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Hackneyed im Interview

Hackneyed haben mit „Inhabitants Of Carcosa“ ein neues Album draußen und alle so: yeah! Wir schnappten uns Fabian - zuständig für die vier dicken Saiten - und stellten ihm ein paar höffliche Fragen.

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(Bildquelle: Oktober Promotion)

Moinsen Leute, ich hoffe, bei Euch ist zur Zeit alles sexy.

Hey! Soweit ist alles cool bei uns. Unser neues Album ist draußen und wir sind derzeit auf Release-Tour. Es könnte nicht schöner sein! :-)

Bevor wir zur neuen Krawallschachtel „Inhabitants Of Carcosa“ zu sprechen kommen, müssen wir die Vergangenheit etwas aufarbeiten. Euer letztes Werk „Carnival Cadavre“ erschien vor knapp vier Jahren. Ein verhältnismäßig langer Zeitraum, wenn man bedenkt, dass Ihr die drei Vorgänger fast im Jahrestrakt veröffentlicht habt. Weshalb jetzt diese relativ lange Pause?

Nach der Veröffentlichung von „Carnival Cadavre“ waren wir erst mal live sehr viel unterwegs. Wir haben 2012 einige Festivals gespielt, waren mit Arch Enemy auf Europa Tour und in den USA beim Barge To Hell. 2013 haben wir uns dann bereits dem Songwriting für das neue Album gewidmet. Das war ein ziemlich langwieriger Prozess. Wir haben uns neuen Einflüssen geöffnet, extrem viel Material gesammelt, mit den einzelnen Parts experimentiert und gleich eine ausgiebige Vorproduktion selbst aufgenommen. Mit dieser sind wir dann Anfang 2014 ins Studio. Dadurch konnten wir mit den Songs schon ganz anders arbeiten. Im Studio haben wir noch an den Stücken gefeilt und auch soundtechnisch sehr viel ausprobiert und experimentiert. Mit dem Ergebnis unserer Arbeit sind wir aber mehr als zufrieden und wir bereuen es keineswegs, uns diese lange Zeit dafür genommen zu haben.

Das neue Album ist mittlerweile veröffentlicht. Wie ich in den Pressemeldungen gelesen habe, kommt „Inhabitants Of Carcosa“ auch bei vielen anderen Kollegen merklich gut an. Seid Ihr zufrieden mit den bisherigen Resonanzen und wie seht Ihr, mit etwas Abstand, die Scheibe im Gesamtkontext zu Eurer Diskografie? Ist die neueste Scheibe für Euch auch immer automatisch die Beste von Welt und inwiefern unterscheidet sich das Album vom letzten Werk „Carnival Cadavre“?

Ja, „Inhabitants Of Carcosa“ wird von den Kritikern überwiegend positiv aufgenommen, was uns natürlich freut. Auch mit der bisherigen Resonanz unserer Fans - die uns nebenbei gesagt eigentlich wichtiger ist, als einzelne Kritiken - sind wir sehr zufrieden.
Jede unserer Scheiben hat für uns einen gewissen Charme, man verbindet mit ihnen schließlich auch Gefühle und Erinnerungen. Dennoch sehen wir „Inhabitants Of Carcosa“ im Moment als die Krönung unseres bisherigen musikalischen Schaffens an. Das hat selbstverständlich etwas mit der langen Produktionszeit, der ganzen Energie und der Arbeit zu tun, die wir in die Platte gesteckt haben. Aber auch damit, dass wir komplett neue Elemente in unsere Musik integriert haben, ohne unseren alten Stil vollkommen zu verlieren. Mit „Inhabitants Of Carcosa“ haben wir unserer Meinung nach ein Album geschrieben, das old school und modern zugleich klingt.

An „Inhabitants Of Carcosa“ gefällt mir besonders gut, dass die Songs zwar allesamt anspruchsvoll und alles andere als simpel sind, aber trotz allem höchst eingängig klingen, ohne schnell abzunutzen. Was ist wichtiger: Anspruch oder einfach nur ein cooler Song, der recht flott ins Ohr geht?

Die Frage hast du dir eigentlich schon selbst beantwortet: Wenn ein Song musikalisch und künstlerisch anspruchsvoll klingt und gleichzeitig sofort ins Ohr geht, dann wissen wir, dass wir ihn auf ein Hackneyed-Album packen können. Wir sind uns schon beim Schreiben und Aufnehmen die strengsten Kritiker und würden unsere Hörer niemals mit weniger als unserem Besten abspeisen.

Wie lange habt Ihr schlussendlich an „Inhabitants Of Carcosa“ geschraubt?

Songwriting, Pre-Production und die gesamte Produktion von den Aufnahmen bis zum Mischen und Mastern - das alles hat insgesamt nun tatsächlich fast zwei Jahre gedauert. Eine lange Zeitspanne, aber wir finden, die Arbeit hat sich gelohnt und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Hackneyed InhabitantsOfCarcosa Frontcover webWährend „Carnival Cadavre“ sich inhaltlich um das Thema Zirkus drehte, ist es nun die Kurzgeschichte „An Inhabitant of Carcosa“ (1887) von Ambrose Pierce, die Euch beeinflusst hat. Was ist das Faszinierende an dem Geheimnis um den Yellow King und die legendäre Stadt Carcosa? Und wer von Euch ist der größte „True Detective“-Fanboy?

„Zirkus“ war an Carnival Cadavre eigentlich auch nur die Verpackung. Der verarbeitete Inhalt war dort auch schon beabsichtigt sehr tiefgreifender und sozialkritischer, als beim ersten Durchhören wahrzunehmen ist. Der Carcosa-Mythos ist eines der ältesten Produkte der Horrorliteratur überhaupt und fand über die Jahrzehnte hinweg immer wieder Einzug in verschiedenste Werke, jüngst eben in die erste Staffel der Serie „True Detective“. Das allein macht das Thema schon ziemlich spannend und interessant. Hinzukommt dann noch die düstere, erdrückende und beängstigende Atmosphäre, die durch den Mythos erzeugt wird. Allein schon beim Gedanken an Carcosa und den König in Gelb, läuft es mir eiskalt den Rücken herunter.
Der größte „True Detective“-Fanboy ist wohl mit Abstand unser Sänger Phil. Er hat die Serie auch an uns anderen herangetragen und uns damit „infiziert“. :-D

Das Coverartwork, ein weiteres Mal von Björn Goosses/Killustrations abgeliefert, ist ein wahrer Augenöffner. Ich finde, dass es die düstere Grundstimmung vom Album perfekt einfängt. Wie seht Ihr das?

Wir sehen das ganz genauso! Die Zusammenarbeit mit Björn war in der Vergangenheit bereits spitzenmäßig und wir wussten genau: Wenn einer das umsetzen kann, was wir uns vorstellen, dann er. Und Björn hat es am Ende wieder einmal geschafft, unsere teils wirren, stichwortartigen Beschreibungen visuell perfekt umzusetzen. :-)

„Inhabitants Of Carcosa“ wurde Nikita Kamprad (Der Weg Einer Freiheit) in Würzburg und von Staffan Karlsson in Halmstad/Schweden aufgenommen und produziert. Wie sah die Arbeitsteilung genau aus? Und was waren die Gründe, nicht ein weiteres Mal bei Corni Bartels aufzunehmen?

Mit Nikita verbindet uns mittlerweile eine langjährige Freundschaft. Wir schätzen seine Arbeit sehr und haben ihn als den richtigen Produzenten für unseren neuen Sound ausfindig gemacht. Das war eine rein künstlerische Entscheidung und hatte nichts mit Corni Bartels (Weltraum Studios) zu tun, der in der Vergangenheit ebenfalls Großartiges für uns geleistet hat. Bei Nikita haben wir sämtliche Instrumente aufgenommen, die Samples eingebaut und er hat die Songs gemischt, bevor sie zum Master an Dan Swanö gingen.
Der Gesang wurde von Staffan Karlsson aufgenommen, mit dem Phil während seiner Studienzeit in Schweden für sein Nebenprojekt „Illusion Of Strength“ bereits zusammenarbeiten durfte. Staffan konnte ihn damals von seinen Fähigkeiten überzeugen, sodass Phil für die Gesangsaufnahmen extra nach Halmstad gereist ist. Und wie wir finden, hat sich das auch mehr als gelohnt.

Herausgekommen ist ein Sound, der modern, aber auch angenehm organisch klingt. Mit Sicherheit auch ein Verdienst von Dan Swanö, der das Teil gemastert hat. Was sagt Ihr zum Sound der Scheibe?

Wir finden den Sound klasse! Bereits während des Studioaufenthalts haben wir darauf geachtet, dass die Aufnahmen möglichst organisch klingen und haben die Songs auch alle analog aufgenommen und kaum editiert. Sowohl Nikita beim Mix als auch Dan Swanö beim Master haben jedoch ganze Arbeit geleistet und am Ende dem Soundpaket noch den letzten Schliff verpasst.

Ihr bringt das Album über das bandeigene Label CoMa Tone Records heraus. Weshalb jetzt, nachdem ihr in der Vergangenheit schon bei Nuclear Blast und Lifeforce Records unter Vertrag wart, das eigene Label und wie wichtig sind im Internetzeitalter immer noch Plattenfirmen?

Eine starke Plattenfirma im Rücken zu haben, hat natürlich viele Vorteile, allein was die Promo und den finanziellen Aspekt betrifft. Dennoch kann sich der Druck eines Labels auch negativ auf die künstlerische Freiheit und Entfaltung auswirken. Auch wenn wir damit eigentlich glücklicherweise keine Probleme hatten! Aber es im heutigen Internetzeitalter einfach leichter, seine Musik selbst zu verbreiten. Daher haben wir uns - wie viele andere Bands auch - letztendlich dafür entschieden, unser eigenes Musiklabel zu gründen und „Inhabitants Of Carcosa“ selbst zu veröffentlichen. Diese Entscheidung bereuen wir bisher auch keineswegs. Mit unserem Manager Achim Ostertag und anderen Supportern ist die nötige Erfahrung und die richtigen Partner dafür mittlerweile vorhanden.

Können sich zukünftig auch andere Bands bei Euch bewerben oder werden auf CoMa Tone Records ausschließlich Hackneyed Klamotten veröffentlicht?

Vorerst wird CoMa Tone Records allein des Arbeits- und Zeit-Aufwands wegen ausschließlich Hackneyed im Programm haben. Aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt… ;-)

Wie beschreibt Ihr Euren Sound? So richtig Death Metal to the bone ist ja nicht. Modern, aber eben nicht zu trendy.

Wie oben bereits erwähnt, sehen wir unsere Musik als modernen Death Metal, der einen guten Spagat zwischen dem old school Style und neuen, teils genre-fremden Elementen schafft.

Kluger Schachzug übrigens, dass man dich und Philipp von Necrotted ins Boot geholt habt. Das spart auf der kommenden gemeinsamen Tour Personalkosten und Platz im Van. Im Ernst: Was erwartet/erhofft Ihr von der kommenden Tour?

Mit der Release-Tour wollen wir natürlich unser neues Album promoten und den Leuten die Songs auch live präsentieren. In erster Linie geht es uns aber darum, endlich mal wieder herauszukommen und in engem Kontakt mit den Fans gemeinsam Spaß an der Musik zu haben. Songwriting und Studio-Sessions sind ja schön und gut und es ist ein unbeschreiblich tolles Gefühl, ein fertiges, neues Album endlich in den Händen zu halten und in die Anlage werfen zu können. Allerdings geht nichts über eine geile Live-Show mit einem feiernden Publikum, das am Ende des Abends überglücklich und verschwitzt nach Hause geht. :-D

Auf welchen Sommerfestivals kann man Euch in diesem Jahr sehen?

Dieses Jahr werden wir u.a. beim Summer Breeze Open Air, beim Rage Against Racism, auf dem Out & Loud Festival, dem Metal Frenzy und dem Sunstorm Festival zu sehen sein. Festivals sind immer etwas Besonderes und wir freuen uns schon total auf die Shows!

Was macht Ihr eigentlich so im "normalen" Leben?

Die Musik zum Beruf gemacht hat von uns bisher nur Tim. Nach seiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann ist er noch mal auf die Schule und studiert nun in Mannheim an der Popakademie. Phil ist gelernter Zimmermann und hat mittlerweile ein Studium der Optoelektronik erfolgreich abgeschlossen. Devin studiert aktuell Englisch und Sport auf Lehramt in Tübingen. Mein Bruder Philipp hat eine Ausbildung als IT-Systemkaufmann absolviert, ging danach auch noch mal die Schulbank drücken und hat dieses Jahr sein Abitur gemacht. Ich selbst habe Politikwissenschaft und Soziologie studiert und bin Jugendsekretär bei der IG Metall. Also ganz breit aufgestellt und bereit für die Übernahme der Weltherrschaft, bzw. Carcosa!

Welche Alben haben Euch so in der letzten Zeit total begeistert?

Im letzten Jahr haben mich vor allem das neue Slipknot-Album „.5: The Gray Chapter“ und die aktuelle Platte „Our Endless War“ von Whitechapel besonders beeindruckt. Ein Album, das uns 2015 bereits alle total begeistert hat: „Stellar“ von Der Weg Einer Freiheit!

Die letzten klugen Worte und dergleichen gehören Euch:

Stay fucking metal and don’t forget the daily dose of headbang! ;-)
Vielen Dank für das Interview!

Danke für Eure Zeit.

Sven Meier

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