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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsInto Coffin - The Majestic Supremacy Of Cosmic Chaos

Usurpress - Interregnum

usurpress 2018xxlLabel: Agonia Records

Spielzeit: 39:07 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ah, Usurpress. Deren vorherige Veröffentlichung, 'The Regal Tribe' (ich unterdrücke gerade krampfhaft eine weitere Ikea-Anspielung) von 2016, hatte ich dazumal auf dem Seziertisch und für ziemlich gut befunden. Aber lest selbst und kommt anschließend wieder zurück, um an dieser Stelle weiter zu schmökern.

Das vor knapp zwei Monaten erschienene 'Interregnum' stellt Album Nummer vier der Kapelle aus Upsalla dar und weist - wie der Vorgänger - knapp 40 Minuten Spielzeit auf. Wie auf 'The Regal Tribe' präsentiert man hier eine Mixtur verschiedenster Stile, wobei die Band auf dem neuen Output meines Erachtens nach den Bogen teilweise ziemlich überspannt und man schlicht den Eindruck hat, als habe man zu viele Köche auf die eine Köchin losgelassen; es erfordert wahrlich unzählige Durchläufe, um ein halbwegs stimmiges Bild dieses Machwerks zu erhalten (was unter anderem der Grund ist, weshalb diese Rezension derart spät erscheint... und ja, es tut mir leid, aber mit den gewohnten acht bis zehn Hördurchläufen hätte ich diese Scheibe nicht ansatzweise erfassen können).
Ich schreibe es ja sehr ungern, aber ich bin entweder zu blöd für diese Scheibe oder aber trotz all der verschiedenartigen Musik, die ich seit jeher rezipiere, ganz einfach nicht der passende Reviewer; jedenfalls ist mir das Ganze doch leider eine Spur zu außerirdisch. Ist das nun Metal? Ist das Gothic Rock? Ist das Free Jazz? Oder was? Ich würde mich ja nicht einmal beschweren, wenn die Mucke einen gemeinsamen Nenner hätte, aber das hat sie nun eben kaum...

Da das Dargebrachte mich streckenweise dann doch an dieser oder jener Stelle anzusprechen vermag, gebe ich eine salomonische M-Wertung mit einem halben Daumen, zumal ich die Band nach wie vor sehr sympathisch finde. Ich muss allerdings kapitulieren und gebe offen zu, dass ich das Album nicht scheiße finde, ich es aber auch nicht verstehe.

Rippenspieß

XXL WertungL

Tracklisting:

01. A Place In The Pantheon
02. Interregnum
03. In Books Without Pages
04. Late In The 11th Hour
05. Ships Of Black Glass (I: Shards, II: Black Echo)
06. The Iron Gates Will Melt
07. The Vagrant Harlot

Varathron - Patriarchs of Evil

Varathron  Patriarchs of evilLabel: Agonia Records

Spielzeit: 47:06 min.

Genre: Griechen-Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 27. April 2018

Dreißig Jahre sind sie nun schon unterwegs, die legendären Varathron und bringen pünktlich zum Jubiläum einen neuen Longplayer auf den Markt, was ich als langjähriger Wegbegleiter der Band natürlich sehr begrüße! Was ich noch geiler finde: Das neue Album ist ein absoluter Kracher geworden! Das ist Black Metal mit der typischen "Griechenland-Note", wie man ihn besser kaum zelebrieren kann! Die Kollegen haben ja schon so manche Großtat bzw. Klassiker auf dem Kerbholz, aber mit "Patriarchs of evil" setzen sie nochmal Maßstäbe! Diese unvergleichliche Mischung aus Epik, Melodie und okkult aufgeladenem Black Metal wird hier gar meisterhaft umgesetzt. Brutalität und Melodie so miteinander zu verbinden, dass sie eine homogene Einheit eingehen und eine beeindruckende Atmosphäre erschaffen, ist eine große Kunst, die nicht wirklich viele Bands beherrschen, warum dies gerade in Griechenland so vielen Formationen auf hervorragende Weise gelingt, kann ich nicht erklären - nur genießen. Aber zurück zu Varathro! Sie haben es wunderbar geschafft, den Spirit ihrer Frühwerke zu konservieren, sich aber dennoch ganz dezent weiterzuentwickeln, ohne dabei ihren Sound derart zu verändern, wie es zum Beispiel bei ihren Landsmännern von Rotting Christ der Fall ist. Zumeist im Midtempo-Bereich beheimatet, spielen die Musiker ihre ganze Erfahrung aus und kreieren wunderbare Momente zwischen Bosheit und Schönheit über denen stets ein mystisch aufgeladener Hauch liegt. Die Platte ist von Vorne bis Hinten großartig und wer auch nur ansatzweise ein Freund des "Hellas-Black Metals" ist, darf an diesem Werk nicht vorbeigehen!

Christian Hemmer

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. Tenebrous
2. Into the Absurd
3. Luciferian Mystical Awakening
4. Saturnian Sect
5. Remnants of the Dark Testament
6. Hellwitch (Witches Gathering)
7. Orgasmic Nightmares of the Arch Desecrator
8. Ouroboros Dweller (The Dweller of Barathrum)

Pungent Stench - Smut Kingdom

pungent stench coverxxlLabel: Dissonance Productions

Spielzeit: 47:12 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Auch wenn ich zugeben muss, dass ich nach dem "Mondo Bizzare"-Album mit dem Werk der Ösi-Sickos nicht mehr ganz so viel anfangen konnte wie mit ihren grandiosen Frühwerken, habe ich mich doch gefreut, als bekannt wurde, dass es ein neues Album der Herren geben würde. Wobei die Songs schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben, wurden sie doch bereits 2007 erschaffen, hatten aber bislang keine Lust, sich veröffentlichen zu lassen... Nun steht das Werk, welches eigentlich der Nachfolger von "Ampeauty" hätte werden sollen endlich mit ein wenig Verspätung (was sind schon 11 Jahre?) in den Regalen und ich denke, dass alle, die die spätere Phase der Österreicher so richtig dufte fanden, schwer begeistert sein dürften - mir persönlich gefällt das Teil leider nicht ganz so doll. Dabei fängt der Spaß eigentlich ziemlich geil an, denn der Opener "Aztic Holiday" ist ein richtig guter Death'n'Roll Knaller, der sofort im Ohr hängen bleibt. Voll "Groovy Baby" das Teil. Doch so soll es leider nicht weiter gehen. Das hat mitnichten etwas mit fehlender Qualität zu tun, die Kollegen wussten schon immer hervorragend mit ihren Instrumenten umzugehen, nein die musikalische Marschrichtung ist einfach nicht die meine. Denn "Smut kingdom" ist unglaublich abwechslungsreich ausgefallen, neben Death'n'Roll-Stücken gibt es auch Old School Death Metal Zutaten, viele Spielereien und auch ganz verrücktes Zeug (wie zum Beispiel bei den Songs "Brute" oder "Bombshell") Das ist natürlich typisch Pungent Stench, einen feuchten Furz darauf zu geben, was die Erwartungshaltung der Hörer angeht (was ihnen auch hoch anzurechnen ist!), aber es ist einfach nicht meine Baustelle. Das ist für mich zu durcheinander, ohne einen gewissen "Roten Faden" und bei vielen Songs finde ich darüber hinaus einfach keinen richtigen Zugang. Wie gesagt, für Freunde der "späteren" Pungent Stench sicherlich ein fetter Leckerbissen - ich steh' da einfach mehr auf "Been caught buttering" und die "For God your soul..." Scheibe. Trotzdem solltet Ihr die Platte unbedingt antesten, hier spielt der persönliche Geschmack einfach eine sehr große Rolle!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Aztec Holiday
2. Persona Non Grata
3. Devil's Work
4. Brute
5. King Of Smut
6. Suicide Bombshell
7. Opus Dei
8. I Require Death Sentence
9. Me Gonzo
10. Planet Of The Dead

Judaswiege - Ashes Of The Heretic (MC)

JudaswiegexxlLabel: Godz Ov War

Spielzeit: 21:10 min.

Genre: Black Speed Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Mit Judaswiege (benannt nach einem fröhlichen mittelalterlichen Folterinstrument!) hat sich das polnische Qualitätslabel Godz Ov War eine ganz feine Kapelle an Land gezogen. Ursprünglich bereits im letzten Jahr (allerdings nur in einer limitierten Stückzahl von 100 Exemplaren!) erschienen, kommt die Debüt-EP der spanischen Formation nun noch mal in Kassettenform (und natürlich digital!) zu Ehren. Und die knapp zwanzig Minuten haben es echt in sich! Hier wird ein mitreissender kleiner Bastard aus Black, Death und (vor allem) Speed Metal präsentiert, der ordentlich Schmackes hat und sofort begeistert. Eine verdammt coole und treibende Mischung, die natürlich schön räudig und dreckig eingeprügelt wurde und somit einen ganz eigenen Charme versprüht. Zumeist rasend schnell kloppt sich das Duo durch seine Songs und Sänger "Dis" schreit (oder vielmehr "bellt"!) wie ein Bekloppter durch die Gegend - Herrlich! Die EP macht extrem viel Spaß und man kann nur hoffen, dass die beiden Spanier am Ball bleiben und uns zeitnah mit weiteren Glanztaten erfreuen werden. Solange bleibt uns "Ashes of the heretic" und die Repeat-Taste!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Side A
1. In the Name of Terror (Intro) 00:56
2. The Inquisition 04:03
3. The Heretic 04:22
4. The Executioner 03:42
5. Judaswiege 03:33
6. The Mass Grave 04:14
7. The Purificator Fire (Outro) 00:20

Nihil Invocation + Funerary Temple - Occultic longing for the essence (Split)

Nihil Invocation  Funerary TemplexxlLabel: Hatework Propaganda

Spielzeit: 23:01 min.

Genre: Black Doom/Raw Black Metal

Info: Nihil Invocation; Funerary Temple

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Schon lange nichts mehr von Nihil Invocation gehört, nicht wahr? (Höhö) Einen knappen Monat nach dem coolen "The valleys green and journeys mourned" Tonband (Review hier!) haut der Kollege Deathwalker eine neue Split-Kassette mit den Australiern von Funerary Temple raus. Der Amerikaner beginnt dann auch den unheiligen Reigen und bietet mit seinen drei Songs gewohnt hochwertige Kost, nämlich verdammt garstigen LoFi-Black Doom. Dieser kriecht an einigen Stellen sogar noch langsamer als sonst aus den Boxen und bietet wieder eine moderige und brutale Atmosphäre, die ich einfach nur mit viel Freude geniesse! Bei Funerary Temple wird es dann ganz doll undergroundig. (Manche dürften die Australier vielleicht auch schon kennen, haben sie im letzten Jahr doch so einige Tonträger veröffentlicht!) Auf jeden Fall ist der von ihnen gespielte Black Metal sehr räudig und primitiv, leider mit einem (selbst für eine solche Underground Geschichte!) sehr dünnen Spund ausgestattet, was dem eigentlich ziemlich coolen Geprügel ein wenig die Durchschlagskraft nimmt. Dass man es besser machen kann, zeigt ja die A-Seite von Herrn Deathwalker. Der bekommt von mir auch 'ne "XL"-Wertung, die Australier leider nur ein "L", aber da Nihil Invocation einen Song mehr zu bieten hat, schlägt die Gesamtwertung in Richtung "XL" aus. Übrigens: Das Tape ist auf 50 Exemplare limitiert. (Jetzt sind es sogar höchstens noch 49, da meine Kopie heute in der Post war! Besten Dank an Jan-Bernd!!!) Testet auch mal das Label an, der Kollege hat verdammt geiles Underground Zeug im Angebot, das man sonst nirgendwo findet!! Das Tape ist jedenfalls verdammt geiler Stoff für Freunde des LoFi-Black Metals!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Side A
1. Nihil Invocation - Chaotic Forms Absorb Existence 04:32
2. Nihil Invocation - Darkness Entrenches My Being and I Become Whole 04:36
3. Nihil Invocation - Destructive Specters Beckon Steadily 03:39
Side B
4. Funerary Temple - Morbid Coffin Lust 04:25
5. Funerary Temple - Vessels of Blood for... 05:49

Stillborn - Crave for Killing

Stillborn  Crave for killingxxlLabel: Godz Ov War

Spielzeit: 20:19 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Verdammt fleißig sind die polnischen Stillborn, ihr letztes Album "Testimonio de bautismo" (Review hier!) ist knapp zwei Jahre alt, im Januar 2018 gab es 'ne Demo-Compilation und jetzt gibt es mit der EP "Crave for killing" neues Futter, so freut es die Fans. Was diese ebenfalls begrüßen dürften: Es hat sich musikalisch nix verändert, immer noch kloppen sich die Kollegen extrem brutal durch ihre Songs und hinterlassen eine breite Schneise der Zerstörung. Schön, wenn man sich auf Bands verlassen kann und genau das bekommt, was man von ihnen erwartet. In diesem Fall ist das Geprügel bis der Arzt kommt, keine Experimente und keine Überraschungen. Find ich gut! Die Polen bieten uns klassischen Death Metal, mit dem man ja eigentlich nie was falsch machen kann. Nach dem Genuss von "Crave for killing" sind die Ohren lecker durchgepustet, sämtliche Aggression sind abgebaut und man kann sich ganz in Ruhe daran machen, die Möbel wieder aufzubauen, die beim wilden Herumbangen Schaden genommen haben. Manchmal hat so eine gepolsterte Zelle doch sein Vorteile... aber ich schweife ab.
Schöne, brutale und coole EP - verkürzt uns auf angenehme Weise die Wartezeit auf den nächsten Longplayer! Ach ja, die CD ist auf 333 Exemplare limitiert!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. It's a Sinner 03:27 
2. To Be 02:43 
3. Crave for Killing 03:10 
4. Korowód 04:57 
5. Staroświeckość we mnie jest 06:02 

Kingdom - Putrescent remains of the dead ground

Kingdom  PutrescentxxlLabel: Godz Ov War

Spielzeit: 29:40 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Die Abstände zwischen den Alben der polnischen Kingdom (die aus Plock, nicht die Namensvettern aus Andrychów - die heißen ja jetzt auch Mrome!!) werden immer kürzer, was ich persönlich sehr begrüße, denn die Qualität ihrer Musik steigt konsequent von Platte zu Platte! War der Vorgänger "Sepulchral remains of the dead ground" (Godz Ov War - 2016) schon ein verdammt brutales und beeindruckendes Gerät, so setzen die Herren mit ihrem neuen Output nochmal einen drauf! Angetrieben von einem unglaublich dynamischen und kraftvollen Drumming (der Kollege Śliwa hinter dem Schlagzeug ist wirklich atemberaubend talentiert und zertrümmert einfach alles, was das Pech hatte in Reichweite seiner Drumsticks zu kommen! Grandios!!) feuern die Polen eine Breitseite nach der anderen ab und entfesseln einen Death Metal Sturm, der den Hörer hinwegfegt, an die Wand klatscht und total platt macht. Aber auch wenn der Drummer sicherlich das Aushängeschild der Formation ist, so klemmen seine Mitmusiker auch nicht erst seit gestern an ihren Instrumenten und Sänger Lewan haut Growls heraus, als ginge es um sein Leben - extrem cool. Verdammt gut gemachter Old School Death Metal, herrlich brutal, rasend schnell und technisch schwer beeindruckend. Hier kann man als qualitätsbewusster Death Metaller aber mal so gar nichts falsch machen (ausser, sich diese geile Platte nicht zuzulegen!!!)!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Walls of Askalon 03:17 
2. Putrescent Remains 04:50 
3. Grobowiec ludzkości 04:36 
4. Niemy krzyk zagłady 04:02 
5. Black Light to the Rotten Wombs of Disgrace 02:26 
6. Martwa ziemia 03:51 
7. Karma Slayer 02:10 
8. Blashyrkh (Immortal cover) 04:28

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