Surface Record Releaseparty

10.12. haus der jugend stellingen  surface nucleator und barateon10.12. Haus der Jugend, Stellingen – Surface, Nucleator und Barateon

Am 10.12. bringen gleich drei norddeutsche Bands das Haus der Jugend in Stellingen zum Beben. Angesetzt für diesen Abend ist die Releaseparty des Erstlingswerks der Hamburger Band namens Surface. Als Unterstützung haben sich die Jungs die Pagan Metal-ler von Barateon und die Oldenburger Thrasher von Nucleator mit ins Boot geholt.

Ursprünglich sind Tragic Cause für diesen Abend geplant, aber aufgrund spontaner Absage der Band besetzen Nucleator diesen Slot, die bereits am Tag zuvor mit Surface in Friesland gespielt haben. Etwa 100 Fans, Angehörige und Freunde der Band haben an diesem Abend den Weg nach Stellingen gefunden.

 

Ursprünglich ist der Beginn des Konzerts für 18.30 Uhr angesetzt, jedoch verschiebt sich dieser um beinahe eine Stunde. Diese Tatsache stört jedoch kaum jemanden, lediglich ein paar sehr früh angekommene Fans zittern vor der Tür der Halle. An diesem Tag zeigt sich der Winter von seiner besten Seite und untermalt das Konzert mit eisigen Temperaturen, leichtem Glatteis und Schnee. Nichts desto trotz hat sich eine ordentliche Zuschauerschar eingefunden, als die Pagan Metal-ler von Barateon die Bühne betreten.

Die noch recht junge Band aus Buxtehude/Hamburg gibt an diesem Abend ihren allerersten Live-Auftritt und die Nervosität ist den Jungs deutlich anzumerken. Anfangs recht unsicher und steif wird die Show im Laufe des Auftritts immer lebendiger. Der anwesende Fan-Club dankt es Barateon und zeigt sich headbangend vor der Bühne.

Lyrisch dreht es bei der Band um pagane Thematiken, musikalisch vermischt sich Black Metal-lischer Gesang mit Clean Vocals und die Mixtur kommt ohne Keys oder folkige Instrumente aus.

Typisch für einen recht unbekannten Opener verläuft sich ein guter Teil des Publikums an den Bierstand, nach draußen vor die Halle oder in den Vorraum des Haus der Jugend. Dennoch hinterlassen Barateon einen bleibenden Eindruck und man darf gespannt sein auf die weitere Entwicklung der Band.

nucleator.pic1Die Akustik ist in dem kleinen, beinahe ein wenig an eine Schulturnhalle erinnernden, Raum überraschend gut. Die zweite Band des Abends scheint jedoch ihre Probleme mit dem Sound in der kleinen Halle zu haben. Der Soundcheck der Thrasher von Nucleator zieht sich über eine gefühlte Ewigkeit hin. Als schließlich die ersten Töne von ‚Napalm’ erklingen füllt sich der Raum zusehends. Routiniert, aber dennoch spielfreudig ziehen die Oldenburger die Zuschauer in ihren Bann. Oldschool Thrash Metal gewürzt mit leichtem Death Metal-Einfluss, welcher insbesondere dem Gesang entstammt, zeigt seine Wirkung. Schnell sammeln sich die ersten Headbanger vor der Bühne und sogar so etwas wie ein kleiner Moshpit entsteht. Stücke wie ‚Hours of War’, aber auch ruhigere Stücke wie ‚Endless Nightmare’ werden ordentlich gefeiert. Als Bonbon des Abends haben Nucleator zwei bisher unveröffentlichte Stücke ihres bald erscheinenden Albums mitgebracht. Die Jungs haben nach ihrer selbst veröffentlichten EP „Hours of War“ bei Human to Dust Records unterschrieben und arbeiten fleißig an ihrem Erstling. An diesem Abend gibt es das Titelstück ‚Home is where war is’ und ‚Operation Termination’ auf die Ohren. Ordentlich thrashig kommen auch die neuen Tracks gut an und machen Lust auf mehr. Die Zugabewünsche des Publikums konnten Nucleator aus Zeitgründen (um 23 Uhr musste Feierabend sein, aufgrund der Lage des Clubs in einem Wohngebiet) nicht mehr geben.

Nach einer im Vergleich recht kurzen Umbaupause betreten die Headliner des Abends die Bühne. Surface stellen ihr Debütalbum „Where the gods divide“  vor und treten unter dem Banner ihres „Olympic Death und Thrash Metals“ auf.

Den Auftakt des Gigs bildet ein pompöses Intro, bevor das eigentliche Set mit dem Titeltrack des Debüts startet. In der Menge ist schnell kein Halten mehr und der kleine Raum verwandelt sich in einen wilden moshenden Hexenkessel. Es gleicht beinahe einem Wunder, dass trotz des Wirbels das Soundpult heil bleibt und auch sonst keine Verletzten zu beklagen sind.

surface Musikalisch zeigen sich Surface sehr vielseitig und bieten neben einem deutlichen modernen Thrash-Einfluss auch eine straighte Hardcore-Schlagseite, welche von Pig Squeals (‚The One I hate’) und beinahe melodischen Death Metal Riffs (‚Back to the Roots’) aufgefangen wird. Der „Olympic“-Part verbirgt sich dabei in den Texten der Stücke. Eine aggressive und sehr energetische Kreation, welche von der Band auch genauso rübergebracht wird. Spielfreudig bindet Surface das Publikum immer wieder mit in die Action auf der Bühne ein, verleitet Barateon zu einem Headbang-Contest auf der Bühne und heizt der Meute mit passenden Ansagen immer weiter ein.

Höhepunkt des Auftritts ist der Song ‚The One I hate’ bei dem sich Sänger Tom ins Publikum wagt und mit diesen gemeinsam den Song performt. Gegen ziemlich genau 23 Uhr endet eine ausgelassene Party, die wohl in diesem Ausmaß bisher noch nicht im Haus der Jungend gefeiert wurde und die Fans werden in die Kälte entlassen. Nicht wenige Zuschauer machen zuvor allerdings noch einen Abstecher zum Merch-Stand und decken sich mit den CDs und sonstigem Merch der Bands ein. Trotz des recht unterschiedlichen Publikums gestalten die drei Bands des Abends einen Konzertabend, welcher nicht nur dem Haus der Jugend noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wiebke Hörmann

Setlist Nucleator
1. Napalm
2. Generation Kill
3. Hours of War
4. Torture Time
5. Nuclear War
6. Endless Nightmare
7. Home is where the War is *new Album Track*
8.
Operation Termination *new Album Track*

Setlist Surface

1. Intro

2. Where The Gods Divide

3. Hateful Fury

4. Parasite Of god

5. Olympic Warmachine

6. Down To Nothing

7. Exit the Light

8. Fight Against the Gorgone

9. Kraken

10. Disease

11. Back To The Roots

12. Titans From olymp

13. The One I Hate

 
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