| HateSphere... Stiv og ubehagelig in Dänemark |
| Geschrieben von: Sven Meier |
| Dienstag, den 09. Februar 2010 um 20:29 Uhr |
Freitag, 28-11-2008Die dänischen Thrasher von HateSphere haben am vergangenen Wochenende (28.-29.11.) ihre letzten beiden Shows in diesem Jahr in der Heimat abgerissen. Nach knapp fünf Stunden Zugfahrt erreichten wir um ca. 13:00 Uhr den Bahnhof von Aarhus und mussten dort noch knapp 1 1/2 Stunden auf Louise warten, da Madame bis zum Nachmittag in der Uni büffeln musste. Tja, in Dänemark nehmen Studenten ihr Studium noch ernst. In Louises Appartement angekommen, mussten wir uns schnell frisch machen, Klamotten wechseln und die Luftmatratzen aufblasen. HateSphere Chefdenker Pepe wollte uns pünktlich abholen, um uns nach Horsens, wo die Band den ersten der beiden Auftritte hatte, zu kutschieren. Tja, in Dänemark holen Musiker ihre Fans noch von zu Hause ab. Coolerweise durften wir während der Fahrt an einer quasi Listening Session des neuen Albums teilnehmen, und ich sag Euch, das Teil wird Euch wegblasen. Erwartet ein cooles Thrash Metal Album im Stil des letzten Werkes, nur noch einen Tick härter. Besonders das im Netz schon bekannte „Oceans Of Blood“ wurde im Studio noch mal überarbeitet und wird mit Sicherheit ein zukünftiger HS-Klassiker. Insgesamt haben wir das neue Werk während der zwei Tage sechsmal gehört und ich liebäugele mit einer Bewertung von einem fetten XL. In Horsens angekommen, galt es erstmal den Club Kulisselageret zu finden, den man von der Größe ungefähr mit dem Hamburger Ballroom vergleichen kann. Da die restlichen HateSphere Musiker noch auf dem Weg von Kopenhagen nach Horsens waren und bis zu dem Beginn der Show noch einige Stunden vergehen sollten, machten Louise, Rike und ich uns auf den Weg, die Innenstadt von Horsens zu erkunden, die sich wiederum als relativ langweilig entpuppte. Also schleppten wir unsere müden Körper wieder in den Club, vor dem auch grad der Tour Van von HateSphere auf einem Abschlepplaster parkte. Der Van hat kurz vor Silkeborg den Geist aufgegeben und musste die restlichen Kilometer abgeschleppt werden. Irgendwie schien das kaum jemanden zu Jucken und man scherzte schon wieder beim Ausladen der Instrumente darüber. Tja, in Dänemark ist man einfach viel gelassener. Nach dem üblichen Begrüßungs-Blabla und vielen Umarmungen (immerhin haben wir uns ganze drei Wochen nicht gesehen ) halfen wir beim Aufbau des Merch-Standes und lauschten andächtig den Jungs beim Soundcheck. Man, so was kann sich verdammt in die Länge ziehen. Während des gemeinsamen Essens in einem Restaurant in Horsens hat es Gitarrist Jakob doch tatsächlich geschafft, zwei Pärchen, die die 60 knapp überschritten haben, zu einem Besuch der Show zu überreden. Und die älteren Herrschaften sind später doch tatsächlich beim Konzert gesichtet worden Tja, in Dänemark ist halt alles ein bisschen anders. Vor Hatesphere heizten Oktan, die Band vom ehemaligen Mnemic-Sänger Michael Bøgballe den ca. 120 anwesenden, teilweisen recht jungen Fans ein. Den Sound von Oktan zu beschreiben, erweist sich als relativ schwierig. Irgendwie erinnerte mich deren Stil etwas an Entombed mit Einflüssen von der „Kill ´Em All"-Phase von Metallica. Die Fans gingen recht gut mit und sogar ein mutiger Stagediver segelte von der minimalistischen Bühne, der ca. 3 Meter durch das Kulisselageret getragen wurde. Beste Voraussetzungen also für den nachfolgenden Hauptact. HateSphere enterten wie schon bei dem letzten Gig in Aalborg die Bühne ohne Intro und stiegen direkt in „500 Dead People“ ein. Schade eigentlich, denn das James Bond-Intro von den vergangenen Konzerten passte bei den Dänen wie Arsch auf Eimer. Weiter ging es mit „Deathtrip“ vom „Ballet Of The Brute“ Album, das live einfach nur der Killer ist. Geschickt in der Mitte der Setlist platziert, begeisterten die beiden neuen Songs „Cloaked in Shit“ „Oceans Of Blood“ (welch ein Riff…) ohne Ende und machen die Wartezeit auf das kommende Album unerträglich. Drummer Dennis befand sich in Horsens in absoluter Topform und es machte richtig spaß ihm bei der Arbeit zuzusehen. Mit „Auroa“ präsentierten HateSphere einen weiteren neuen Song, der mit seinem stampfenden Beat mal etwas anders zu bieten hatte als nur das HS-typische Gekloppe. Nach „Forever War“ beendeten die Jungs ein gutes, aber nicht unbedingt Weltbewegens Konzert. Aber die Fans und die Musiker waren zufrieden und es wurden noch einige Bierchen gekippt. Während Dennis, Joller, Mixen und Jakob die Nacht in Horsens verbrachten, düsten wir mit Pepe recht bald wieder nach Aahrus und hörten ein weiteres mal das neue Album. Tja, in Dänemark gibt es halt den HateSphere-Overkill. Samstag, 29-11-2008 Der nächste Morgen stand zeitig auf der Matte und ich fragte mich, warum zur Hölle in meinen Träumen ein Pferd Namens Charlie eine Rolle spielte… Punkt 15:00 Uhr sammelte uns Pepe wieder auf und los ging es nach Vejle. Im Hintergrund lief, wie sollte es auch anders sein, neue Musik von HateSphere. Zwischenzeitlich hielt Pepe beim Smart´n Hard Studio an, um neues Merchandise mitzunehmen. Smart Smart´n Hard ?? Richtig, genau das Studio von Ex-HateSphere Sänger Jacob Bredahl, der im letzten Jahr die Band nicht unbedingt in Freundschaft verlassen hat. Inzwischen haben sich die Wogen wohl wieder geglättet, sonst wäre die Begrüßung von Pepe und Jacob nicht so innig gewesen. Jacob wiederum bastelte grad in seinem Studio mit Johnny und Tobi von The Burning an deren neuen Album rum und auch die beiden freuten sich über das Wiedersehen der deutschen Delegation. Immerhin war Rike in Silkeborg für ca. acht Minuten Merchandiserin der Band Zum Abschied schenkte Jacob uns jeweils ein neues Last Mile Shirt, das auch ich als bekennender Last Mile-nicht-ganz-so-toll-Finder anziehen werde. Nach knapp 40 Minuten Fahrt erreichten wir Vejle und selbst Pepe musste sich, obwohl er hier schon mal gespielt hat, per Handy zum Club Bygningen durchfragen. Das Bygningen befindet sich ähnlich wie das Hamburger Knust in einem Einkaufszentrum, aber anscheinend kaufen hier Dänen ein, die finanziell einiges auf der Tasche haben. Beim Anblick von Joller und Dennis, die mehr tot als lebendig im Backstagebereich vor sich hinvegetierten, musste man fast schon Mitleid haben. Irgendwie musste die Nacht in Horsens recht heftig gewesen sein, denn der Schädel von Dennis wurde von mehreren dänischen Schimpfwörtern Verziert und anscheinend weiß der Gute nicht mal, wer ihn so verschönert hat. Louise und Rike machten sich ans Werk um den Merchstand aufzubauen und ich traute mich an das erste Bier des Tages, während HateSphere mit ihrem Soundcheck begannen. So kamen wir mal wieder in den Genuss, dass uns „Hate“ und „Damned below Judas“ um die Ohren geschlagen wurden. Beide Songs haben HS schon seit längerem nicht mehr live gespielt, aber eignen sich wohl bestens um den Sound zu checken. Nach der Arbeit kommt nicht das Vergnügen, sondern Gevatter Langeweile. Zumindest in Vejle. Während die örtliche Vorgruppe mit dem Aufbau ihrer Instrumente und dem Soundcheck beschäftigt war, saßen wir in dem mehr als kleinen Backstage Raum und warteten auf den Showbeginn. Mixen konnte wunder- und unsichtbar die Luft zum stinken bringen. Das fanden alle toll, nur die Deutschen nicht. Aber egal, irgendwie musste die Zeit ja vergehen und dann freut mach sich, wenn andere spaß haben. Gegessen wurde in einem netten kleinen Imbiss, bei dem uns der Inhaber mit Sicherheit zu wenig abgerechnet hat. Ich freute mich schon, mit einem kleinen finanziellen Plus nach Hause zu fahren, doch wurde meine Freude von der Tatsache getrübt, das ich für mein Bier an der Theke im Bygningen knappe 11 Euronen hinlegen musste. Quasi als Deutsche Rache, beschloss ich, nach diesem Schock - komme, was da wolle! - nur noch Bier aus dem Backstage Bereich zu trinken. Tja, Dänemark ist teuer. Punkt 21:00 Uhr standen Road To Manila auf der Bühne, die mit ihrem DeathCore oder was auch immer einige Akzente bei dem doch recht jungen Publikum setzen konnten. Dafür, dass die Burschen im Schnitt erst 17 Jahre jung sind, legten sie fast schon einen Auftritt nach Maß ab. HateSphere konnten dem, trotz mordsmäßigem Hangover aber immer noch einen draufsetzen und legten los wie die Feuerwehr. Die Bühne in Vejle war erheblich größer als der Bierdeckel am Vortag in Horsens. Joller und Mixen nutzten ihren neu gewonnenen Freiraum und kassierten während des Gigs fast schon Kilometergeld. Die Setlist wurde nur minimal verändert und auch sonst gab es nur wenige Überraschungen. Die drei neuen Songs wurden auch in Vejle mehr als nur wohlwollend aufgenommen und man sah es Joller an, das er sich über die Reaktionen der Fans zu seinen ersten, eigenen HS-Songs derbe freute. Nach „Disbeliever“ verlangte Vejle nach einem Drumsolo, Vejle bekam es und Dennis drosch ordentlich in die Fälle. Vejle verlangte nach dem eigentlichen Rausschmeißer „Forever War“ eine Zugabe, und Vejle bekam sie mit dem göttlichen „Only The Strongest“. Nach dem Abbauen und Verstauen der Instrumente war Abschied nehmen angesagt. Rike, Louise, Pepe und ich machten uns auf den Weg nach Aarhus, während der Rest den weiten Weg nach Kopenhagen antreten musste. Zur Abwechslung hörten wir auf dem Rückweg mal NICHT das neue Album, sondern Radio. Nach zwei Tagen HateSphere-Non Stop wahrlich ein Fest für die Ohren. Am Nächsten Morgen mussten Rike und ich auch Abschied von Louise nehmen. Hier noch mal ein ganz großes Dankeschön an die Frau, die uns zwei Nächte bei sich aufgenommen hat. Selbstverständlich ist so was nicht Gegen 21.30 Uhr erreichten wir nach ca. sieben Stunden Zugfahrt erschöpft, aber happy Lüneburg mit der Gewissheit, das uns Dänemark bald wieder sehen wird, und zwar beim Royale Metal Fest im Januar in Aarhus:o) Skål!!! Setlist Horsens: -500 Dead People -Deathtrip -Murderous Intent -Drinking with the King of the Dead -Cloaked in Shit -Oceans Of Blood -Heaven is ready to fall -Sickness Within -Disbeliever -Aurora -Low Life Vendetta -The Coming Of Chaos -Forever War Setlist Vejle: -500 Dead People -Deathtrip -Murderous Intent -Oceans Of Blood -Drinking with the King of the Dead -Cloaked in Shit -Heaven is ready to fall -Sickness Within -Disbeliever -Aurora -Low Life Vendetta -The Coming Of Chaos -Forever War -Only The Strongest |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. Februar 2010 um 20:31 Uhr |