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Aktuelle Seite: StartseiteKonzert Berichte1. Holsteiner Deathfest, Juki 42 Ahrensburg (05.05.)

1. Holsteiner Deathfest, Juki 42 Ahrensburg (05.05.)

holsteiner deathfestIn der Nähe von Hamburg, mit der Regionalbahn oder der Autobahn leicht zu erreichen findet 2012 zum ersten Mal das Holsteiner Death Fest statt. Die Veranstalter sind selbst Musiker (Slowly Rotten, Plague upon the Ocean) und haben sich mit der Event-erfahrenen Crew von Mosh'n'Roll zusammengtan um dieses eintägige Death Metal-Festival auf die Beine zu stellen.
Bei strahlendem Sonnenschein kommt Sommerfeeling zu dieser frühen Jahreszeit auf und die Besucher strömen zahlreich ins Juki42. Trotz starker Konkurrenz durch das Metal Bash Open Air an diesem Tage ziehen viele Fans die härteren Klänge der insgesamt acht Bands in einer düsteren Halle vor, so dass sich nach und nach gut 170 Besucher in und vor der Halle tummeln.

Vorverkaufsticket gibt es für das Holsteiner Deathfest nicht, stattdessen wird der Kompromiss gemacht, dass der frühe Fan auch das günstigere Ticket erwerben kann. Wer zwischen 15 und 16 Uhr ankommt kann sich nicht nur in Ruhe beim Merch von Morbid Generation und einem kühlen und günstigen Bierchen auf das Festival einstimmen, sondern erhält die Eintrittskarte in Form eines pinkfarbenen Papierbändchens zum Vorverkaufspreis.
Die Lage des Juki42 mitten in der Innenstadt von Ahrensburg hat Vor- und Nachteile. Zelten ist aufgrund der dafür ungünstigen Lage nicht möglich, was viele Fans dazu verleitet in der kalten Nacht im Auto zu nächtigen, dafür jedoch gibt es genug Möglichkeiten in der Innenstadt günstige Nahrung zu erwerben, da das Festival selbst keine eigenen Fressbuden anbietet. Ebenso müssen sich die Fans von Hartalk selbst versorgen, da im Jugendzentrum Juki42 nur Bier ausgeschenkt werden darf. Diese Tatsachen werden jedoch im Vorfeld Publik gemacht, so dass sich jede/r Bedürftige selbst um die Versorgung kümmern kann.

Überpünktlich um kurz vor 16 Uhr steht die erste Band des Abends auf der Ahrensburger Bühne. Asphyxion kommen aus Ribe in Dänemark und haben abgesehen von der grundsätzlichen Death Metal-Ausrichtung so gar nichts mit den Niederländern von Asphyx gemein. Die Dänen sind recht jung, laut deren Facebook-Seite gerade mal im Alter zwischen 16 und 17 Jahren, und wirken aufgrund der im Takt wippenden ähnlichen Frisuren der Jungs auch ein wenig wie eine einem Casting entsprungene Boyband. Man merkt Asphyxion den Spaß an diesem Gig an, auch wenn die Musik vom Publikum eher schwerlich aufgenommen wird. Das Songwriting ist recht einfach und gleichförmig gehalten und der Death Metal der Dänen hat eine starke moderne Ausrichtung, welche sich in Melodien, Hardcore-haltigen Shouts und ab und an in core-lastigen Breakdowns offenbart. Insgesamt bieten Aspyhxion mit ihrer Deathcore-Kreation einen soliden Auftakt für das Holsteiner Deathfest 2012 und werden mit einem anständigen Applaus entlohnt.

Brutale Klänge aus Kiel erklingen nach einer kurzen Umbaupause. Die Musiker von Blackwater sind allesamt in anderen Bands vor dieser aktiv gewesen und genau diese Erfahrung merkt man den Herren auf der Bühne an. Spielfreudig, wild und enthusiastisch spielen die Nordlicher ihr Set. Insbesondere Sänger Fabian zieht dabei alle Blicke auf sich und gestaltet seinen Gesang vielschichtig mit Pig Squeals bis hin zu tiefen Growls und beinahe Black Metal-artigem Gekreische. Die Kieler haben sich auf die Fahnen geschrieben Death und Black Metal zu verbinden und aus beidem das bestmögliche herauszuholen. So ganz funktioniert hat dieses Vorhaben jedoch nicht, denn dazu ist die momentane Mischung viel zu abstrus und macht es einem als Hörer unmöglich den Faden zu behalten und dem Geschehen zu folgen. Entsprechend sind vielerorts verwirrte Gesichter zu sehen. Eine stärkere Fokussierung und ein ausgereifteres Songwriting wären sinnvoll um die Fans abzuholen und zum Mitwippen/-bangen anzuregen. Bleibt abzuwarten was von diesen viel versprechenden Musikern noch zu hören sein wird, momentan kann man sich deren aktuelle EP auf ihrer Homepage: http://www.blackwatermetal.de für umme runterladen und sich damit selbst einen Eindruck verschaffen.

Die nächste Band stammt ebenfalls aus Kiel und nennt sich Plague Opon The Ocean. Mag es ein Gerücht sein oder auch üble Nachrede: Bands mit mehr als zwei Wörtern im Namen kommen aus der -core Ecke. Ausnahmen bestätigen die Regel, wie z.B. die Briten von Man must die, welche sich dem technischen Death Metal verschrieben haben. Im Fall von Plague upon the Ocean trifft dieses Klischee jedoch zu, denn der Death Metal der Kieler ist derart modern inklusive verschiedenartigen Gesangs und heftiger Breakdowns gehalten, dass man ihn als Deathcore bezeichnen kann. Die Band rund um Mitveranstalter Jack Loaf sorgt für ordentlich Stimmung in der kleinen Ahrensburger Halle und zeigt sich verantwortlich für den ersten richtigen Pit des Tages. Man merkt den Jungs und insbesondere Jack Loaf die vorhandene Bühnenerfahrung an, auch wenn dieser Auftritt angeblich der erste der Bandgeschichte sein soll. Wie dem auch sei, diese Kieler haben sich auf dem Holsteiner Deathfest eine ordentliche Fan-Meute erspielt und es bleibt abzuwarten was von diesen Nordlichtern noch zu hören sein wird.

Weniger modern, dafür ordentlich slammig bringen die Husumer von Slowly Rotten rund um Mitveranstalter Kevin ihre Todesbleikreation mit Grind-Elementen an den Mann und die Frau. Sobald die ersten Klänge ertönen ist dies der sehnlich erwartete Startschuss für die Goregrind Mafia, welche aus ihren Löchern zu kriechen scheint und das Juki42 in eine reine Circle Pit-Arena verwandelt. Sänger Kevin gibt alles auf der Bühne und halt die Fans mit passenden Ansagen und treibender Mucke in Schach. Nach einigen eigenen Songs ist das Highlight des Sets eine Cover-Version bei der Jack Loaf spontan mit auf die Bühne geholt wird. ‚Kill your mother, rape your dog' von Dying Fetus ertönt aus diesen beiden mächtigen Sängerkehlen und wird vom Publikum begeistert gefeiert. Der Circle Pit überschlägt sich nahezu und die Temperatur in der kleinen Halle steigt um gefühlte 10 Grad an. Als die Husumer schließlich ihr Set beenden, muss nicht nur die Goregrind Mafia erstmal durchatmen.

Lange währt die Pause jedoch nicht, denn nun schicken sich die Stimmungsgaranten von Dissouled aus Wolfsburg an die Bühne zu betreten. Spaßige Ansagen, eine krude groovige Grindcore-Kreation dargeboten von einer überaus spielfreudigen Band - das ist quasi eine tausendprozentige Garantie für eine fette Party. Genau eine ebensolche zelebrieren die Niedersachsen in Ahrensburg mit den anwesenden Fans. Hightlight ist das Nasum-Cover ‚Inhale/Exhale', aber auch die eigenen Stücke können sich sehen lassen und kommen gut an. Der Circle Pit ist beständig im Gange und überschlägt sich mehrere Male beinahe. Wie so etwas aussieht, ist hier dokumentiert:

Die Fans flippen jedoch nicht nur vor der Bühne ordentlich aus, auch der Platz auf der Bühne wird erobert und derart verteidigt, dass die Musiker ins Publikum flüchten und bildlich als Fans ihrer Fans auftreten - ein wahrer Auftritt to remember, bei dem niemand mehr stillsteht und auch die Filmerin ihre wahre Mühe damit hat. Guckst du hier

Bisher haben die Wolfsburger zwei Alben veröffentlicht und planen diesen Sommer neue Tracks aufzunehmen. Man darf gespannt sein, was dabei herauskommt und weiterhin hoffen, dass die Jungs schnell eine Band finden, mit der sie eine Split-Scheibe aufnehmen können.

Die vorherrschende Stimmung aufzufangen ist für die Berliner von Pighead ein Leichtes. Feinster Brutal Death Metal ertönt im Ahrensburger Juki42, welcher sofort zu einer Fortführung des vorherigen Circle Pits führt. Anfänglich starten diese Jungs mit den ersten Soundproblemen des Tages, diese werden jedoch während des Auftritts schnell nachgebessert, so dass die Fans den Auftritt gut inszeniert genießen können. Die Berliner zeigen sich spielfreudig und bühnenerfahren, was gut ankommt und es ist spürbar, dass viele Zuschauer mit der Band bestens vertraut sind und die gespielten Tracks entsprechend aufnehmen. Ganz frisch im Februar diesen Jahres über Morbid Generation erschienen, haben die Berliner ihr zweites Album namens „Rotten Body Reanimation" im Gepäck und werfen einige Tracks dieses Werks der hungrigen Meute zum Fraß vor. Auch diese Stücke heizen den Pit weiter an und verwandeln das Juki42 in den reinsten Hexenkessel.

Weniger brutal, aber nicht leiser geht es bei den Tschechen von Fleshless zu, welche den Ahrensburger Zuschauern ihre Death/Grind-Kreation zum Fraß vorsetzen. Die Fans schlucken diese Art der Speise brav und verlieren sich erneut in einem tosendem Circle Pit. Fleshless toben seit fast zwanzig Jahren über unseren Planeten und sind entsprechend den meisten Anwesenden gut vertraut. Auf sieben Studioalben können die Tschechen zurückblicken von denen das aktuelle namens „Slaves of the God Machine" 2011 über Metal Age Productions erschien. Entsprechend liegt der Set-Fokus auf dem letzten Werk, aber auch ältere Tracks kommen zum Zuge wie z.B. ‚To Kill for Skin' und werden entsprechend abgefeiert. Mittlerweile ist die Meute vor der Bühne derart aufgeheizt, dass der reine Circle Pit nicht mehr ausreicht und lauthals nach einer Wall of Death verlangt wird. Bei dem Track ‚Muscle Memories' ist es schließlich soweit und die Menge eskaliert völlig. Einige Zuschauer zieht es ängstlich auf die Tribüne oder auf die Treppen zurück, während andere heran rennen und sich mit voller Wucht in die Menge stürzen. Ein besseres Feedback kann es für eine Band nicht geben und die Tschechen zeigen sich entsprechend begeistert und spielen sogar noch eine Zugabe. Ein überaus gelungener Auftritt der Tschechen, die sich hierzulande viel zu selten
blicken lassen.

Nach Fleshless zeigt sich der ebenfalls aus Tschechien stammende Headliner auf der Bühne des Juki42. Die Recken rund um den imposanten Frontmann Paul Speckmann blicken auf eine beinahe dreißigjährige Bandgeschichte und insgesamt elf Studioalben zurück. Das neueste Werk wird Anfang Juli 2012 über Pulverised Records erscheinen. Auf dem Holsteiner Deathfest wird mit ‚Remove the Knife' bereits ein kleiner Ausblick auf das kommende Werk gegeben. Ansonsten zeigt sich das Set bunt gemischt über die Historie der Band und heizt den Pit erneut an. Auffällig ist jedoch, dass das Publikum wie ausgewechselt ist, haben zuvor noch die Fans rund um die Goregrind Mafia das Bild vor der Bühne mit Circle Pits beherrscht, haben sich diese Fans in die hinteren Reihen verzogen oder auch zum Teil schon auf den Heimweg gemacht. Die Meute vor der Bühne ist älter als vorher und das wilde im Kreisrennen wird von ungebremsten Headbangen abgelöst. Der druckvolle Sound lässt den Funken leicht auf die Menge überspringen und schier ganz Ahrensburg ist am Bangen, als Paule und seine Mannen ihren Auftritt bestreiten. Aber nicht nur Paul setzt sich gut in Szene, auch seine Bandkollegen glänzen mit feinen Solis. Insbesondere Drummer Zdeněk Pradlovský bekommt die nötige Zeit, um sich an den Drums ordentlich auszutoben. Eigentlich soll das Set pünktlich um Mitternacht enden, Master denken jedoch gar nicht dran so früh aufzuhören und spielen mit einem freundlichen Wink an die Polizei locker noch fünfzehn Minuten länger als angekündigt. Den meisten Fans fällt das erst auf, als sie nach dem Auftritt aus der Halle stürmen und feststellen, dass sie die letzte Bahn nach Hamburg nicht mehr erwischen können und die nächste erst zwei Stunden später fährt. Zwar gibt es nach dem Abbau der Instrumente noch eine Aftershow-Party im Juki42 mit Musik vom Band, so ganz glücklich sind jedoch nicht alle Fans - denn viele hatten sich vorgenommen anschließend noch den Hamburger Kiez unsicher zu machen oder einfach nur ins Bett zu fallen.

Setlist Master

Master
Shoot To Kill
Slaves To Society
Judgement Of Will
Submerged In Sin
Smile As You're told
Unknown Soldier
Funeral Bitch
Remove The Knife
Cut Thru The Filth
Special Skills
Pay To Die

Wie dem auch sei, wie Mitveranstalter Kevin berichtet geht die Aftershow-Party in Ahrensburg noch bis halb sieben Uhr morgens in der Frühe und neben Einheimischen sind einige Gäste von weiter weg extra zum HDF angereist. Das Holsteiner Deathfest ist ebenso wie das Sickfest in Dänemark und ein paar weitere kleinere Festivals als Ersatz für das Death Feast gedacht, welches seit 2012 durch das Extremefest von Rock The Nation ersetzt wird.
Dass das HDF jedoch weit mehr als nur ein Lückenfüller ist hat bereits die erste Auflage des perfekt organisierten Events gezeigt und auch die vielen Bandbewerbungen für 2013 sprechen eine deutliche Sprache. Bis zum 31.Oktober können sich Bands noch unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für das Festival bewerben. Als Fazit dieses überaus gelungenen Tages lässt sich noch sagen: No sleep till HDF 2013!

Wiebke Hörmann
http://www.facebook.com/HolsteinerDeathFest

Die Bilder vom Festival findet ihr hier

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