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Endzeit Festival-Party IV
endzeit festival ivEndzeit Festival-Party IV (21.10.2010)
Essen, Zeche Carl

Peppi Dominik, manchen vielleicht besser bekannt als „Grave Violator" und gleichzeitig Ex-Gitarrist von Sodom, hat nicht nur erst im September diesen Jahres DIE Kultkneipe im Ruhrpott wiederbelebt, nein er ruft auch gleich zur nächsten Endzeit Festival-Party in die Zeche Carl. Für die musikalische Volldröhnung sorgten neben den Senkrechtstartern Harasai, die Pagan-Metaller Black Messiah, Peppis neue Kombo Wortmord und die Institution im deutschen Metal Sodom. Es versprach also ein geselliger Abend zu werden.

Zeitig um 19.30 Uhr viel der Startschuss für die Essener „Harasai" und sie nutzten den Heimvorteil, um dem bereits zu früher Stunde zahlreich erschienenem Publikum ihren Melodic Death-Metal um die Ohren zu knallen, dass sie nur so schlackerten. Die kompletten 40 Minuten ihrer Spielzeit waren Martin, Yannick, Arne und Dennis auf und vor der Bühne in Bewegung und posten, dass es eine wahre Freude war. Das Publikum dankte es ihnen und machte bereitwillig mit, schließlich wurden ja auch einige neue Songs präsentiert. Diese Jungs muss man im Auge behalten, da wird noch einiges in Zukunft auf uns zukommen! Hammer-Auftritt!

Die nächsten im Bunde waren Black Messiah, die mit ihrem Pagan-Metal zu Anfang noch etwas auf Skepsis beim Publikum stießen. Im weiteren Verlauf des Auftritts wussten sie aber zu überzeugen und das Publikum schien auch Gefallen zu finden. Spätestens beim dritten Song wurden die Pommesgabeln gezückt und die Texte lauthals mitgegrölt. Der dann doch noch gute Auftritt gipfelte in Zugaben-Rufe, die von Black Messiah gerne mit „Moskau" (Ralph Siegel) erfüllt wurden.

Während der kurzen Umbaupause merkte man bereits, dass das Publikum langsam unruhig und der Platz direkt vor der Bühne immmer weniger wurde. Die „Alt-Metaller" um Peppi „Grave Violator" Dominik mit dem Namen „Wortmord" kündigten sich an. Nach einem sphärischen Intro ging es sofort „ab die Post". Sänger Uli schmieß sich in unzählige Posen, und Frank Blackfire (Ex-Kreator, Ex-Sodom) und Grave Violator taten es ihm gleich. Tolle Songs wurden dem Publikum (u.a. mit Unterstützung von Peppis Sohn Joshua) präsentiert und Bassist Schiri sorgte mit seinen Ansprachen zwischen eben diesen für einige Erheiterung („Wer kommt gleich noch mit einen Schnaps saufen? Oder zwei? Oder...") - herrlich! Ein gelungener Auftritt der mit der Zugabe „Blasphemer" (Sodom) gesungen von Frank Blackfire endete.

Zufrieden schlichen die Überlebenden zur Tränke, um sich für den Headliner des Abends noch einmal fit zu machen: SODOM.

Sodom und die Zeche Carl - eine Verbindung wie Pech und Schwefel. Und man merkte es auch. Selten habe ich ein Publikum so abgehen sehen. Egal ob Kuttenträger oder „Normalo", Männchen oder Weibchen - jeder bangte seinen verdammten Schädel. Die Setlist tat ihr übriges - ein bunter Strauß metallischer Rosen wurde zelebriert. Selbst Publikumswünsche wurden berücksichtigt und eigentlich nicht eingeplante Songs (z.B. „Die stumme Ursel", „Wachturm") mit in das Set genommen - das ist Fannähe! Sogar die jüngsten Sodom-Fans wurden berücksichtigt und durften ihre Idole am Mikro unterstützen. Man spürte förmlich die Spielfreude von Tom, Bernemann und Makka, die fast geschlagene 2 Stunden andauerte. Nur zum Ende der Party ging dem Publikum etwas die Luft aus. Die Moshpits nahmen ab, die Stagediver hauten sich in die Ecken und die Action wurde ersetzt durch genüssliches Kopfnicken. Letztendlich setzte „Bombenhagel" den Schlussakkord unter einen der besten Auftritte, die ich von Sodom bisher gesehen habe - Danke dafür!

Im Anschluss hat Peppi noch alle Zuschauer in seine Kneipe „Endzeit" für eine standesgemäße „After-Show-Party" geladen und jeder mit einer Eintrittskarte bekam ein Freibier - so gehört sich das!

Die Zeche Carl hat mal wieder gehalten, wofür ihr Name seit Jahrzehnten steht - einfach geilen Metal!

Bilder vom Festival findet ihr auf unserer Facebook-Seite.

Thomas Engel

 
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