.

logo-twitterNEU Kopie

Google-PlusNEU Kopie

logo-facebook Kopie1

Aktuelle Seite: StartseiteInterviews

Thornesbreed im Interview

Totgesagte leben bekanntlich länger. So auch im Falle "Thornesbreed", die plötzlich wieder auf der Matte stehen und ein vorzügliches neues Album mitgebracht haben. Bandkopf Sermon war so freundlich uns ein paar Fragen zu beantworten. Zwar weiß ich noch immer nicht wirklich, wofür die Buchstabenkombination "GTRD" genau steht, dafür aber mehr über Vergangenheit und Gegenwart der Band, aber lest selbst:

thornesbreed logo

(Bildquelle: SureShotWorx)

Sei gegrüßt Sermon, sehr cool, endlich wieder was von Dir und Deiner Band zu hören!

Schön, du erinnerst dich demnach. Nicht alltäglich. Hallo auch, Christian.

Bevor wir zum ausgezeichneten neuen Album kommen, würde ich gerne erst ein wenig in der Vergangenheit von Thornesbreed bleiben. Du hast 2003 (nach drei Demos) ein ziemlich gutes Album herausgebracht. a) Bist Du heute noch immer total zufrieden mit dem Ergebnis? b) Was war die Intention, genau dieses erotisch/sexuelle Coverartwork zu nutzen? c) Wie kam es dazu, dass man danach erst mal nichts mehr von Thornesbreed gehört hat? Interne Schwierigkeiten, oder fehlende Unterstützung durch das Label?

Was wir damals mit ‚The Splendour Of The Repellent‘ gemacht haben, entsprach dem, was wir damals konnten und wollten. Das ist nun zwölf Jahre her. Man wird reifer, die Sicht auf manche Dinge ändert sich, genauso wie die Fähigkeiten und Erfahrungen reicher werden. All das beeinflusst ja im besten Falle das Schaffen. Wir würden ein solches Album heute nicht mehr machen. Abgesehen von den Defiziten, die man heute im Gegensatz zu damals sieht, müssen wir uns mit dem, was wir da geschrieben und aufgenommen haben, sicher nicht verstecken. Es war aber schlichtweg ein Anfang, der Weg ist mittlerweile weitergegangen. Unzufrieden wäre das falsche Wort - es ist einfach etwas, das heute bei Thornesbreed nicht mehr entstehen würde.

Das Coverartwork mag, wenn man es so will, erotisch oder sexuell sein, ja. Es ist ein riesengroßer Schwanz darauf zu sehen und die weit gespreizte Mitte einer Frau. Es provoziert, und das war Sinn der Sache. trotzdem geht es da weniger um eine sexuelle Anspielung. Es zeigt ja nun mal den Leibhaftigen höchst selbst, wie er gerade kurz davor ist, eine willige, recht junge Frau zu begatten. Das Ausdrucksmittel mag ein sexuelles sein, die Aussage darin hat mit Sex aber recht wenig zu tun. Ehrlich gesagt hatte ich mich bei der Gestaltung des Covers ein wenig darauf gefreut, wie die teilweise ach so rebellische, in Wirklichkeit doch aber in Teilen gern mal borniert daherkommende Szene darauf abgehen wird, auf all die moralischen Vorwürfe und Anfeindungen. Ja, das hatte funktioniert. Das war allerdings nicht der zentrale Punkt - wichtig war mir hier die Aussage, die möglichst mit der groben Kelle ins Mark gehämmert werden sollte.

Zuerst lief ja alles ganz gut mit dem Album, wir hatten auch sehr viele Konzerte im In- und Ausland. Die danach folgende Ruhe hatte mehrere Gründe. Das Angebot, das wir damals von Animate Rec. für ein zweites Album bekommen hatten, war für uns nicht akzeptabel. Die Labelsuche gestaltete sich etwas schwierig, dann gab es personelle Probleme. Das zog sich dann doch eine ganze Weile so hin.

Fünf Jahre später wurde die "273.15 Degrees under Zero"-EP eingespielt. War das noch mit der gleichen Besetzung wie beim Album?

Nein. Bei ‚The Splenbdour Of The Repellent‘ waren wir ja nur zu dritt. Bei ‚273.15 Degrees Below Zero‘ hatte Eva, unsere damalige Bassistin, mitgewirkt.

Leider wurde die Platte erst drei Jahre später veröffentlicht, was waren denn die Gründe dafür?

Wir haben einfach ewig nach einem Label gesucht. Dann haben wir erst recht spät mit Vama Marga jemanden gefunden, der das Ganze veröffentlichen wollte.

thornesbreed xxl interviewDanach hat sich (wenn ich richtig informiert bin) das Bandgefüge des Öfteren geändert. Gab es in der ganzen Zeit mal den Punkt, wo Du überlegt hast, die Band aufzulösen, bzw. allein weiter zu machen?

Nein. Den gab es nie. Es gab mal einen Punkt irgendwann, wo Faust und ich zusammensaßen und wir wussten: wenn alles schief geht, betreiben wir Thornesbreed zu zweit. Das war, glaube ich, an dem Punkt, als Barth die Band aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste. Live-Präsenz wäre damit hinfällig gewesen - für uns beide stand das aber zu keinem Zeitpunkt zur Debatte.

Gab (oder gibt) es noch andere musikalische Betätigungsfelder bei Dir, oder ist Thornesbreed die einzige Band?

Hat es mal gegeben. Mit einem Freund zusammen habe ich für eine kurze Zeit mal in seiner zweiten Band gespielt. Das hatte mit Metal aber nichts zu tun, das war etwas eher Experimentelles. Das ganze starb daran, dass wir nie wirklich ein Konzept gefunden haben. Mit eben jenem Freund und unserer Ex-Bassistin zusammen gibt es auch noch ein anderes Projekt, das aber noch nie wirklich geboren wurde. Hier gibt es nur Ideen und ein paar unfertige Songs. Ich weiß nicht, ob wir das jemals ans Licht der Welt geschafft kriegen - Ich hoffe es.

Jetzt scheint ja alles wieder recht stabil zu sein und wir können uns über ein hervorragendes Comeback-Album freuen. Als erstes: Was bedeutet der Titel? (Ich habe bei meiner Recherche nur so etwas wie "GroßTierRettungsDienst" gefunden. Das wird es ja wohl nicht sein...)

Nein, das bedeutet es in der Tat nicht. Diese vier Buchstaben waren Bestandteil eines recht heftigen Traumes, der sich auch um die Inhalte zweier Songs auf dem Album drehte. Sie erschienen so in dieser Folge und stehen für eine Ordnung aus Macht, Gefühl, Kraft und Wachstum.

Interessanterweise hat sich die Musik vom ersten zum jetzigen Album geändert (entwickelt) aber nicht zu sehr. Würdest Du mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass in der Mischung aus Black und Death Metal (im Gegensatz zum Debüt) der Black Metal Teil diesmal dominiert?

Definitiv, dem kann ich nur zustimmen. Und egal, was der eine oder andere Metal-Genre-Hygieniker so meint, das ist gut so, denn es hat sich intuitiv dorthin entwickelt.

Wie ich auch schon in meiner Kritik zum Album geschrieben habe, ist gerade dieses Zusammenspiel von Death und Black außergewöhnlich homogen und intensiv. Entsteht das beim Komponieren aus dem Bauch heraus, oder steckt da eine gewissenhafte Planung hinter?

Mittlerweile denken wir beim Schreiben der Songs auch mal konzeptionell. Ansonsten ist aber alles Bauchsache. Faust ist ja der musikalische Impulsgeber und auch bei ihm ist, ähnlich wie bei mir, alles sehr intuitiv.

Besonders intensiv und zu einem großen Teil für die packende Atmosphäre verantwortlich, ist Deine Stimme. Ist die geschult, oder hast Du das ohne professionelles Zutun entwickelt?

Kann man das irgendwo lernen? Nein, geschult ist sie nur in dem Sinne, dass ich das seit Gründung der Band mache. Nachdem ich jedwedes Instrument aus der Hand gelegt hatte, habe ich auch angefangen, hier mehr zu probieren, mehr Emotion zuzulassen und das Spektrum zu erweitern.

Absolut beindruckend ist auch das Cover der CD! Hast Du das selber gemacht und was genau stellt es dar?

Danke - Ja, das ist eigene Arbeit. Das Foto entstand in einem Fotoshooting und zeigt ein verfremdetes Frauengesicht mit geöffnetem Mund, aus dem Flüssigkeit herausläuft.

Was ich bis jetzt im Netz über "GTRD" gelesen habe war durchweg sehr positiv bis noch besser. Verfolgst Du das aufmerksam und hattest Du so gute Reaktionen erwartet?

Klar, es ist schon interessant zu sehen, wie die Resonanz so ausfällt. Zwar haben wir eigentlich im Laufe der Jahre nie wirklich schlechte Kritiken oder Verrisse bekommen, dennoch ist es schon überraschend zu sehen, wie gut ‚GTRD‘ anzukommen scheint.

Nun ist Thornesbreed ja eindeutig Dein "Baby". Schlägt sich das auch beim Komponieren und Texten nieder, oder sind alle Musiker am kreativen Prozess beteiligt?

Nunja… Klar ist es mein Baby und ich bin das einzige verbliebene Gründungsmitglied, aber ich würde behaupten, es ist auch nicht weniger das Baby der anderen Mitglieder. Faust ist schon der musikalische Impulsgeber, er schreibt viel und ist ziemlich produktiv. Richtige Songs entstehen dann im Proberaum in gemeinsamer Arbeit. Auch die beiden anderen engagieren sich sehr, ohne dabei laut um Anerkennung zu betteln. Mein unbestrittenes Feld ist die Texterei und das Konzeptionelle. Möglich, dass ich im Zentrum der Wahrnehmung stehe, aber ich denke, wir funktionieren nur als Gefüge wirklich.

Was kannst Du mir über die Texte erzählen? Gibt es ein Konzept, oder eine Art Handlung?

Sie sind sehr persönlich. Ich werde sie sicher nicht auseinandernehmen, sie haben sehr viel mit mir, mit Erfahrungen und teilweise recht heftigen Emotionen zu tun. Einen roten Faden in dem Sinne gibt es nicht. Es gibt zentrale Themen wie persönliche Erfahrungen, Menschenverachtung, Selbstzerstörung, Wut und daraus erwachsenden Schmerz.

Wie sieht es für die Zukunft aus? Ist das Bandgefüge fest genug, dass man ab jetzt in regelmäßigen Abständen neuen Stoff von Euch erwarten darf? (Nach einem solch geilen Album können wir Fans einfach nicht wieder so lange warten!!) Wie sieht es mit Live-Auftritten aus?

Ich hoffe es. Nachdem Morvan ausgestiegen ist und E. erfreulicherweise zu uns stieß hoffe ich, dass Contamination’s Abgang erst einmal der letzte war. Es fühlt sich mittlerweile sehr nach gewachsenem, festem Gefüge an und ich denke, das nächste Album wird nicht wieder vier Jahre brauchen. Nachdem ‚GTRD‘ nun raus ist, hoffen wir auch auf das eine oder andere Konzert. In Planung ist einiges, spruchreif ist bisher aber nur unser Dabeisein beim Autumn From Hell Festival im sächsischen Hohenstein-Ernstthal am 28.11. diesen Jahres.

So, das soll's sein für heute! Die letzten klugen Worte gehören Dir.

Mit letzten klugen Worten tu ich mich traditionell schwer. Abgesänge mag ich nicht. Ich sag mal so: Danke für das Interview und ich hoffe, wir sehen uns mal live.

Christian Hemmer

XXL-Tipp

XXL Tipp Crypts Of Despairxxl

Das hörst Du Dir an:

Begerith - A.D.A.M.

begerith2xxl

Anvil - Pounding The Pavement

Anvil  Pounding The Pavementxxl

Vardan: Nostalgia - Archive of Failures 1-6

vardan 2018xxl

Las Casas Viejas - goule/H

Las Casas Viejas  goule Hxxl

Cruentator - Ain't War Hell

Cruentatorxxl

Corpse Garden - IAO 269

 Corpse Garden xxl

Tetragrammacide - Primal Incinerators of Moral Matrix

Tetragrammacide

Talv - Entering a timeless Winter

Talv  Entering a timeless winterxxl

Children of Technology: Apocalyptic Compendium 

children of technology Kopiexxl

In Vain - Currents

InVain Currentsxxl

Sacrilegious Rite - Summoned from Beyond

Sacrilegious Rite xxl

Hades Archer - Temple of the Impure

Hades Archer  Temple oxxl

Gloam - Death is the Beginning

gloam cover xxl

Shining: X - Varg Utan Flock

shining xxxl

Cloak - To Venomous Depths

Cloakxxl

Meyhnach - Non Omnis Moriar

Meyhnach Non Omnis Moriar CD DIGIPAK 63142 1

A Pale December - The Shrine of Primal Fire

A Pale Decemberxxl

Da gehst Du hin:

hell over hammaburg 2018 e forcexxl

RISEOFTHE COSMIC FIRE xxl

cannibal corpse tour 2018xxl

Oscillating Brain

dool tourxxl

SepticFlesh poster EU 2018xxl

execration void tourxxl

rotting christ tour 2018xxl

dead daysxxl

DWEF Primordial tour 2018xxl

rotten soud tourxxl

Ne Obliviscaris EU 2018 xxl

party.san 2018 venomxxl

Zum Seitenanfang