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With Full Force 2012 - Festivalbericht

wff neueAuf dem Weg, zum Beispiel nach Wacken, wäre das Spiel „wo fahren wohl die anderen Autos alle hin?" ein eher kurzlebiger Zeitvertreib, sind Fahrzeuge sowie Insassen doch immer schon deutlich auf den zuführenden Straßen zu erkennen, nicht so auf dem Weg zum With Full Force. Erst auf der direkten Zufahrtsstraße zum Festivalgelände auf dem Flugplatz Roitzschjora traf man auf weitere Anreisende. Davon dann allerdings nicht gerade wenig und so freuten wir uns sehr über die Klimaanlage im gemieteten Kombi. Vor dem Check-In wollte erst einmal eine dreiviertel Stunde Blechraupe bei knappen 30°C im nachmittäglichen Sonnenschein durchgehalten werden. Immer noch besser als wie letztes Jahr im Sonnabendmorgen einsetzenden Dauerregen durchzuweichen.

Der Check-In selbst lief sehr gut strukturiert und fix ab, dank eines neu eingerichteten Presseparklatzes vor dem Kassencontainer. Auf zum Zeltplatz, dort gleich Programmpunkt kühles Bier angesteuert, ein Zelt zum Aufbauen hatten wir nicht mit, der Kombi sollte genug Schlafplatz bieten. Für einen kurzen Moment machten wir uns schon fast wieder rückfahrbereit, als uns nämlich verkündet wurde, dass am Sonnabend im Pressezelt nicht WFF-Urgestein „Mambo Kurt" auftreten werde. Die Aussicht auf baldiges Essen beruhigte unsere Gemüter dann aber doch einstweilen. Mit etwas Geduld wären Fleisch und Seitan sicher auch auf einem Rost in der Sonne liegend durchgebruzelt, wir bemühten dennoch einen Grill, da wir pünktlich zur Länderspielübertragung auf dem Gelände sein wollten.
Auf das Gelände zu kommen stellte sich jedoch als recht schwieriges Unterfangen dar, der Baggersee in unmittelbarer Nähe zum Flugplatz war merklich gewachsen, das Infield stark verändert aufgebaut und bekannte Eingänge ließen sich zunächst nicht ausmachen. Schließlich gelangten wir zur LED-Leinwand vor der Zeltbühne. Kurzzeitig meinte ich, mein Hirn hätte zu viel Sonne abbekommen, da die Farbeinstellung der Leinwand doch sehr, nun ja, psychedelisch war. Zudem befand sich die Unterkante in geschätzten 1,50 Meter Höhe, was eine uneingeschränkte Sicht auf das Spiel nur bis Reihe fünf ermöglichte. Zum Glück nahmen die zahlreichen Zuschauer in direktem Blick zur Leinwand allesamt artig auf dem Rasen Platz und sagen wir mal so, hätte es für Deutschland etwas zu Jubeln gegeben, wäre der Blick auf den weiteren Spielverlauf nicht mehr möglich gewesen.
Den lauschigen Abend ließen wir bei weiterem kühlem Bier im Schein von Windlichtern in unserem Camp ausklingen, wahrhaftig angenehmer als der letztjährige Dauerregen!

Freitag, 29.06.

Unser Kombi bot, zumindest auf den Vordersitzen, deutlich weniger Komfort als der Golf letztes Jahr, um 6.00 war die Nachtruhe, auch dank des strahlenden Sonnenscheins, beendet. Wir bauten um, Arne legte sich mit Luftmatratze in den Schatten der Fahrertür, ich mich auf die Rückbank - endlich konnten wir uns mal ausstrecken! Schnell noch mit den erst mittags anreisenden Lars und Christian gesprochen, ja, sie werden ein Zelt für uns mitbringen - vielen Dank noch einmal für die spontane Hilfe! Arne machte sich gegen 11.30 auf den Weg zum „Frühshoppen" - Einkaufen auf dem Infield und dabei, mit Glück, einige Schnäppchen abstauben.

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Im kommenden Jahr kann das Quintett aus Ohio bereits auf eine Dekade Bandgeschichte zurückblicken, doch trotz der 2010er Europa-Headliner Tour scheinen sie diesseits des Atlantiks immer noch nicht voll Fuß gefasst zu haben. Den Slot als Opener erfüllten sie mit viel Energie und einem super Sound, womit sich ihnen sicher einige frische Herzen geöffnet haben sollten. Sänger Chance Garnette guckte zeitweise so böse, da verflogen einem glatt alle sommerlichen Wohlgefühle, doch seine scherzhaften Ansagen - „es ist heiß, wir machen es noch heißer" oder auch den Klassiker „was Langsames für die Ladys" im definitiv nicht balladenlastigen Set - machten wieder gute Laune.

Schon vormittags ging ein Gerücht herum, welches zur Mittagszeit Bestätigung fand. Lamb of God - Frontmann Randy Blythe wurde tags zuvor in Prag verhaftet. Da sehr unterschiedliche Informationen über den genauen Hergang der Ursache für die Verhaftung kursieren, sei an dieser Stelle nur so viel gesagt, dass es vor zwei Jahren bei einem Auftritt der Band in Tschechien zu einer Situation kam, in deren Folge eine Person verstarb und in deren Hergang Blythe verwickelt scheint, so wurde er nun bei der erneuten Einreise verhaftet. Überflüssig zu sagen, dass der Auftritt von Lamb of God somit abgesagt wurde, da ein ebenbürtiger Ersatz nicht so schnell zu organisieren war, sollten stattdessen Emmure von der Zelt- auf die Hauptbühne wechseln. Pennywise, welche den Slot vor LoG hatten, schienen ebenso keinen Glückstag erwischt zu haben. Zoli Teglas, der Fronter der Kalifornier, hatte wohl seit geraumer Zeit schon mit Rückenschmerzen zu kämpfen, diese fanden in durch Schmerzen verursachten Zusammenbrüchen während der Show beim WFF ihren traurigen Höhepunkt. Den Titel ihres neuen Albums „All or Nothing" scheinen die Herren sehr ernst zu nehmen. Einen Tag später unterzog sich Teglas einer Bandscheibenoperation und regeneriert sich, laut Facebook-Post der Band, so gut, dass sie vermutlich bereits Mitte Juli beim Aupa Lumbreiras Festival in Spanien wieder auftreten werden. Wir wünschen weiter gute Besserung und bedanken uns für den lange über das Gelände wabernden Ohrwurm „Bro Hymn"!

devildriverAls zweite Band des Freitags sollten DevilDriver ihr „Beast" über die Hauptbühne treiben. Der aufwendige Soundcheck führte bereits zu dieser frühen Tageszeit zu einer mehr als 5minütigen Verspätung, das klingt zunächst nicht dramatisch, bei insgesamt aber nur 15 Minuten veranschlagter Umbauzeit macht das dann doch einen erheblichen Anteil aus. Vor der Bühne erwarteten bereits massig Zuschauer die US-Amerikaner um Dez Farfara. Binnen Sekunden bildeten sich dann nach Konzertbeginn nahezu menschenverachtende Circle Pits, falls die Betreiber damit einen kühlenden Ventilatoreneffekt erzielen wollten, so war dies nicht erfolgreich, tat der energiegeladenen Stimmung aber keinen Abbruch.

Nach den finnischen Melodic-Deathern Insomnium folgten mit Madball auf der Mainstage das erste Mal an diesem Tag eine der für das With Full Force typischen Hardcore Bands, in ihrem Fall eine von der Schule, als noch jeder seine eigene Schiefertafel hatte. Und so ungemütlich wie das Fingernagelkratzen auf eben diesen Tafeln präsentierten sich auch die Urgesteine des N.Y.H.C., legten gleich mit „Get Out" los und trieben die schwitzende Masse durch weitere 40 Minuten Set, welches Lieder aus allen Jahrzehnten der Bandgeschichte umfasste.

Suicide Silence benennen ihren Stil als Deathcore, na gut, kann man musikalisch so stehen lassen. Von der Warte überzeugten die Kalifornier. Das WFF-Programmheft kündigte sie vollmundig als die großen, harten Brüder von Bands á la Bring me the Horizon an, deren Emo-Schine sie nicht führen. Ob Mitch Lucker an diesem Abend nur schlecht bei Stimme war oder sich live stets so krächzend gegen die Instrumentensalven durchzusetzen versucht, vermag ich nicht zu beurteilen, mir jedenfalls hätten sie mit einem anderen Sänger deutlich
besser gefallen.

machine-headAls hätten die Besucher nicht schon genug Hitze gehabt, feuerten die Tages-Headliner Machine Head diverse Feuerfontänen ab, die den Zuschauern auf der Bühnengalerie mit Sicherheit die Nasenhaare versengten. Die Bay-Area-Livemonster gaben aber nicht nur pyromäßig ordentlich Gas, auch sie fanden ein sehr ausgewogenes Set zwischen Hymnen wie „Ten Ton Hammer" und „Old" (zweiter Song) und den neueren Veröffentlichungen von „Unto the Locust", von dem der Eröffner „I Am Hell (Sonata in C#)" stammte, bis zu „Imperium" (dritter Titel) und der „The Blackening"-Hymne „Halo" als vorletztem Lied, das im mittlerweile volljährigen und dennoch weiterhin großartigen und aus tausenden Kehlen mitgegröhlten „Davidian" einen fulminanten Abschluss fand. Die zeitweilig in der Ferne über den Himmel zuckenden Blitze schienen wie Antworten auf die riesigen LED-Suchscheinwerfer die von der Bühne strahlten. Robert „Robb" Flynn hatte zwar mit stimmlichen Problemen zu kämpfen, quälte sich aber aufopfernd durch das Konzert, zählte diverse Lieder auf Deutsch an und erzählte für so eine angeschlagene Stimme doch wie gewohnt viel zwischen den Titeln. Phil Demmel's Polkadot-King-V-Gitarre mutet zu der gespielten Musik ja stets etwas merkwürdig an, seine optische Erscheinung konnte jedoch durch eine frappierende Ähnlichkeit mit Ozzy Osborne an diesem Abend davon ablenken und zog mehrfach verwirrte Blicke auf die Leinwand nach sich.

Schlag Mitternacht eröffneten die Schweden Dark Funeral im Zelt die Knüppelnacht. Erschreckender Weise erwarteten sie nur knapp hundert Leute, doch dies änderte sich nach dem leicht überzogenen Konzertende von Machine Head schlagartig. Unfassbar laut und mit glasklarem Klang schnitt sich das Quintett den Weg in die Köpfe der Zuschauer, die dankten es ihnen begeistert. Neuzuwachs Nachtgarm, der erst seit einem Jahr das Mikro bei Dark Funeral schwingt, hat sich hervorragend in die Band integriert und überzeugte auf ganzer Linie.
Im Anschluss frickelten sich die US-Westküstler Dying Fetus durch die Nacht und forderten dabei vom Publikum gewohnt viel Auffassungsgabe und Mitdenken, um 1.00 nachts kein allzu fruchtbares Unterfangen.

endstilleWenn blutverschmierte Panzersperren die Bühne zieren, das Schlagzeug vor Showbeginn ge- bzw. in diesem Fall entweiht wird, böses Kreischen und schmerzhaft schwere Monotonie dies Szenario untermalt, dann stehen Endstille auf der Bühne. Im Grunde ist die Musik bei ihnen schon stark genug, aber die bluttriefende, düstere Performance unterstreicht diesen unangenehmen Zustand nun mal vortrefflich. Viele Diskussionen lösten sie damit bereits aus, viele, sagen wir mal, Nicht-Fans fanden sich auch dies Mal wieder ein. Seifenblasen pusten und Herzchenballons schwenken war ja noch eine maßvolle Form des Protests, aber wenn Wunderkerzen entzündet werden und diese dann noch brennend gen Bühne geschmissen werden, hört der Spaß auf, weder Zuschauer der vorderen Reihen und noch viel weniger Securities und Presse im Fotograben haben es verdient, die Teile abzubekommen.

Sonnabend, 30.06.

Das leichte Tröpfeln auf das Zeltdach machte deutlich: es durfte auch nach 7.00 noch liegen geblieben werden. Doch nicht allzu lange, schon bald brach die Sonne wieder durch und im Zelt wurde es unerträglich. Auch der Pavillon bot außer Schatten wenig Abkühlung, aber wie gesagt, besser als Dauerregen. Erst einmal Duschen, diese gaben zwar nur rohrkühles Wasser ab und je nach Nutzung der weiteren Kabinen gab es guten bis tröpfelnden Wasserdruck, aber bei dem Wetter störte das niemanden wirklich. Zurück am Camp war man eigentlich schon wieder durchgeschwitzt.

Nachdem Elsterglanz mit ihrer DDR-nostalgischen-Quatschshow wahre Heerscharen zu mobilisieren, zum Feiern und Mitsingen anzuregen vermochten, gab es vor den Excrementory Grindfuckers einen längeren Soundcheck. Am Autogrammstand vom Metal Hammer hatten es sich derweil die Herren von Endstille bequem gemacht, offenbar noch nicht wieder ganz nüchtern oder schon wieder duhn und zeigten viel Freude beim Unterschriftengeben. Einige Mädels entblößten diverse Hautpartien, was den Spaß offenbar noch erhöhte. Tatsächlich waren einige der Autogrammjäger wohl bei der vorherigen Gruppe nicht mehr dran gekommen, bzw. warteten eigentlich auf die nächsten, so gab ein freudestrahlendes Hardcore-Mädchen mit Namen über und über auf dem Körper verschönert zu Protokoll: „Ich wollte eigentlich zu Evergreen Terrace - aber die Band hier ist ja auch ganz cool." Schön, wenn man so flexibel ist.
Schließlich hatten die Excrementory Grindfuckers auch ihren Soundcheck beendet und unterhielten brüllende Menschen bei brüllender Hitze mit ihren eigenwilligen Grindcore-Interpretationen samt Trompete und Blockflöte.

ektomorfEktomorf machten mal auf ganz schön dicke Hose und leisteten sich als Einheizer keinen geringeren als Rex Brown, der sich bereits seit Freitag im Pressebereich vielfach blicken ließ, obwohl seine Band Kill Devil Hill erst Sonntag spielen sollte. Was die Ungarn dann aber wirklich adelte, war die durchgehende Präsenz Browns während des gesamten Konzerts. Ein kleiner Running-Gag hatte sich bereits dadurch entwickelt, dass Ektomorf bekanntermaßen unüberhörbare Parallelen zu Max Cavaleras Soufly aufweisen und viele sich hörbar wunderten, warum Letztere bereits Sonnabend aufspielten. Aber man muss den Thrashern mit Ethno-Einflüssen lassen, dass sie ihre Sache verdammt gut machen und ein hervorragendes Konzert boten, welches auch durch das feiernde Publikum reichlich gewürdigt wurde. Das wiederrum nahm die Band mit ungekünstelter Freude zur Kenntnis.

meshuggahMit ihrem experimentellem Progressiv Metal verzücken die Schweden Meshuggah auf Alben ja gerne einen Großteil der Muckerlandschaft. Ihre schroffe Energie bei Konzerten, gepaart mit den anspruchsvollen Spielweisen überzeugt aber auch ohne dass es nötig ist, jeden Tempo- oder Rhythmuswechsel begeistert zu beklatschen. Umso ärgerlicher, dass ihnen an diesem Tag die Technik zunächst einen Strich durch die Rechnung machte. Gute 1 ½ Lieder lang performte Sänger Jens Kidman wie ein Berserker ohne dass auch nur ein Tönchen seiner Stimme durch die Boxen kam. Als es dann plötzlich doch klappte, das Publikum dementsprechend aufjohlte und die Mittelfinger in Richtung FOH einstellte, schwante ihm und seinen Kollegen wohl Böses. An Stelle ihres Monitormischers wollte wohl bei der verbalen Abreibung keiner sein.

Wie sich herausstellte gab es ein Software-Problem beim Mischpult - schöne neue Technikwelt. Cannibal Corpse donnerten über diese Probleme offenbar ungerührt hinweg. Gewohnt souverän knüppelten sich die Mannen um Bassfrickeler Alex Webster durch ihr Set. Corpsegrinder Fisher röchelte seine Ansagen in die Pausen und das Set umfasste bekannte Hits und neuere Titel. Sehr unterhaltsam.

All Shall Perish nahmen ihrem Publikum im pickepackevollen Zelt auch noch die letzte Luft zum Atmen, Zeit zum Verschnaufen stand nicht im Programm. Ihre große musikalische Bandbreite wird leider nur allzu häufig auf die vorhandenen Hardcore-Elemente reduziert, durch Touren wie die Hell On Earth gelangen sie aus dem Dunstreis dieser Szene kaum heraus, wobei sie bei ihrer Variationsfreude doch durchaus ein breiteres Publikum ansprechen könnten. Aber wohlmöglich muss man schon eine dicke Scheibe Hardcore im Rücken haben, um bei ihren Konzerten zu bestehen. Anschließend gab es mit Wasserschläuchen Abkühlung durch die Ordner - sehr guter Zug!
Deutlich entspannter wurde es danach im Zelt bei The Bones. Die schwedischen Punk'n'Roller verbreiteten vor mäßig viel Publikum unbekümmert gute Laune. Da fiel es auch einigen übriggebliebenen Violent-Dancern schwer, nicht fröhlich mit zu wippen.

hsbDanach schön die Hüften kreisen lassen bei Immortal - macht Fronter Abbath ja auch. Galant die Gitarre zur Seite und den Sack in der beuligen Leggins präsentieren, er darf das. Die Show changiert zwischen diesen albernen Momenten und der harten, einbindenden Musik. Welches Element man auch in den Fokus nimmt, begeistern können die Norweger. Doch auch sie kämpften mit den Soundproblemen, diese zwangen sie sogar zur Unterbrechung des Konzerts. Wirklich ärgerlich.
Vor dem Headliner Heaven Shall Burn wurde die Software neu gestartet, dem Versuch, ihren 2010er Mega-Circle Pit zu überbieten sollte nichts im Weg stehen. Passend zum Bandnamen brannte dann auch wahrlich der Himmel. Zunächst zeigte sich in der Ferne massives Wetterleuchten, aber beim vierten Titel brach dann, wie es schien, der Weltuntergang an. Ein heftiges Unwetter mit Gewitter, Platzregen und orkanartigen Böen ließ den Zuschauern keine Chance noch Unterschlupf zu suchen und so machten die meisten aus der Not eine Tugend und feierten ihre Lokalhelden weiter ab. Bekannte Aufforderungen zu Circle Pits o.ä. unterließ die Band aus gegebenem Anlass, die glitschigen Gummimatten vor der Bühne hätten sicher diverse Verletzungen mit sich gebracht, einige Unermüdliche ließen es sich dennoch nicht nehmen, zu einem neuen Rekord-Pit dürfte es jedoch kaum gereicht haben. Heaven Shall Burn ließen sich trotz klatschnasser Kleidung nicht irritieren und boten entgegen allen Widrigkeiten ein verdammt gutes Konzert, auch wenn ich durch das Donnern der Regentropfen auf meinen Poncho zeitweise nichts mehr von der Musik hören konnte. Zwischenzeitlich wurde bereits der zweistöckige Jägermeisterstand aus Sicherheitsgründen geräumt und vor den Zugaben ging dann auch noch ihre LED-Wand aufgrund des Unwetters kaputt. Das Set wurde dennoch ordnungsgemäß beendet und hinterließ nasse, aber nicht minder glückliche Zuschauer.
Pünktlich zum Feuerwerk hatte sich dann die erste Gewitterfront verzogen und man konnte das bunte Spektakel bei klarem Himmel bewundern.

Es sollte nicht bei diesem Spektakel bleiben. Gegen 1.30 zog die zweite, deutlich heftigere Wetterfront über das Gelände. Binnen Sekunden lagen Bauzäune flach, und standen Wege unter Wasser, die Böen bis Stärke 11 wirbelten Zelte durch die Luft und rissen Pavillons mit sich. Im Sekundentakt gingen Blitze nieder, am schlimmsten traf es einen Longdrinkstand, an dem eine Vielzahl Schutzsuchender Leidtragende eines Blitzeinschlags wurden. Die Bilanz waren 52 Verletzte, 9 davon schwer von denen 3 reanimiert werden mussten. Das Krisenmanagement klappte weitestgehend sehr gut und so konnten alle Verletzten zügig auf umliegende Krankenhäuser verteilt werden. Wir wünschen allen eine baldige Genesung! Die Hauptbühne, insbesondere die Technik dort, wurde ebenso in Mitleidenschaft gezogen wie die Zeltbühne wo die Plane auf mehreren Metern Länge einriss. Beeindruckend, welches Engagement die Securities zeigten. Besonders erwähnt sei hier die Orderin auf unserem Pressezeltplatz, die trotz zierlicher Statur einen umgekippten Bauzaun soweit anhob, dass sich die im Zelt darunter eingeklemmten Menschen aus ihrer misslichen Lage befreien konnten.

Fazit: der diesjährige Umbau des Geländes soll vermutlich im kommenden Jahr wieder rückgängig gemacht werden. Das wäre aus Pressesicht sehr wünschenswert, da beim aktuellen Aufbau im Pressezelt zwischen den Bühnen einfache Gesprächsführungen oder Telefonate zwecks Treffpunktbestimmung wegen der dröhnenden Lautstärke kaum möglich waren. Die bekannte große kulinarische Abwechslung und die zwei Autogrammzelte sind genau wie das weitläufige Gelände jedes Jahr ein großer Pluspunkt des With Full Force. Doch wenn eine so heiße Wetterlage zu so einem Unwetter führt, dann wäre nächstes Jahr der Dauerregen doch willkommener...

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