| No Mercy Festival in Hamburg, 4.4.2007 |
| Geschrieben von: Sven Meier |
| Donnerstag, den 18. Februar 2010 um 22:05 Uhr |
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Dennoch Grund genug, das XXL-ROCK Rike und icke den Weg nach Hamburg angetreten sind, um uns den Ohrenschmalz mal wieder so richtig durchblasen zu lassen. Den Anfang machte zu einer unchristlichen Uhrzeit Root aus der Tschechei, die mir bis dato komplett unbekannt waren. Viel verpasst hatte ich anscheinend nicht, da deren Old School Black Metal sehr belanglos und irgendwie auch nervig war. Lustig anzusehen war allerdings deren Sänger, der mit seinen ca. 50 Jahren und seiner (aufgemalten) Gesichtstätowierung ein Blickpunkt war. Homepage Erstes Highlight des Abends waren Dew-Scented, die mit ihrem neuem Album „Incinerate“ schon mächtig punkten konnten und bei den No Mercy Festivals ihren Ruf als deutsche (bessere?) Antwort auf Slayer und The Haunted festigen konnte. Die Markthalle war bei den Norddeutschen zwar immer noch beängstigend mager gefüllt, aber die ersten Banger und ein kleiner, aber feiner Moshpit fanden den Weg in die ersten Reihen. Die Musiker um Sänger Leif Jansen entfachten ein wahres Thrash Metal Feuerwerk, was zum größten Teil aus den Songs der letzten 3 Alben sowie dem erst seit 5 Tagen erhältlichen „Incinerate“-Album. Besonders der Opener „Vanish Away“ und „That´s Why I Despise You“ gehen live mächtig ab wie ein geöltes Zäpfen. Neu Drummer Andreas Jechow, der erst seit ein paar Wochen fest im Dew-Scented Sattel sitzt, überzeugte bei seiner Hamburg Premiere zu 100% und macht seinen (wahrlich nicht schlechten) Vorgänger Uwe fast schon vergessen.Ein starker Auftritt, der Bock auf das Machine Head Konzert am 13.06. im Docks macht, bei dem sich Dew-Scented zusammen mit As I Lay Dying die Rollen der Vortruppen geschnappt haben. Homepage Was dann Behemoth aus Polen abgezogen haben, war eine Lehrstunde (auch wenn sie nur knapp 40Minuten dauerte ) in Sachen schwarz angehauchten, technischen Death Metal. Gleich der Opener „Demigod“ vom gleichnamigen Album machte deutlich, das die ständigen Vergleiche mit Morbid Angel nicht mehr angebracht sind. Behemoth gehört die Zukunft und die morbiden Engel können einpacken! Mit einer unglaublichen Leichtigkeit versohlten die Polen das Hamburger Publikum den Popo. Nicht nur der Verfasser dieser Zeilen stand mit offenem Mund vor der Bühne, sondern auch die berühmt-berüchtigte Hamburger Musikerpolizei. Technisch auf allerhöchsten Niveau, rassendschnell und verdammt intensiv! Sänger Nergal und seine drei Spießgesellen drückten mit ihrem komplexen Sound quasi alles in Grund und Boden. und Hammer! Über das Corpsepaint von Behometh lässt sich sicherlich streiten (ich finde es immer wieder lächerlich, wenn Bands, die abseits der Bühne eigentlich recht nett und umgänglich sind, sich aber für den Auftritt Super-evil abpinseln müssen), bereichert den Gig aber um einiges. Auch wenn es manchen lächerlich erscheint, aber das ständige, kollektive Propeller-Bangen von Behemoth wirkt höchst beeindruckend, wie auch der gesamte Auftritt. Achja, einen neuen Song spendierten uns die Polen auch noch und der macht ordentlich Hunger auf „The Apostasy“, welches im Juli diesen Jahres erscheinen soll. Homepage Nach diesem Inferno und einer kurzen Umbaupause folgte auch schon der heimliche Headliner des Abends, Napalm Death! Die sympathischen Chaoten aus England sind live einfach Hölle! Nachdem ich Napalm Death bislang nur auf Festivals sah, erlebte ich die Truppe endlich mal in der Halle. Auch wenn Ohren und Gemüt von den drei Vorbands schon angewärmt bis aufgeheizt worden, brachen Napalm Death trotzdem wie ein tosender Orkan über Hamburg herein. Laut, sehr laut, kompromisslos hart, verdammt schnell und ohne Pause (Rike verlies nach knapp 20 Minuten fluchtartig den Ort des Geschehens. Death/Grind Metal ist einfach nichts für Frauen, höhö) lärmten sich die englischen Death/Grind-Veteranen durch ihr knapp einstündiges Set. Dass hier nicht musikalische Feinheiten oder technische Höchstleistungen, sondern Intensität und Atmosphäre im Vordergrund standen, zeigten die euphorischen Reaktionen der Fans.Schade nur, dass kein Kommentar seitens Frontikone Barney Greenway zum Tode des langjährigen Gitarristen Jesse Pintado im letzen Jahr kam. Immerhin gehörte der Gute 15 Jahre lang zur Band! Höhepunkte (zumindest für mich) waren die neuen Songs des immer noch aktuellen Werkes „Smear Campaign“. Homepage Tja, da denkt man nix böses, sitzt nach dem Napalm Death Auftritt bei einem gemütlichen Bierchen (zufällig) neben den Musikern von Dew-Scented als deren Gitarrist Flo Müller plötzlich ganz Hecktisch wurde. Ein unscheinbar Aussehender Geselle bewegte sich grad durch den Vorraum der Halle, es war niemand geringeres als Billy Gould, Ex-Basser von Faith No More, der grad mit seiner neuen Truppe, den deutschen Harmful, auf Tour ist und einen Tag zuvor in Hamburg spielte. Natürlich bot Rike sich an, ein schickes Erinnerungsfoto für den Dew-Scented Klampfer zu knipsen. Kurz nach 23Uhr begann das Trauerspiel der Frauenversteher von Moonspell. Die Halle hat sich bis auf ein paar nett ansehende Gothic-Mädels und ca. 200 weiteren verwegenen Gestalten merklich geleert. Die Portugiesen taten mir echt leid, als sie zu den klängen des Intos „In Memoriam“ auf die Bühne mussten. Aber Moonspell machten gute Mine zum bitterbösen Spiel, ließen sich nicht demotivieren und legten sich dennoch mächtig ins Zeug. Der „Memorial“ Doppelschlag „Finiserra“ und „Memento Mori“ fand noch ordentlich Anklang bei den verbliebenen Fans, aber komischerweise schon beim dritten (und besten der Band) Song „Opium“ konnten Moonspell die Leute vor der Bühne nicht mehr in Wallung bringen. Tja, Mädels, die besten Zeiten liegen wohl schon lange zurück. Für Moonspell wäre es sicherlich günstiger, wenn sie im laufe der Tour den Headlinerstatus an Napalm Death abgeben würden. Aber eines faszinierte mich an Moonspell immer wieder: Warum haben der Keyboarder Pedro und der Klampfer Ricardo synchron IMMER die gleiche Frisur?? Entweder haben beide immer ´ne schnicke Kurzhaarfrisur, halblang oder ganz lang….Diese Frage gilt es zu beantworten und werde mir Moonspell alleine deswegen schon noch mal in Wacken antun ![]() Homepage |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. Februar 2010 um 22:12 Uhr |