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Kvelertak & Toxic Holocaust in Hamburg

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Kvelertak, Toxic Holocaust, The Secret & Wolves Like Us, Hamburg (18. November)

Kvelertak als Headliner, dazu Toxic Holocaust im Vorprogramm - bei dieser Tour ist von vornherein klar, dass die Halle ausverkauft sein wird und das Publikum bunt gemischt sein würde. Genau dies ist Mitte November im Hamburger Logo zu beobachten.
Weit vor Konzertbeginn ist der kleine Club ausverkauft, die Menschenschlangen am Einlass und vor der Halle nehmen schier kein Ende.
Insgesamt vier Bands schicken sich an diesem verregneten Novembertag an das Logo in seine Einzelteile zu zerlegen. Neben den beiden bereits genannten Vertretern sollen eigentlich noch Trap Them und Wolves Likes Us aufspielen - erstere mussten jedoch die Tour leider canceln, weswegen The Secret als Ersatz eingesprungen sind.

Den Auftakt bilden zu früher Abendstunde die Norweger von Wolves Like Us. Bereits jetzt ist die Halle brechend voll, das man sich unwillkürlich fragt wie noch all die Leute hineinpassen sollen, die vor der Tür warten. Es ist deutlich spürbar, dass einige für die ersten Bands inklusive Kvelertak gekommen sind, andere lediglich Toxic Holocaust sehen wollen.
Nichts desto trotz können sich die Norweger nicht über mangelndes Publikum beschweren und bieten ihren temporeichen Rock einer großen Schar Fans dar. Bei der Musik unterliegt der klassische Post Rock-Teil, weswegen das Ganze mehr wie eine Standard-Rockshow mit leicht aggressiveren Vocals wirkt, was an diesem Abend den Geschmack des Gros der Anwesenden trifft. Entsprechend werden die Norweger von den reichlich anwesenden Fans ordentlich gefeiert.

the secretDas doomige Intro der Italiener von The Secret nach der Umbaupause klingt vielversprechend. Musikalisch bewegt sich diese Band am Ehesten auf dem Hardcore-Sektor, was besonders den Vocals zuzuschreiben ist. Das Tempo ihrer Musik ist rasend schnell, so dass die Musik sehr aggressiv rüberkommt und viele der Anwesenden in ihren Bann zieht. Vor der Bühne bildet sich langsam so etwas wie ein Moshpit, sofern das in dieser überfüllten Halle überhaupt möglich ist. Die Italiener haben an diesem Abend sicherlich einige neue Fans gewonnen und bilden für viele den perfekten Aufwärmer für Toxic Holocaust.

Toxic Holocaust sind an diesem Abend für viele der eigentliche Headliner. Bei nahezu perfektem Sound versetzen die Amerikaner die Fans schier in Ekstase und erzeugen blitzschnell einen ordentlich Moshpit vor der Bühne. Punkig und dreckig bringen Toxic Holocaust ihren Thrash Metal an den Mann und die Frau. Neben einigen Tracks des frisch erschienenen Werks „Conjure and Command" kommen auch die alten Stücke nicht zu kurz und die meist kuttentragenden Kenner der Band warten nur auf den Klassiker schlechthin. Ein Auftritt ohne ‚War is hell' wäre für diese Band gar nicht machbar und so feiern die Fans diesen Song und einen insgesamt tollen Auftritt der Band. Auch die Amerikaner haben an diesem Abend sicherlich einige neue Fans gefunden, denn spürbar vielen Anwesenden ist diese Gruppe zuvor noch kaum ein Begriff gewesen.

kvelertak hamburgAls der Headliner des Abends die Bühne betritt, verirren sich auch die letzten Zuschauer in die Halle und das Logo platzt nun wirklich schier aus allen Nähten. Nicht eine Ecke in der man mehr einigermaßen ruhig stehen kann, der Schweiß tropft von der Decke. Schnell ist unter den Fans kein Halten mehr: Crowdsurfer surfen beständig über den mächtigen Moshpit, der die ersten Reihen vor der Bühne schier zerfetzt und in ein Menschenknäuel verwandelt. Alle Bandmitglieder zeigen sich extrem motiviert und feiern mit den Anwesenden ihren Blackened Punk'n'Roll, dass es eine wahre Freude ist. Die Hitze im Logo steigert sich beständig, so dass schließlich Sänger Erlend Hjelvik nur mehr in Boxershorts auf der Bühne steht und schließlich ins Publikum springt. Alle Stücke werden der hungrigen Meute zum Fraß vorgeworfen und sogar ein neues Stück findet den Weg in die Setlist. Da dieser Track ebenso gut ankommt, wie das bisherige Material darf man gespannt sein, auf das hoffentlich bald erscheinende zweite Album der Band. Lediglich der Sound ist nicht hundertprozentig, aber das stört an diesem Abend niemand. Die Party werden einige nicht so schnell vergessen und der arme Merchandiser hat nach dieser energiegeladenen Show alle Hände voll zu tun die Menschenmasse mit Shirts und Platten zu versorgen.

Gegen Mitternacht endet ein großartiger Konzertabend, der allerdings besser in der Markthalle oder einer anderen größeren Location stattgefunden hätte. Die Hitze im Logo ist schier unerträglich und es wirkt als wären mehr Leute in dem Club gewesen als eigentlich Platz vorhanden gewesen ist. Bleibt zu hoffen insbesondere Kvelertak das nächste Mal in einer größeren Halle erleben zu dürfen.

Wiebke Hörmann

 
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