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Tranquillizer im Interview

Melodischer Black/Death Metal mit Posaune? Das hatten wir schon mal bei "Sear Bliss" und auch die Jungs (+ Mädel) von "Tranquillizer" gehen (wenn auch noch etwas zaghaft!) in diese Richtung. Bassistin Madelaine stand uns Rede und Antwort und klärt uns nicht nur über den Bandnamen, sondern auch über Texte und eine mögliche Zukunft der Band auf!

tranquillizer photo by Fabian Willi Simon

(Bildquelle: Fabian Willi Simon)

Grüße nach Frankfurt an der Oder! Wie läuft's bei Euch?

Heyho, och, hier ist alles im Lot. Die Scheibe ist draußen, Promo läuft gut genauso wie die Konzertplanung. Es gibt demzufolge nichts zu meckern.

Bitte stellt Euch zunächst mal vor! Wer quält welches Instrument bei "Tranquillizer"?

Da hätten wir: Johannes Gauerke (Gesang, Posaune), Aleksander Vetter (Gitarre), Fabian Wohlgemuth (Gitarre), Nico Dunemann (Schlagzeug) und meine Wenigkeit am Bass.

Bevor wir auf Eure CD zu sprechen kommen, interessiert mich der Bandname: Warum "Tranquillizer"? (Eure Musik hat ja eigentlich den komplett gegenseitigen Effekt!)

Ich glaube, es ist eine Sache des eigenen Empfindens und der Betrachtungsweise, ob man beides komplett gegensätzlich sieht oder nicht. Also klar, im ersten Moment scheint es total abstrus aber Musik wirkt auf jeden anders, so auch Metal. Manch einen motiviert das Hören bis in die Haarspitzen, einen anderen lässt es schlichtweg kalt und wieder andere (zum Beispiel meine beste Freundin, die mich auf den Namen gebracht hat) beruhigt das Ganze, weil die Band, insbesondere aber der Sänger, stellvertretend für einen selbst, alles rausschreit/rauslässt, was sich so den Tag über oder über Wochen, Monate, Jahre angestaut hat. Die Musik fungiert in diesem Moment gleichzeitig als Ventil und Beruhigungsmittel. Von daher erschien mir "Tranquillizer" sehr passend.

Das hätten wir geklärt. Kommen wir nun zu "Des Endes Anfang". Seid Ihr zufrieden mit dem fertigen Ergebnis?

Absolut! Im Nachhinein findest du zwar immer Sachen, die vielleicht hätten noch besser sein können aber im Großen und Ganzen haben wir unsere eigenen Erwartungen an das aller erste Album erfüllt.

Euer Sound ist eine gelungene Mischung aus melodischem Death und Black Metal. Wie seid Ihr dazu gekommen? Gab es bestimmte Bands, die einen direkten Einfluss auf Euch hatten/haben, hat sich dieser Stil in der Zeit so entwickelt, oder ist es die Schnittmenge der musikalischen Vorlieben der Bandmitglieder?

Hannes und ich haben die Band zwar als Melodic Death/Black Metal Projekt gegründet aber was davon jetzt in welchem Ausmaß in die Songs einfließt, war und ist abhängig von allen Mitgliedern. Direkte Vorbilder für die Band als Gefüge gibt es nicht, nur für jeden einzelnen. Wir haben alle unseren eigenen Geschmack was Metal angeht und das gemischt ergibt das dann irgendwie Tranquillizer.

Gegründet habt Ihr Euch bereits 2008, im Jahre 2011 kam die "Blutrot"-EP heraus (dazu noch später) und nun das Debüt-Album. Nehmt Ihr Euch ganz bewusst so viel Zeit für einen neuen Tonträger, oder gibt es andere Gründe für die Zeitspanne?

Geplant war das nie, nein. Wir waren aber leider, wie viele Bands zu Beginn, Opfer des Besetzungswechsel-Karussells. Ohne konsequentes Line-Up lassen sich schlecht neue Songs schreiben und selbst, wenn man dann wen neues gefunden hat, dauert es ja auch seine Zeit bis man sich wieder aufeinander eingegroovt hat. Dieser Prozess nimmt so viel Zeit in Anspruch, das ist unglaublich. Von daher bin ich mehr als froh, dass die jetzige Konstellation so gut harmoniert und einen gewissen Bandalltags-Rhythmus zulässt.

tranquillizer Cover FINISH 300x300Vergleicht man "Des Endes Anfang" mit der EP, so bemerkt man eine massive Steigerung an allen Fronten (Song-Qualität, Produktion, Cover-Artwork usw.), stimmt Ihr mir da zu?

Freut uns, wenn es zu bemerken war. Wir haben uns natürlich Mühe gegeben, einen großen Schritt voran zu kommen. Mit der "Blutrot" EP waren wir in vielen Belangen nicht zufrieden, sowohl von der Aufmachung, als auch von der Produktion. Das wollten wir bei der Platte einfach vermeiden. Bei der Energie und Zeit die reinfließt will man am Ende einfach etwas in den Händen, was die eigenen Ansprüche erfüllt.

"Blutrot" gibt es auf Eurer Bandcamp-Seite für extrem fanfreundliche 2,- € zum runterladen. Gibt es für eventuelle Jäger und Sammler auch noch die CD (zum anfassen und lieb haben!!) bei Euch?

Leider nein. Die EP war auf 100 Stück limitiert, wovon 25 Exemplare verschiedene, handgezeichnete Cover haben - Alle weg.

In meiner Kritik zum Album habe ich geschrieben, dass ich mir einen weitaus offensiveren Einsatz der Posaune in den Songs gewünscht hätte, denn ich finde, dass dieses Instrument erstaunlicherweise sehr gut zum Sound passt. Wie steht Ihr dazu?

Zu Anfang sollte es nur ein kurzer "Aha- Effekt" sein, mittlerweile diskutieren wir auch darüber, wie wir die Posaune gezielt offensiver einsetzen können, ohne das sie dadurch ihre Besonderheit verliert. Unsere Angst ist, dass ein inflationärer Gebrauch dem Zuhörer schnell auf den Sack geht oder die Musik zu vorhersehbar wird. Mal sehen wie sich das entwickelt und was am Ende bei rauskommt. Fest steht jedoch schon, auf der nächsten Platte gibt es mehr Posaune!

Kennt Ihr die ungarische Band "Sear Bliss"? Die unterstützen ihren melodischen Black Metal mit einer Trompete. An die musste ich beim Hören Eurer CD sofort denken.

Unser Sänger kennt die Band auch aus seinen "jungen Jahren" und das ist unter anderem ein Grund dafür, warum er sich in seiner vorigen Band "Fate of Pyre" dazu entschloss die Posaune einzusetzen. Ihm hat der Ansatz gefallen und wollte es selbstausprobieren sowie weiterentwickeln.

Johannes und Fabian sind bei Euch für die Vocals zuständig. Was mich interessiert, wer ist für den "normalen" Gesang verantwortlich und wer für die herrlich Growls?

Auf dem Album ist ausschließlich Hannes zu hören. Fabian unterstützt ihn live "nur" an Stellen, an denen uns Zweistimmigkeit wichtig ist aber ansonsten ist die Gitarre sein Revier.

Die Produktion des Albums ist gerade für eine Debüt-Eigenproduktion verdammt gut geworden, wer ist dafür verantwortlich?

Ein befreundeter Musiker von uns hat sich in den letzten Jahren sein eigenes Studio aufgebaut. Bei ihm haben wir alles aufgenommen. Zum Mixen und Mastern kam die Platte dann nach Schweden zu Jaro Sound. Falls jemand noch einen fähigen Mann an den Reglern sucht für das erste oder nächste Album, dann lohnt sich nachfragen dort auf jeden Fall. Wir waren vom Ergebnis echt begeistert!

Kommen wir zu den Texten. Die kann man nicht nur sehr gut verstehen, sondern ich finde sie auch inhaltlich großartig. Wer von Euch schreibt die?

Das wäre dann ich. Vielen Dank für das Kompliment!

Ich finde es ja immer gut, wenn Bands in Ihrer Muttersprache singen, ist aber für den Texter immer etwas schwieriger, wenn der Hörer jedes Wort sofort versteht. Da darf man keinen peinlichen Kitsch abliefern. Ist das ein Druck unter dem man bei deutschen Texten steht?

Von anderen Leuten lasse ich mir beim texten keinen Druck machen. Letztendlich muss ich damit zufrieden sein, weil es meine Gedanken und Gefühle bzw. Erlebnisse sind. Und kitschig ist so eine subjektive Sache. Das merkt man auch wieder bei diesem Album. Die Texte spalten die Schreiber. Der eine meint es trieft vor Schmalz, der andere, wie z.B. du, findet sie super. Man kann es halt nicht jedem Recht machen und das möchte ich auch gar nicht.

Auch das Cover der CD gefällt mir sehr gut. Wer hat das gemacht?

ThornyThoughtsArtwork aus Köln konnten wir für das Design gewinnen. Einige kennen vielleicht die wundervollen Desgins von Urfaust, die stammen zum Großteil von der Designerin. Möglicherweise auch alle aber da möchte ich mich jetzt lieber nicht festlegen. Aufmerksam geworden bin ich auf sie aber durch ihr T-Shirt Design für "Der Weg einer Freiheit". Als es dann um die Frage ging, wer denn nun das Albumcover entwirft, haben wir sie angeschrieben und siehe da, es hat geklappt. Das Artwork passt einfach wie die Faust aufs Auge zum gesamten Album.

Leider hatte ich für meine CD-Kritik nur einen digitalen Download. Was könnt Ihr mir über die Aufmachung der Digipack-CD erzählen?

Es handelt sich um eine optisch schlicht gehaltenes aber robustes Digipack. (Plastik ist nicht unser Ding.) Schwarz/weiß dominiert und das Cover sticht einem direkt ins Auge. Neben der CD befinden sich noch ein 8-seitiges Booklet in der Hülle mit den kompletten Songtexten.

Wenn ich ehrlich bin, weiß ich so gar nichts über die Metal-Szene in Frankfurt/Oder und Umgebung. Klärt mich doch mal etwas auf. Welche Bands gibt noch in Eurer Nachbarschaft und wen könnt Ihr empfehlen?

Die Szene war mal sehr groß und hat einige bekannte Namen hervorgebracht, z.B. Minas Morgul, Riger oder Ahnengrab, um nur einige zu nennen, die mit Sicherheit auch bekannt sein dürften. Inzwischen ist es etwas ruhiger geworden. Die Anzahl an Nachwuchsbands und Konzertbesuchern lässt sich leider nicht mehr mit der vor 5-8 Jahren vergleichen aber davon können einige Städte ein Lied singen. Empfehlenswert sind jedoch noch "Far From A Dream" aus Fürstenwalde oder "Parasite" aus Eisenhüttenstadt.

Während ich diese Fragen formuliere, seid Ihr gerade in Polen unterwegs. Wie war es dort bei unseren Nachbarn?

Polen ist immer eine Hausnummer für sich. Ein sehr gastfreundliches und metalverrücktes Volk! Die Leute da wissen definitiv wie man feiert, und jede Show dort ist immer ein Highlight. Diesmal war es zwar nicht so gut besucht, wie bei unseren letzten Abstechern aber die Aftershowparty hat mal wieder neue Maßstäbe gesetzt.

Was sind die nächsten Pläne für "Tranquillizer"?

Während die Promo für das Debutalbum noch läuft, machen wir uns langsam aber sicher an das Songwriting für die nächste Scheibe. Auf die hoffentlich keiner so lange warten muss. Ansonsten stehen wird es 2016 wieder einige Clubshows und vielleicht das ein oder andere Festival geben.

So, die Letzten Worte gehören Euch!

Ich weiß nie was ich darauf sinnvolles antworten soll. Bleibt einfach alle geil und macht das Beste aus dem neuen Jahr.

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen!!

Christian Hemmer

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