Supremacy
7. Murder or Suicide
8. This World
9. Against All Enemies
10. Land of the Living
11. Dictate of Transparency
12. Helter Skelter
13. Storm of Fire (Bonus Track)

Nyss: Princesse Terre - Three studies of silence and death

Nyss Princesse TerrexxlLabel: Avantgarde Music

Spielzeit: 30:11 min.

Genre: Atmospheric Black Metal

Info: Facebook

HörprobeBandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Nachdem die französische Formation Nyss ganze vier EPs im letzten Jahr veröffentlicht hat, beehren sie uns heuer mit ihrem Debüt-Album. (Wie nett!) Musikalisch geboten wird uns atmosphärisch angehauchter Black Metal, mit einer hohem Monotonie-Schlagseite. (Man stelle sich einfach mal typischen Depri-BM, nur erheblich schneller gespielt vor...). Das Ganze hat durchaus seinen Reiz, gerade weil auch die eingesetzten Keyboards sich nicht zu plakativ vor die anderen Instrumente drängeln, sondern unterstützend im Hintergrund agieren. Durch die bereits angesprochene Monotonie im Songaufbau entwickelt sich einerseits zwar eine durchaus hypnotische Stimmung, andererseits gesellt sich auch Kollege Langeweile nach einer gewissen Zeit dazu. Vielleicht hätte man die drei Songs ein wenig kürzer halten sollen? Insgesamt macht die Scheibe aber einen sehr ordentlichen Eindruck und passt definitiv zum Repertoire von Avantgarde Music, die sich ja gerade in der letzten Zeit recht erfolgreich darum bemühen, Bands unter ihre Fittiche zu nehmen, die sich angenehm vom Mainstream-Einerlei abheben. Gebt Nyss einfach mal eine Chance und hört in "Princesse Terre" rein!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. I 09:05 
2. II 12:17 
3. III 08:49

Sheidim - Infamata

SHEIDIM InfamataxxlLabel: I, Voidhanger

Spielzeit: 27:44 min.

Genre: Black/Death Metal

Info: Facebook

HörprobeBandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Da hat gerade noch die EP von Krossfyre bei mir gedudelt, da stehen doch exakt dieselben Musiker wieder vor der Tür, nur diesmal unter dem Namen Sheidim! Aber es macht schon Sinn, dass man hier unter einem anderen Namen rangiert, denn die Musik von Sheidim ist schon ziemlich anders als die von Krossfyre. Hier regiert nämlich brutaler Black/Death Metal, wobei der Schwerpunkt definitiv beim Black Metal liegt. Geschickt wechselt man immer wieder vom schnellen Prügelpassagen in den Midtempo-Bereich und gerade dort entfaltet sich die tiefschwarze Atmosphäre der Songs am intensivsten. Bösartig, aggressiv und auch ein wenig mysteriös/okkult ist die Stimmung der Platte, damit können die Spanier bei mir punkten! Auch bereitet es den Herren keine Probleme, einen fast neun Minuten langen Song, wie den Rausschmeisser "Sister of sleep" zu zelebrieren, ohne langweilig rüberzukommen, ganz im Gegenteil. Man merkt, dass die Kollegen echte Profis sind, trotzdem aber mit Herzblut bei der Sache sind und damit den Hörer eine knappe halbe Stunde ganz vorzüglich unterhalten!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Infamata (1:36)
2. A Dying Sun (4:32)
3. Underneath (6:11)
4. Wings Of The Reaper (6:23)
5. Sister Of Sleep (8:53)

Krossfyre - Burning Torches

krossfyre xxlLabel: Hells Headbangers

Spielzeit: 19:16 min.

Genre: Death/Black/Thrash Metal

Info: Facebook

HörprobeBandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Was machen spanische Death Metal Musiker, wenn sie mal fünf Minuten Zeit haben und vor Langeweile nicht wissen, wohin mit ihrer Kreativität? Na klar - sie gründen noch 'ne Band! So geschehen im Jahre 2015, als Hoschis aus Bands wie Graveyard, Körgull, the Exterminator, Sheidim (deren neue EP "Infamata" auch in Kürze bei uns besprochen wird!!) und vielen anderen sich zusammengefunden haben und Krossfyre gegründet haben. Nun kommen sie mit ihrer ersten Veröffentlichung um die Ecke und schon ein Blick auf das coole Cover zeigt uns ohne Umschweife, wohin die Reise geht: Es wird dreckig, rumpelig und voll fies! Die Burschen bedienen sich locker/flockig aus Death, Black und Thrash Metal und kloppen aus diesen Zutaten eine feucht/fröhliche Mischung zusammen, die jedem Headbanger, der lieber die alten, als die neuen Venom mag (kann man auch durch Sodom oder Destruction ersetzen...), der wird hier sehr gut unterhalten. Leider dauert der Spaß nicht mal zwanzig Minuten, aber die sind voll in Ordnung. Schmeckt nach mehr!!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

Side A - Burning
1. Krossfyre 00:53 instrumental
2. Fire Solution 03:26
3. Burning Torches 03:58
Side B - Torches
4. Tabellae Defixionum 03:23
5. Black Jaws of Evil 03:01
6. The Great Masturbator 04:35

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