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Protector im Interview

Hier bei XXL-Rock ist uns kein Weg zu weit für Euch. Bis ins weit entfernte Schweden haben wir diesmal unsere Fragen gesendet, um von Martin Missy ein paar Informationen über die Band und das neue (grandiose) Album zu bekommen. Wie Ihr seht, hat es geklappt und Martin erzählt uns ausführlich über "Cursed and coronated", Vergangenheit und Zukunft und das Leben in Schweden:

protector 2015 02

(Bildquelle: SureShotWorx)

Hi Martin, Glückwunsch zum neuen Album! Ist ein echter Kracher geworden!

Vielen Dank! Es war eine lange Zeit des nervösen Wartens zwischen der Fertigstellung von „Cursed and Coronated“ im Spätsommer 2015, bis zum Veröffentlichungsdatum am 26. Februar 2016. Als Bandmitglied hat man die Songs bereits hundertmal gehört, und dadurch verliert man ein wenig die Objektivität. Man kann sich nicht mehr so richtig in die Situation hineinversetzen, wie es ist, einen Song / ein Album zum ersten Mal zu hören. Daher bin ich unglaublich froh, dass es so viele positive Reaktionen auf unser neues Album gegeben hat.

Euer Comeback-Album "Reainmated Homunculus" ist ja bei Fans und Kritikern sehr gut angekommen. Hat Euch das unter einen gewissen Erfolgsdruck gebracht?

Ein wenig schon. Aber eigentlich ist es egal wie das Vorgängeralbum bei den Fans und der Presse angekommen ist, es ist immer ein nervöses Warten auf das Releasedatum. Wenn ”Reanimated Homunculus” nur schlechte Kritiken bekommen hätte, hätten wir auch unter Erfolgsdruck gestanden.

Das Ergebnis steht auf jeden Fall für sich, seid Ihr selber auch voll und ganz mit der neuen Platte zufrieden?

Ja, wir sind mit dem ”Gesamtpaket” (Songs, Sound, Layout, Coverbild) rundum zufrieden.

Wie läuft das mit dem Texten und Komponieren bei Euch? Macht Ihr das zusammen, oder hat da jeder seinen Aufgabenbereich?

Bei den meisten Songs ist es so dass meine drei Bandkollegen Mathias Johansson (Bass), Michael Carlsson (Gitarre) und Carl-Gustav Karlsson (Drums), die übrigens 500 Kilometer entfernt von mir wohnen, die Riffs schreiben und diese dann zu einem Song zusammensetzen. Ich bekomme dann einen mp3-File mit einer Übungsraumaufnahme, und schreibe anschließend dazu den Text. Nur bei zwei Songs auf dem Album war es anders: Zu dem Titelstück habe ich die Riffs (und den Text) geschrieben, und bei Old Boil waren sämtliche Bandmitglieder am Text beteiligt.

Wovon werden Eure Texte inspiriert? Das reale Leben, Bücher, Filme?

Ich hole mir die Inspiration zu den Texten von vielen verschiedenen Themen, wie z.B. SciFi (”Base 104”), Fantasy (”The Dimholt”), Politik / soziales (”Xenophobia”, ”Selfdesdrugtion”), Religion (”Six Hours on the Cross”) und Geschichte (”Crosses in Carelia”).

protector cover2016xxlAls Ihr 2011 die Band wieder neu ins Leben gerufen habt, hättet Ihr damals auch nur annähernd vermutet, dass die Sache so rund läuft, wie sie es tut?

Da wir damals bereits seid fünf Jahren in derselben Besetzung als Protector Coverband (”Martin Missy and the Protectors”) unterwegs gewesen waren, hatten wir schon ein Gefühl dafür bekommen, wie interessiert die Metalfans noch an Protector sind. Viele Fans haben ”Martin Missy & The Protectors” damals oft einfach auch als (neue) ”Protector” angesehen, und nicht als Coverband. Selbstverständlich war mit dem Ganzen jedoch auch ein gewisses, ich nenne es jetzt einfach mal ”Wagnis”, verbunden, da man ja nie wirklich sicher sein kann, ob der Großteil der Fans eine Reaktivierung der Band mit nur einem Originalmitglied anerkennen, und ob sie unsere neuen Songs auch wirklich als echte ”Protectorsongs” akzeptieren würden.

Ganz ehrlich, wäre "Reanimated Homunculus" ein Flop geworden (ist natürlich schwer, sich vorzustellen!), hättet Ihr trotzdem weiter gemacht?

Wir hätten nicht direkt aufgegeben, Nein. Wir hätten es definitiv noch einmal versucht. Wenn das neue Album dann ebenfalls ein Flop geworden wäre, hätten wir uns sicherlich überlegt, ob wir nicht besser die Segel streichen sollten, denn dann hätte es vermutlich auch mit einem dritten Anlauf nicht geklappt.

Ihr seid seit Jahren ohne Wechsel im Line-Up unterwegs. Ist "Protector" mehr als nur eine Band für Euch geworden?

Carl-Gustav, Michael, Mathias und ich sind schon seid vielen Jahren mehr als nur Bandkollegen. Die drei sind echt sympatische und nette Metalheads und Musiker, und wir sind sehr schnell auch Freunde geworden.

Martin, Du warst in den Anfangstagen der Band dabei und nun wieder. Was hat sich für Dich geändert (mal abgesehen von den technischen Möglichkeiten!)? Geht man als gereifter Mann (bzw. besserer Musiker?) anders an die Musik heran, oder ist das vielleicht sogar vergleichbar mit Früher?

An die Musik gehe ich genauso ran wie früher. Ich möchte mit Protector auch gar nichts anderes machen als Thrash (mit gewissen Death Metal-Einflüssen). Wenn ich im Übungsraum bin oder mit Protector auf der Bühne stehe ist es wirklich so, als wäre die Zeit stehengeblieben. Ok, meine Bandkollegen sind nicht dieselben, aber sowohl musikalisch, als auch von den Persönlichkeiten her, sind sich meine jetzigen Bandkollegen, und meine damaligen Bandkollegen in vielen Dingen sehr ähnlich.

Hat es eigentlich mal Probleme gegeben, dass Du die Band reaktiviert hast, da Du ja kein Gründungsmitglied bist und auch schon lange nicht mehr aktiv dabei warst? Hattest Du das damals mit den ehemaligen Bandmitgliedern abgesprochen?

Ich habe 2011 mit Hansi Müller (der damals, zusammen mit dem 1994 verstorbenen Michael Hasse, die Band gegründet hatte) darüber gesprochen, dass meine schwedischen Mitstreiter und ich Protector gerne offiziell reaktivieren würden. Hansi, der ”Martin Missy & The Protectors” u.a. 2006 auch schon mal Live gesehen hatte, fand die Idee sehr gut. Auch von den anderen ehemaligen Protectormitgliedern, mit denen ich allen immer noch im Kontakt stehe, kamen sehr positive Reaktionen auf die ”neuen Protector”.

Ihr seid bei "High Roller Records" geblieben, heißt wohl, dass Ihr mit Steffen und seiner Arbeit zufrieden seid, oder?

Das muss ich definitiv mit einem ”JA!” beantworten. Steffen und sein Team machen eine hervorragende Arbeit. Es ist unter anderem auch sehr positiv dass, wenn man eine Mail an Steffen schickt, er, obwohl er viel zu tun hat, sehr schnell eine Antwortmail schickt.

Dort sind kürzlich auch sehr schöne Neuauflagen der alten Protector Platten erschienen. Hattet Ihr da Mitspracherecht, bzgl. Optik, oder Farbe des Vinyls?

Ich war nur in das Re-Release der Platten involviert, auf denen ich auch gesungen habe, und dabei habe ich dem André (Layouter von High Roller) freie Hand gegeben. Er hat mir dann natürlich das Layout zur Ansicht geschickt, aber da gab es eigentlich nichts daran zu ändern. Bezüglich der Re-Releases von den 1990er-Veröffentlichungen von Protector, waren High Roller mit Olly Wiebel und Matze Grün in Kontakt. Inwiefern sie sich in das Layout eingebracht haben, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Gibt es Pläne, vielleicht auch noch die Demos neu aufzulegen?

Das Debut-Demo von 1986 ist ja auf dem Re-Release von ”Misanthropy” mit drauf, und die Songs von unserem Demo ”The Return of Thrash and Madness” von 2011, haben wir (neu aufgenommen) auf ”Reanimated Homunculus” und ”Cursed and Coronated” mit drauf. Das einzige Demo, dass noch nicht wiederveröffentlicht worden ist, ist das Demo ”Resurrected” von 2000. Da müsste man mal bei High Roller und Marco Pape nachfragen, wie groß das Interesse da an einem Re-Release ist.

Wie wichtig ist es Euch überhaupt, dass Eure Platten auch auf Vinyl erscheinen?

Das ist uns sehr wichtig, vor allem da wir wissen, dass viele unserer Fans unsere Alben (teilweise ausschließlich) auf Vinyl haben möchten.

Martin, Du bist schon seit längerem in Schweden heimisch geworden. Wie ist das Leben dort? Gibt es große Unterschiede in der Mentalität? Was vermisst Du am Meisten?

Das Leben an sich (sozialer Standard, Arbeitsplätze, etc.) ist mit dem in Deutschland vergleichbar. Die Leute hier in Schweden sind zwar ein wenig zurückhaltender als in Deutschland, aber hat man erst mal ein paar Bierchen zusammen mit einem Schweden getrunken, dann ändert sich das auch meist ganz schnell. Ich vermisse natürlich meine Freunde in Deutschland, die ich leider viel zu selten treffe. Ein wenig vermissen tue ich auch, dass man hier im Supermarkt keinen Alkohol kaufen kann. Dafür muss man in spezielle, staatlich gesteuerte, Geschäfte namens ”Systembolaget” gehen.

Kommen wir nochmal zurück zum neuen Album, wenn mich mein Auge nicht trügt, habt Ihr das Cover wieder vom selben Künstler gestalten lassen. Wer steckt hinter den beeindruckenden Bildern und was stellt das Cover dar?

Das stimmt. Das Cover von ”Cursed and Coronated” ist, genau wie das von ”Reanimated Homunculus”, von Kristian ”Necrolord” Wåhlin gestaltet worden. Alles was Kristian im Vorfeld haben wollte, war der Titel des Albums und ein paar Hintergründe dazu. Ich gehe also davon aus, das auf dem Cover seine Version von ”Urm the Mad” (um den es im Titelstück geht) zu sehen ist.

Ihr seid im Juni auf dem Protzen Open Air. Gibt es darüber hinaus Pläne für eine Tour bei uns in Deutschland?

Da ich Familie habe, meine Bandkollegen alle einen Job haben, und unser Basser und Gitarrist jeweils noch in anderen Bands aktiv sind, können wir keine richtigen Tourneen machen. Wir beschränken uns auf ca. fünf bis sechs Einzelgigs pro Jahr. Im Moment ist für 2016 in Deutschland, außer dem POA, noch nichts weiteres geplant.

Das war's von mir, gibt es noch ein paar kluge Worte zum Abschluss von Euch?

Vielen Dank für das Interview und das tolle Review auf XXL-Rock! An alle Fans: Hoffentlich sehen wir uns bald auf einem unserer Gigs! Stay Metal und schaut gerne mal auf unserer Facebook-Seite vorbei.

Vielen Dank, dass Ihr meine Fragen beantwortet!

Christian Hemmer

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