| Volbeat – 12.9.2007 Hamburg |
| Geschrieben von: Sven Meier |
| Donnerstag, den 18. Februar 2010 um 21:59 Uhr |
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Volbeat waren mal wieder in Hamburg zu Gast und die Dänen kann man sich, ähnlich wie die Kollegen von Hatesphere, nicht satt sehen. Nach einer grandiosen Tour im Frühjahr durch kleineren Clubs und den Erfolgreichen Shows auf den Sommerfestivals zogen Volbeat erneut als Headliner los, um nun in größeren Hallen zu rocken. Trotz leichter „Volbeat-Überpräsenz“... im Sommer musste die XXL Rock Fraktion (dieses Mal leider nur durch Rike und den Schreiberling vertreten. Die ChiliPam musste/durfte/sollte Arbeiten) auch in der Markthalle dabei sein. Denn gute Laune ist bei Volbeat immer angesagt und davon kann man schließlich nie genug bekommen.Die Dänen scheinen auch in Deutschland immer beliebter zu werden. Die Leute standen vor dem Einlass in der Markthalle mal wieder schon Schlange und somit verpassten wir den Anfang der ersten Vorband namens Fire. Tja, nicht weiter wild. So unoriginell der Bandname ist, so ist auch die Musik. Denn bis auf die Tatsache, das der Sänger schönes Haar hat und die Band durch ein nettes Instrumental kurzfristig ein paar Aha-Erlebnisse hatte, konnten Fire kaum Akzente setzen. Die in der Minderzahl vertretene Kuttenfraktion vor der Bühne konnte aber mit der Mischung aus Maiden/Möterhead/Biertrinkermusik durchaus was anfangen. Nett, aber nicht wirklich wichtig. Ganz anders bei der nun folgenden Band Waxy aus den US of A. Exzentrisch, Eigenwillig und vor alle eine Klasse für sich. Waxy sind zwar nur im weitesten Sinne dem Metal Gerne zuzuordnen, hatten anfangs aber eine unglaubliche Dynamik an den Tag gelegt, das mir fast das Astra aus der Hand fiel. In der klassischen dreier Besetzung zockten die Amis eine coole Mischung aus Alternativ, Indi, Blues und natürlich Rock. Einige Stücke waren zwar bedenklich Grenzwertig und manchmal zu sehr auf Blues getrimmt, aber im ganzen eine gelungene Überraschung. Allerdings war ein grossteil des Hamburger Publikums nicht offen genug für Waxy. Schon nach 2 Songs wurden die Amis mitVolbeat Sprechchören und Pfiffen bombardiert. Zum Ende des Sets übertönten die Pfiffe sogar fast die Musik. So etwas habe ich in Hamburg bei keinem Konzert erlebt. Diese Ignoranz war mir unglaublich peinlich und dieses Verhalten hat eine Band wie Waxy, die nur ihr Eigenes Ding durchziehen wollen, im Leben nicht verdient. Nach einer dreiviertel Stunde verließen Waxy ohne Worte die Bühne und Sänger Robin war sichtlich angefressen. Uns tat der Dreier jedenfalls derbe leid. Nach der Show wechselten wir noch kurz mit dem Sänger ein paar nette Worte und Rike bekam einen coolen Aufkleber geschenkt. Ein netter, aber auch schräger Vogel… Dann endlich bekam das Volk vor der Bühne das, was es wollte! Das altbekannte Intro ertönte und unter lautem Jubel betraten die Dänen die legendäre Markthallenbühne. Der Eröffnungsdoppelschlag „The Human Instrument“ und „Mr. & Mrs. Ness“ waren genau das richtige, um den Stress und Ärger vom Arbeitstag vergessen zu machen. Die Band wirkte noch ausgelassener und grinste beim Anblick der fast ausverkauften Halle von einem Ohr zum nächsten. Besonders Babybeat, ähm Thomas Bredahl und Chef Michael Poulsen freuten sich wie die kleinen Kinder und konnten ihr Glück kaum fassen. Im Grunde gibt es bei Volbeat nur zwei Arten von Songs: Hits und Überhits. Wahrlich jeder Song wurde von den anwesenden Fans lauthals mitgesungen. Highlights waren zumindest für mich das göttliche „Monster Rebel“, „Sad Man Tongue“ und das coole „A Moment Forever“. Als willkommene Abwechslung holte Sänger Michael Poulsen bei „Alway, wu“ drei Fans auf die Bühne, die die Melodie im Refrain trällern sollten. Coole Geste und ein ausbrechen aus der Routine, die Volbeat leider auf der Bühne etwas zur Schau stellen. Nach fünf Gigs, die ich von den Dänen in einem Jahr gesehen habe ist das alles nicht mehr spannend. Aber der Enthusiasmus seitens der Band und die Freude im Gesicht von Michael zu sehen, macht das alles wieder wett. Nach dem coolen Cover „I only wanna be with you“ (mit Mechandiser Rasmuss an der Gitarre und geilem Grunzer vom Chef) divte Michael schön in die Menge und ließ sich treiben. Auch das ist Fannähe Zum Ende gab es den obligatorischen Rausschmeißer „The Garden´s Tale“ (mit Voltech Christian an der Akustischen Klampfe) und ausnahmslos alle Anwesenden sangen den Song mit. 90 Minuten Spielzeit geht für einen Headliner der erst zwei Alben auf den Markt hat vollkommen in Ordnung und durch den relativ günstigen Eintrittspreis von knapp 15€ war es kein Wunder, das die Markthalle fast ausverkauft war. Ich frage mich nur, wie groß die Band noch werden soll. Aber solange die Dänen auf den Boden bleiben und weiterhin so sympathisch wirken, gönne ich Volbeat nur das Beste. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. Februar 2010 um 22:14 Uhr |