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Aktuelle Seite: StartseiteKonzert BerichteWolves Like Us & Junius in Hamburg / Hafenklang (02. Mai 2012)

Wolves Like Us & Junius in Hamburg / Hafenklang (02. Mai 2012)

wolves tour

Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Mit ihrem formidablen Erstlingswerk „Late Love" zogen Wolves Like Us bereits zwei Mal als Support Act (erst mit den Swing Kids, dann mit Kvelertak) durch die Lande. Nun haben sich die vier Osloer Wölfe mit ihren Prosthetic Records Labelkollegen Junius für eine Co-Headliner Tour zusammengerauft, um die Früchte ihrer vorangegangenen Supporttouren zu ernten.

 

Knapp 90 Nasen verliefen sich an diesem frühlingshaften Mittwochabend ins Hamburger Hafenklang, um possierliche Karohemden- und Bartträger in Personalunion in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Ein immerhin guter Tourdurchschnitt, wie WLU Gitarrist Espen Helvig nach dem Konzert zufrieden feststellte. Mit mehr Besuchern konnte auch nicht wirklich gerechnet werden, da a) in der Hansestadt der geschmackssichere Konzertgänger in der letzter Zeit mit reichlich duften Konzerten verwöhnt wird und b) beide Kapellen aus den Insider Kreisen noch nicht unbedingt ausgebrochen sind.

Pünktlich zum Einlass bat der lokale Opener The Sons Of Howie Munson zum Tanz. Kein schlechter Einstieg, denn der Southern Rock der Jungs, der entfernt an eine blusige Mischung aus Down, etwas Backyard Babies und Zodiac (in wenigen Wochen erscheint übrigens deren starkes Debütalbum) erinnert, konnte schon den einen oder andern Anwesenden dazu verleiten, die Bierflasche in die Höhe zu reißen und zumindest die Füße im Takt zu bewegen. Musikalisch für mich durchaus ansprechend, allerdings sollten die Jungs um Matthias Diercks etwas an ihrer Optik arbeiten. Zum Southern Rock Sound der Hamburger wären Vollbärte und Bierbäuche um einiges authentischer als Seitenscheitel und ausgelatschte Vans. Aber das tut ja eigentlich nix zur Sache...

wolves hamburgZumindest optisch voll auf Zack und passend zur Musik präsentierten sich danach die norwegischen Wölfe, die landesuntypisch (nicht jeder Norweger spielt Black Metal!) in Karohemden und manchmal viel zu engen Jeans bekleidet und mit coolen Bärten gesegnet sind. Schon beim Opener „Burn Like A Paper Rose" zeichnete sich ab, dass die Wölfe langsam aber sicher eine kleine Fanbase aufgebaut haben (nach vier Gigs in der Hansestadt in 1 ½ Jahren auch kein Wunder...) und heute ein relativ leichtes Spielen haben sollten. Doch wie es leider manchmal so ist, spielte die Technik den Jungs Anfangs übel mit (beide Gitarren fielen zeitgleich aus) und auch die Stimme von Fronter Lars verabschiedete sich nach dem Mini Bandhit „Secret Handshakes" ziemlich schnell ins Nirwana. Der gute Mann hat sich auf der Tour eine fiese Halsentzündung zugezogen und musste einen Tag zuvor in Wiesbaden sogar komplett auf seine Stimme Verzichten. Einige Crewmitglieder sowie Gitarrist Espen mussten für Lars in die Presche springen und den Gig retten. In Hamburg wiederum hielt sein Stimmchen immerhin drei Songs respektabel durch und quälte sich danach mehr schlecht als recht durch die verblieben 25 Minuten Spielzeit. Ziemlich angefressen vom Versagen der Stimme trat der ansonsten recht ruhige Zeitgenosse sogar einen auf der Bühnen platzierten Bierkasten platt. Man könnte annehmen, dass der Mann ziemlich froh ist, dass die Tour in Hamburg in die Zielgerade einlief.
Während die Wölfe ihren letzten Song spielten, enterten die Musiker von Junius die Bühne und bauten mitten im Song das Schlagzeug ab und versuchten selbiges vor der Bühne wieder aufzubauen. Die WLU Gitarrenfront machte den Spaß mit und spielten den Track im Publikum weiter. Sah lustig aus, aber den Jungs tat die Aktion wohl selber schnell wieder leid, weil das besagte Drumset für den Junius Auftritt wieder auf seinen vorgesehen Platz sein wollte.

wolves hamburg 1Wie im Vorfeld vereinbart, wechselten beide Bands jeweils die Headliner Position und so oblag den Bostener Jungs von Junius diesen Abend und auch diese Tour zu beenden. Ich muss zugeben, dass mich deren aktueller Output „Reports from the Threshold of Death" in der heimischen Anlage nicht so richtig überzeugt hat. Irgendwie waren mir die Klänge immer zu sphärisch, zu gleichförmig, vielleicht auch zu langsam und auf alle Fälle immer etwas zu 80iger. In der Livesituation funktioniert dieser Cocktail aus sphärischen Klängen, dezenten 80iger Goth und harten Riffs aber durchaus vorzüglich und vor allem brachialisch. Wahrscheinlich auch deshalb, weil das Auftreten und das Gesamtbild der nicht-so-ganz-Post-Rocker an sich 100%ig stimmig ist und sich komplett vom Gig der Norweger unterscheidet. Sänger, Gitarrist und Ideengeben Joseph E. Martinez zog es vor, den gesamten Auftritt mit einer übergespülten schwarzen Hoodiekapuze angestrengt auf der Bühne zu stehen und nur wenige Male seine Blicke ins Publikum zu werfen. Naja, Künstlertyp halt. Ansagen? Fehlanzeige. Wozu auch, wenn die Musik von Junius 100%ig stimmig ist und auch ohne Firlefanz funktioniert. Ja, Junius wirken auf Dauer etwas monoton und gleichförmig, aber dennoch konnten Martinez und Co. die immer noch knapp 90 Anwesenden völlig in ihren Bann ziehen. Das konnte selbst der grottenschlechte Sound im Hafenklang nicht verhindern.

Zum Ende hin kletterten alle Band- und Crewmitglieder (wir erinnern uns: letzter Tourtag!) in schwarzen Kapus gehüllt und bewaffnet mit nicht angeschlossenen Gitarren die Bühne und zelebrierten den letzten Song des Abends ausgiebig. Selbst die Frohnatur Joseph E. Martinez musste über den Gag seiner Kollegen zumindest schmunzeln.

Insgesamt ein gelungener Konzertabend mit zwei sehr unterschiedlichen Bands aus dem Prosthetic Records Stall, bei dem auch die Merch Preise sich im geldbeutelfreundlichem (T-Shirts gab es für 12€; CDs wechselten für schmale 10 € den Besitzer) Rahmen bewegten.

Sven Meier

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