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Dead End im Interview

Wie Phönix aus der Asche hat sich die legendäre niederländische Gothic/Death Formation Dead End aus ihrem kalten Grab erhoben. Nicht nur, dass endlich alle ihre Songs auf einer großartigen CD zusammengefasst wurden, die Band spielt auch wieder live und will eine neue CD aufnehmen – Juchhe!!!. Bassist Alwin Roes plauderte mit mir über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Band…

deadend fb proffoto

(Bildquelle: Band)

Hi Leute! Großartig, Euch zurück zu haben!

Hey Mann, Yeah, es ist großartig zurück zu sein.

Stellt Euch bitte erst mal vor!

Nun, mein Name ist Alwin Roes und ich spiele den Bass bei der neugestarteten niederländischen Death/Doom Band Dead End.

Lass uns mit Eurer Vergangenheit anfangen! Wann habt Ihr Dead End gegründet und was waren für Euch die Gründe, eine eigene Band haben zu wollen?

Eigentlich bin ich der Einzige, der Dead End gar nicht gegründet hat. Jeroen, sein Bruder Eef, Gunther, sein Freund aus der Nachbarschaft, waren zusammen mit Micha die Gründer dieser Band, ich bin erst ein gutes Jahr später dazugekommen, kurz nach der Veröffentlichung des „Tales“ Demos. Ich habe den Bass übernommen, zunächst war Micha Sänger und Bassist, aber er wollte sich komplett auf den Gesang konzentrieren, ohne gleichzeitig ein Instrument zu spielen.

Gleich von Beginn an habt Ihr nicht den “typischen“ Death Metal gespielt. War das immer so geplant, oder hat sich das spontan beim Komponieren so ergeben?

Nun, ich denke, das “Tales” Demo war noch ziemlicher Standard für diese Zeit (frühe Neunziger), als ich dann in die Band gekommen bin, habe ich meine eigenen Einflüsse mitgebracht und das hat irgendwie die Entwicklung angetrieben. Die Kollegen standen mehr als ich auf die brutalen Sachen, sie hörten Obituary, Entombed und Death, Micha stand mehr auf Paradise Lost und Sisters of Mercy und ich habe dann das Doom-Zeug wie Candlemass und Anathema zu dem gemeinsamen Vorhaben gebracht, das hat richtig gut funktioniert und ich denke immer noch, dass wir anders waren zu der Zeit, in einer coolen, bescheidenen Art…

Was waren damals Eure musikalischen Einflüsse?

Hah, diese Frage wurde ja quasi bereits eben beantwortet: Candlemass, Anathema, Paradise Lost, Entombed und Obituary waren die größten Einflüsse für uns damals.
Die Death Metal Szene in den Niederlanden war damals etwas ganz besonderes, da sie extrem unabhängig und außergewöhnlich war! Was denkst Du waren die Gründe, dass Bands wie Asphyx, Pestilence, Gorefest und viele andere, anders und speziell waren?
Hm, ich würde sagen, sie alle hatten die Eier, sich selbst voller Selbstbewusstsein und einem Riesenhaufen voll Talent zu präsentieren. Natürlich hat es auch geholfen, dass die Szene in dieser Zeit hervorragend und sehr stark war für die Tapetrader in der ganzen Welt. Naja und wenn ein kleines Land wie die Niederlande ein paar gute Bands hervorbringt und auch ein paar Labels hat, die von Leuten geführt werden, die das Ganze aus Liebe zur Musik und nicht für das Geld machen, ist das schon ein Statement für die Welt, weißt Du. „HELL YEAH, WE ARE FROM THE NETHERLANDS!!“. Die Welt spricht dann über dieses kleine Land mit den paar großartigen Bands und dann suchen sie nach mehr und finden es auch… schon beeindruckend, nicht wahr?

Das absolute Highlight Eurer früheren Kreationen war zweifellos die brillante EP “Wartime in Eden”. Meiner Meinung nach in einem Atemzug zu nennen mit den großartigen Frühwerken von Paradise Lost, Anathema, oder Tiamat. Wie zufrieden ward Ihr damals mit der EP und wie seht Ihr das heute?

Ich stimme Dir in dem Punkt zu, dass es für mich ebenfalls das Highlight meines musikalischen Schaffens war und ich weiß, dass es für die anderen Jungs ebenso war. Es war eine großartige Zeit und verdammt noch mal, wir waren noch Kinder, als das alles angefangen hat. Mit der Veröffentlichung von „Wartime…“ haben wir eine Entwicklung in uns selbst wahrgenommen und waren natürlich verdammt stolz darauf – und sind es heute noch!

Wer war für das wunderbare Cover verantwortlich?

Das dürfte Gunther gewesen sein (falls wir über das Cover der „Wartime-7“ reden). Gunter hat all unser Artwork gemacht: T-Shirts und Sleeves, Demo Covers und so ein Zeug – es lag alles in Gunthers Hand. Er hat auch unser neues Logo entworfen (das alte in Kombination mit einem eindrucksvollen roten Kruzifix). Das Artwork auf „Forever ist not eternal“ wurde von Arco Wolf gemacht, ein großartiger Kerl hier aus Holland. Er war ein Dead End Fan aus den alten Tagen, so wusste er genau, was ich haben wollte für diese Veröffentlichung. Tatsächlich war er es sogar, der mit dem Titel „Forever is not for always“ ankam, den wir dann in „Forever ist not eternal“ umgeändert haben.

Dead End  Forever is not eternalLeider war es danach Aus mit Dead End. Was waren die Gründe für die Trennung?

Wir bekamen ein paar Angebote für einen CD-Deal, von großen Namen (Nuclear Blast, Century Media und einige mehr, an die ich mich nicht mehr erinnern kann). Aber in dem Zusammenhang kamen solche Sachen wie Tour Verpflichtungen und anderes. Drei von uns hatten sich für ein Studium verpflichtet, das startete und so entschieden wir uns für „Alles oder Nichts“ – Leider wurde „Nichts“ daraus…

Was habt Ihr in der Zwischenzeit gemacht? Habt Ihr auch weiterhin Musik gespielt?

Ich persönlich? Ich habe mit Micha und Bart Smits (The Gathering) mit unserem Doom/Gothic/Dance Ding „Wish“ weiter gemacht, danach habe ich „Morthicia“ als eigenes Projekt aufgezogen und weiterhin mit einigen Tribute Band wie „The ‚Unforgiven“, oder „Fullbeat“ gearbeitet. Nach „Wish“ hat Micha die Musik komplett aufgegeben, wie ich denke. Eef und Jeroen haben „Feeler“ gemacht und waren später mit „My Favorite Scar“ sehr erfolgreich. Gunther spielte noch in einer lokalen Band hat es dann auch für ein paar Jahre aufgegeben.

Warum kam jetzt, 20 Jahre später, die Wiedervereinigung? Wie überrascht ward Ihr, dass nach all der Zeit, immer noch Interesse an Euch und Eurer Musik besteht?

Die Überraschung war wie eine Ohrfeige, Wir dachten, es wäre großartig, das alte Zeug remastert auf einem Album zu haben. Wir haben einiges im Laufe der Zeit verloren, einerseits durch Verfall (Tapes halten kein Leben lang, weißt Du? Hahaha!), oder wir haben die Spur verloren, wo wir das verdammte Ding verloren haben. Ich musste sogar ein Exemplar von „Wartime…“ kaufen, ich hatte es nicht mehr.

Aber in Folge der Ankündigung dieser Veröffentlichung auf Facebook kamen einige großartige Reaktionen, ob Dead End auch wieder live auftreten würden… von mir gab es da ein fettes „JA“! Dead End war die beste Zeit in meinem musikalischen Leben, der Rest war anfangs nicht so enthusiastisch, aber als die CD rauskam, waren Jeroen und Gunther leicht zu überreden, wieder einzusteigen. Meinen Kumpel Jeroen Gjsbers kannte ich von „Fullbeat“ und Sänger Bas haben wir im Internet gefunden und so entstanden die alten/neuen Dead End, weil so ein Typ (Roel von Vic Records) dachte, unsere Musik wäre es immer noch wert raus in die Welt gebracht zu werden…

Wer ist noch von früher dabei und wer ist neu in der Band?

Wir haben Jeroen van Riet und Gunther Weerepas an der Gitarre und den Drums neben mir von der alten Band und dann haben wir Jeroen Gijsbers (Fullbeat...) an der Gitarre und Bas de Esch (u.a. Scenario II) am Mikro als die neuen Kollegen.

Jetzt ist gerade die Compilation-CD "Forever is not eternal" erschienen. Für mich, der seit Jahren vergeblich nach Euren Demos gesucht hat, ist ein Traum wahr geworden. Was sagt Ihr zu der durchweg positiven Resonanz von Fans und Presse?

Es ist überwältigend, fast jede Kritik ist gut, einige sind sogar großartig, die Interviews sind nett und wir bekommen mehr als nur zwei Zeilen in einem kleinen „Shit Chat“. Die Reaktionen von alten und neuen Fans sind einfach nur fantastisch! Unglaublich, aber da gibt es echt Leute, die immer noch Longsleeves von uns haben (und die auch immer noch tragen!). Die Leute fragen nach den alten Demos auf Tape, nicht nur Du, sondern mit Dir noch viele andere haben nach den alten Veröffentlichungen gesucht. Das macht uns wohl zu einer Art von „Kult-Helden“, was wir gar nicht wussten – hahahaha! Nein, wir sind keine Helden, aber zu sehen, dass Dead End immer noch existiert nach all diesen Jahren fühlt sich an, als wäre ich Teil eines Kultes, das ist schon was, worauf man stolz sein kann und das sind wir auch.

Die CD beginnt mit dem Song “Angel Thing”. Ist das ein neuer Song, oder habt Ihr den noch in irgendeiner Schublade gefunden?

Nein, nein “Angelthing” ist ein Song aus derselben Session wie die “Wartime in Eden“ Songs, wir haben ihn für unseren ersten Longplayer aufgenommen, aber dann haben wir uns ja entschieden, uns aufzulösen. Anthony van den Berg von D.S.F.A. Records wollte zwei unserer Song für seine bekannte Compilation-CDs haben und wir haben beschlossen, ihm exklusiv „Angelthing“ zu überlassen und haben den Rest auf die EP gepackt, die von unserem Kumpel Hans Smits auf dem Underground Label „Lowland“ Records veröffentlicht wurde. Es war mehr für uns, die Szene und unsere Fans um Danke“ zu sagen.

Was kannst Du mir über das mysteriöse Live-Tape sagen, dass bei Metal-Archives gelistet wird, sonst aber nirgendwo erwähnt wird?

Ich kann Dir sagen, dass wer immer hinter Metal-Archives steckt, hat uns niemals kontaktiert, um uns über das Update zu informieren. Das Einzige, was ich mir vorstellen könnte, ist, dass es sich um ein Tape handelt, das auf einer Party von einem Freund aufgenommen wurde. Es war nie so geplant, oder ist so veröffentlicht worden.
Ist es richtig, dass die beiden Demos und die 7” als MCs wiederveröffentlicht werden?
Hahaha, Du siehst, dass sich im Underground die Neuigkeiten schnell verbreiten! Ja, es ist wahr, ich bekam einige Nachfragen von Sammlern, die ihre Sammlungen vervollständigen wollten. Es hat etwas Zeit und Geld gekostet, um die alten Sachen zusammen zu suchen und vorzubereiten (Dank an Wannes und Daniel!), aber jetzt sind wir fast so weit, es zu veröffentlichen. Es wird nur eine limitierte Auflage geben, nichts um Geld zu verdienen, das ist nur für wahren Sammler.

Wird es ein neues Album von Euch geben? Wenn ja, was für Musik können wir erwarten?

Zur Hölle – JA! Wir schreiben schon neue Songs und vervollständigen halbfertige alte Songs aus der Vergangenheit, die eigentlich auf den Longplayer sollten. Es wird der Entwicklung folgen, die wir als alte Dead End gemacht haben, also die „Evolution“ von „Tales“ nach „Purity“, von „Purity“ nach „Wartime“ wird sich fortsetzen von „Wartime“ nach… REBORN FROM THE ANCIENT GRAVE… Death/Doom mit Style! Dieses neue Album wird Anfang 2016 veröffentlicht werden, so ist es geplant. Aber vorher wird „The Crypt Records“ (USA) unsere alten Songs als Doppel-LP herausbringen, genannt „Tals of Purity at Wartime“.

Was sind die nächsten Pläne für die Band? Werdet Ihr für Konzerte nach Deutschland kommen?

Wir arbeiten daran, Deutschland ist nicht so einfach, es sieht so aus, als wäre Dead End nicht sonderlich bekannt in Deutschland. In den Niederlanden haben wir (natürlich) schon einige Auftritte gebucht, ebenso in Belgien, Frankreich, Schweden. Wir arbeiten an netten Sachen mit alten Freunden wie Phlebotomized, Eternal Soltice und Officium Triste.
Gerben Mol (Phlebotomized, Burning Hatred) und ich sind der Motor hinter diesem Mini-Festival, genannt “VicFest“. Zusammen mit einigen nationalen und internationalen Bands, die auf Vic Records veröffentlicht haben, touren wir durch Europa. Wir haben schon einige Auftritte gebucht und arbeiten an weiteren. Aber ja, ich hoffe wir können auch Deutschland besuchen, es ist ein großartiges Metal-Land! Ihr Teutonen seid immer ein grandioses Live-Publikum und ausgeflippte Meute!

Die letzten Worte gehören Dir!

Vor allem möchte ich “Danke” sagen, es ist aufregend, wieder zurück zu sein und die Resonanz zu bekommen, wie wir es gerade erhalten. Unsere Musik packt die Leute immer noch wie wir es vor 23 Jahren gewollt haben und das ist geil. Wir werden versuchen, unsere neuen Songs so zu machen, dass sie es wert sind darauf zu warten und werden unseren „Dead End-Style“ weiterzuführen, als ob wir nie gestorben wären …. Hail to All!!!

Vielen Dank, dass Du meine Fragen beantwortet hast!!

Christian Hemmer

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