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Vargsheim im Interview

Vargsheim haben auf ihrem neuen Album "Träume der Schlaflosen" dem Black Metal definitiv neue Akzente gegeben, indem sie gekonnt szenefremde Einflüsse ihren Sound einbauen. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen (und vor allem hören) lassen. Lest im folgenden Interview, was die Kollegen beim Schreiben ihrer Songs beeinflusst und wie "Black Metal" sie sich immer noch fühlen!

vargsheim

(Bildquelle: Band/Facebook)

Grüße nach Bayern, wie läuft's im Hause Vargsheim?

Grüß dich! Läuft soweit ganz gut…

Da dies unser erstes Gemeinsames Interview ist, möchte ich Euch zu Beginn darum bitten, Euch erst mal vorzustellen! Wer seid Ihr und wer macht was bei Vargsheim?

Wir sind ein Trio bestehend aus mir, Kaelt, Gitarrist & Sänger, meinem Bruder Harvst, Bassist & Sänger und Schlagzeuger Naavl. Als Vargsheim machen wir seit mittlerweile 10 Jahren Musik zusammen, 8 davon in der aktuellen Besetzung.

Wenn ich richtig informiert bin, entstand die Band 2005 sozusagen aus der Asche der Band Blutrunst. Hat sich damals auch Euer Sound verändert (leider kenne ich das Blutrunst Demo nicht), oder habt Ihr (d.h. Kaelt und Harvst) im Grunde genommen nur den Namen gewechselt?

In Sachen Demo hast du da nichts verpasst, keine Sorge. Blutrunst stellt unsere ersten musikalischen Gehversuche dar, als das Ganze ernsthafter wurde, wollten wir uns auch namentlich abgrenzen. Blutrunst klingt auch nicht gerade nach der Musik, die wir mittlerweile machen, haha.

Warum habt Ihr den Namen Vargsheim damals gewählt? Was verbindet Euch mit dem Wolf? Ich gehe mal einfach davon aus, dass Ihr Euch nicht nach Herrn Vikernes benannt habt?

Ne, mit dem Varg hat das nichts zu tun. Der Wolf ist ein Symbol für das, was der moderne Mensch versucht hat auszurotten, auszusperren und zu unterdrücken – das Tier in sich selbst. Wir wollten dem Wolf in uns eine Heimstatt geben, deshalb der Name „Vargsheim“. Hier leben wir unsere inneren Dämonen aus anstatt sie zu verleugnen.

Nun ist unlängst Euer neues Album "Träume der Schlaflosen" herausgekommen. Ich habe soweit eigentlich nur positive Kritiken zu der CD gelesen. Seid Ihr zufrieden mit den Reaktionen?

Im Großen und Ganzen, ja. Was mich doch überrascht hat war, dass einige, die unser letztes Album „Erleuchtung“ total abgefeiert haben, uns diesmal mehr kritisieren. Wir haben das progressive Element, das auf unseren älteren Alben wesentlich präsenter ist, zurückgefahren und versucht, kompaktere und eingängigere Songs zu schreiben. Das liegt auch einfach daran, dass sich unsere eigenen Geschmäcker wandeln. Für mich ist das Album definitiv unser bisher bestes, aber das haben neue Alben ja für Musiker so an sich…

Ihr frischt den Black Metal mit verschiedenen eigentlich genrefremden Elementen auf, vor allem dem guten alten 70s-Rock. Wie seid Ihr darauf gekommen, sich vom traditionellen Black Metal weg zu bewegen, hin zu etwas ganz Neuem?

Vargsheim hatte schon immer eine starke Rock-Schlagseite, das hat einfach damit zu tun, dass wir schon als kleine Jungs durch unsere Eltern KISS, Guns´n´Roses und Scorpions gehört haben. Später machten Naavl und ich mal ein paar Rock´n´Roll Nummern und überlegten uns, das Ganze ernsthafter anzugehen. Letztendlich wollten wir aber nicht eine dieser Bands sein, bei der jeder Musiker noch drei Projekte am Laufen hat und beschlossen, unsere Rock-Roots einfach stärker in Vargsheim einfließen zu lassen. Dieser „Beschluss“ und die damit einhergehende Entwicklung sind allerdings schon viele Jahre her, schon auf „Weltfremd“ von 2010 waren wir BM-untypischen Elementen gegenüber sehr offen.

VARGSHEIM Traume Der SchlaflosenWelche Bands inspirieren oder beeinflussen Euren Sound?

Neben den oben genannten Bands sind im Rock-Bereich noch Rainbow und Nirvana zu nennen. An Black Metal-Acts sind die größten Einflüsse wohl Taake, Shining, Enslaved, Helrunar, Forgotten Tomb und diverser Underground-Stoff.

Der Sound ist untypisch und auch Euer Auftreten, bzw. Eure Optik hat nicht wirklich viel mit Black Metal zu tun, Wie sehr fühlt Ihr selbst Euch dieser Szene eigentlich zugehörig?

So BM-untypisch finde ich unser Auftreten eigentlich gar nicht – wir sind drei langhaarige, tätowierte Typen mit Black-Metal-Shirts, passt doch?! Szenezugehörigkeit ist uns nicht besonders wichtig, ich denke aber schon, dass Vargsheim dem Black-Metal zuzuordnen ist. Darüber dürfen sich Review-Schreiber den Kopf zerbrechen. Wir konzentrieren uns auf unsere Musik und nicht auf Beschränkungen durch Szene-Denken.

Nach dem positiven Eindruck, den "Träume der Schlaflosen" bei mir hinterlassen hat, habe ich mir recht flott das Vorgängeralbum "Erleuchtung" organisiert. Dort seid Ihr noch etwas tiefer im Black Metal verwurzelt, aber es deutet sich an vielen Stellen sehr gut an, dass Ihr auf dem Weg seid, diese Grenzen zu sprengen. Wie würdet Ihr selber die Entwicklung vom zweiten zum dritten Album charakterisieren?

Wenn ich an „Erleuchtung“ zurückdenke, finde ich die Scheibe eigentlich Rock-lastiger als unser aktuelles Werk. Gerade die Gitarren spielen da oft softeres Zeug, wobei der Sound um einiges schlechter ist, da hast du mit deiner BM-Verwurzlung schon Recht, haha. Der größte Unterschied von „Erleuchtung“ zu „Träume der Schlaflosen“ ist wohl die Herangehensweise ans Songwriting, was auch zu dieser Entwicklung geführt hat. Früher arbeitete ich die Songs zu 90% an der Gitarre aus, dann wurden Bass und Schlagzeug dazu geschrieben, die Vocals entstanden nebenher. Diesmal schrieb ich die Songs ca. zur Hälfte fertig, hatte zum Teil auch schon den passenden Text geschrieben, dann begannen wir im Proberaum mit der Ausarbeitung. Dadurch wurde für die einzelnen Riffs und das Zusammenspiel als Band mehr Zeit verwendet, was wohl auch dazu geführt hat, dass die Songs eingängiger sind und live einfach besser funktionieren.

Wer ist bei Euch für Texte verantwortlich, bzw. hat sich diesen geilen Titel für das Album ausgedacht?

Die Texte teilen Harvst und ich uns. Auf „Träume der Schlaflosen“ stammen drei aus seiner und fünf, darunter auch der Titeltrack, aus meiner Feder, das variiert von Album zu Album.

Könnt Ihr einen kleinen Einblick in den Inhalt, bzw. das Konzept Eurer Texte geben? Warum habt Ihr Euch für die deutsche Sprache entschieden?

Wie schon beim letzten Album haben wir die Texte über einen längeren Zeitraum und ohne konzeptionelle Vorstellungen geschrieben. Ein Rahmen ergab sich erst am Schluss, irgendwie sind alle Songs miteinander verknüpft ohne dass wir das geplant hätten. Grob gesagt kann man die Texte in zwei Arten unterscheiden, die menschheitskritischen und die persönlichen. Wer darüber mehr erfahren will dem sei unser Track by Track zum Album auf dem MDD-Youtube-Channel ans Herz gelegt.
Meiner Meinung nach bedarf es keiner Erklärung warum wir auf Deutsch singen, in der Muttersprache kann man sich nun mal am besten ausdrücken. Vor Jahren habe ich mich mal an ein paar englischen Lyrics versucht, aber da kamen nur recht oberflächliche Sachen bei raus, nicht das, was wir mit Vargsheim machen wollen.

Ganz im Ernst, wie sehr nervt es eigentlich, dass in jeder zweiten Rezi immer noch von Euch als "Hintergrundband" von Imperium Dekadenz geredet wird, obwohl Ihr seit mittlerweile 10 Jahren als komplett eigenständige Band funktioniert?

Und in jedem Interview kommt eine Frage dazu, haha. Anfangs hat das schon genervt, mittlerweile haben wir uns wohl daran gewöhnt. Es bringt mehr Vor- als Nachteile für Vargsheim dass wir auch die Live-Mannschaft von Imperium Dekadenz sind, von daher beschweren wir uns nicht.

Wo seht Ihr Euch und die Band in zehn Jahren? Gibt es Träume, die Ihr Euch mit Vargsheim unbedingt mal erfüllen wollt?

Ich bin verdammt stolz auf unsere ersten zehn Jahre und hoffe einfach, dass wir in weiteren zehn immer noch zusammen Musik machen. Wie groß und bekannt wir dann sind ist zweitrangig, Rockstar wirst du mit der Musik sowieso nicht. Ein Ziel wäre mal auf dem Party San zu spielen, auf Tour zu gehen wäre auch nicht schlecht…

Was macht Ihr eigentlich so im "normalen" Leben?

Ich mache gerade eine Fortbildung zum Maschinenbautechniker. Naavl ist Anlagenmechaniker bzw. Schweißer und Harvst ist Goldschmied.

Welche Alben haben Euch so in der letzten Zeit total begeistert?

Ich bin im Moment sehr angetan von der neuen Enslaved „In Times“. Hatte nicht erwartet dass die so stark wird… Harvst feiert soweit ich weiß noch ziemlich Primordial´s „Where greater men have fallen“.

Was können wir als nächstes von Vargsheim erwarten? Kommt Ihr auf Tour?

Ob wir ´ne ganze Tour bewerkstelligen können weiß ich nicht, es sind auf jeden Fall ein paar Wochenend-Doppel in Planung. Unser nächster Gig ist auf dem Dark Troll Open Air und ich hoffe, dass danach noch einiges kommt.

Die letzten (klugen) Worte gehören Euch!

Gute Fragen, gutes Interview! Holt euch „Träume der Schlaflosen“, am besten, solange das Album noch als Digipack zu haben ist!

Besten Dank, dass Ihr Euch die Zeit für meine Fragen genommen habt! Übrigens wird das aktuelle Album Band hier verlost.

Christian Hemmer

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