.

logo-twitterNEU Kopie

Google-PlusNEU Kopie

logo-facebook Kopie1

Aktuelle Seite: StartseiteInterviewsZombie Riot im Interview

Andsolis im Interview

Andsolis ist eine Band, die quasi aus dem Nichts kommend mit ihrem Debüt-Album allerorten Begeisterung entfacht und bei uns sogar die Höchstnote bekommen hat. Da stellen sich natürlich ein paar Fragen, die Simon und Manu freundlicherweise auch beantwortet haben. Nehmt Euch aber etwas Zeit zum lesen, denn die beiden haben wahre Romane geschrieben - Besten Dank Jungs!

andsolis photo3

(Bildquelle: SureShotWorx)

Hallo Leute! Erst mal Glückwunsch zu Eurem grandiosen Album!

Simon: Grandios klingt sehr schön, hehe. Muss ich mir einrahmen. ;)

Manu: Man tut was man kann. Aber danke für die Blumen.

Stellt Euch doch bitte erst mal vor. Wer ist wer und wer macht was bei Andsolis?

Manu: Also Simon ist quasi der Vater unseres siebenköpfigen Babys. Gründer, Songwriter und Gitarrist. Mit Stefan und Martin hat er sich an Gitarre und Keys zwei alte Bekannte von ihm mit an Bord geholt. Marco stieß aus seiner neuen Heimat Heidelberg auf Empfehlung hinzu und brachte gleich Bryan am Bass mit, da die beiden zusammen in den Niederlanden Musik studieren. Zu guter Letzt bliebe dann noch Olli für die Clean Vocals zu nennen und meine Wenigkeit zeigt sich für die Growls verantwortlich

Seid Ihr auch noch in anderen Bands unterwegs?

Manu: Außer Simon und Stefan sind glaube ich alle noch mit anderen Bands und Projekten neben Andsolis unterwegs. Bryan und Marco spielen noch bei den niederländischen Edge Of Serenity, Bryan zusätzlich noch bei Grim Ordeal. Wo Martin noch überall mitwirkt, hab ich noch nicht ganz überschaut, überwiegend aber im nichtmetallischen Bereich unter anderem bei Glaswald aus Heidelberg. Oliver ist primär mit Liquid Horizon beschäftig, wo er ebenfalls eher progressiveren Metalklängen frönt, jedoch ohne Death Metal Einflüsse wie bei Andsolis.
Ich für meinen Teil übernehme dann noch die Growls bei December Flower, Melodic Black/Death mit einem ordentlichen Old School Einschlag. Ende März kommt da übrigens auch eine neue Split EP raus, nur nebenbei angemerkt ;-) Du siehst, mit Andsolis sind die wenigsten scheinbar ausgelastet, haha.

Was ist eigentlich die Bedeutung Eures Bandnamens?

Simon: Die wörtlichste Übersetzung ist vermutlich „entgegen dem Lauf der Sonne". Das Wort geht auf den altnordischen Begriff andsoelis zurück, dieses Wort beschrieb übernatürliche Phänomene, ungünstige Omen und Handlungen mit spirituellem Bezug. In der isländischen „Saga von Snorri Godi" (aus der Eyrbyggja Saga) beispielsweise prophezeit die Bewegung des Mondes der Urd entgegen dem Lauf der Sonne (also andsoelis) eine Umkehrung der natürlichen Ordnung und das Nahen des Todes. Handlungen, die andsoelis ausgeführt wurden, hatten immer auch etwas gegen die soziale Ordnung Auflehnendes, Rebellisches und gesellschaftlich Verachtetes. Mir gefiel der Klang, die im Wortsinn ausgedrückte tiefe Individualität und Spiritualität des Wortes. Ich habe für den Bandnamen lediglich das „e" entfernt.

Kommen wir zu "Vigil". Ein großartiges Album, das nicht nur von mir, sondern eigentlich überall gute bis sehr gute Kritiken einfährt. Habt Ihr auch nur ansatzweise mit einem solchen Feedback gerechnet?

Manu: Im Vorfeld ist so etwas immer schwierig zu sagen. Wir waren bzw. sind von dem Material vollends überzeugt gewesen, jedoch vorher dann zu behaupten, das wird einschlagen wie eine Bombe wäre vermessen. Gerade durch die Stilistik ist es sehr schwer irgendwelche Prognosen abzugeben, wie das Album ankommen mag, ist es doch eine Scheibe, die einige Durchläufe benötigt. In der heutigen Zeit, in der sich viele glaube ich einfach nur schnell durch die Tracks skippen und Musik teilweise gar nicht diese Chance geben sich zu entwickeln, war uns klar, dass es Leute geben wird, die das Album lieben und welche, die es hassen werden bzw. überhaupt nichts damit anfangen können. Somit hofften wir, dass die Hörerschaft, die nicht zu der Fast-Food Musikkonsumfraktion gehört, dieses Album für sich entdecken wird und dementsprechend zu schätzen weiß und scheinbar haben wir auch unter den Rezensenten einige davon aufgetan. Und das freut einem dann doch ein wenig ;-)

Die Veröffentlichung der Platte musste auf den 20.02.verschoben werden, was waren denn die Gründe dafür?

Simon: Das waren rein technisch-logistische Gründe, bei einem kleineren Label kann das einfach passieren – zumal bei Malte das Album ja großartiger Weise relativ aufwändig als CD und Doppel-LP inklusive Lim.Edition T-Shirt rauskommt. Da wir alle im Zweifel lieber etwas richtig machen wollen, um dem Hörer auch etwas zu bieten, killen wir lieber ein paar Deadlines. Das Album an sich ist ja schon einige Zeit fertig, der letzte Produktionsschritt im musikalischen Bereich war von unserer Seite das Vinylmastering mit Marc (The Studio 22) im Spätsommer. Für Vinyl muss man eine etwas andere Aussteuerung haben als für die CD, und v.a. im Stereobild die besonderen Anforderungen einer Schallplatte berücksichtigen.

Kann man anhand der Vorbestellungen eigentlich schon irgendwie absehen, ob sich die guten Kritiken auf darauf schon auswirken?

Simon: Wir beantworten das Interview hier ja am Releasetag, und zu den labelseitigen Vorbestellungen habe ich Malte noch nicht ausgefragt. Bei der Band gingen aber schon sauviele Anfragen ein, wann man das Teil denn nun endlich kaufen könnte – was uns natürlich freut. Man muss bei uns ja bedenken, dass – obwohl die meisten von uns im Metalunderground bereits recht aktiv waren – wir eine Band sind, die quasi aus dem Nichts aufgetaucht ist, und das Album nach Meinung der meisten Hörer doch einige Durchläufe benötigt, bis es sich erschließt – von daher sind wir mit dem bisherigen Feedback schon wahnsinnig glücklich.

ANDSOLIS CoverIch kann mir vorstellen, dass ein solch komplexes und vielschichtiges Werk auch seine Zeit zum Entstehen benötigt. Wie lange habt Ihr an "Vigil" gearbeitet?

Simon: Ich hab so 2012 mit den ersten groben Demos begonnen und ein knappes Jahr im stillen Kämmerchen vor mich hingebastelt. Anschließend hab ich mich in der Szene und bei befreundeten Musikern umgehört, ob es irgendwo vielleicht noch Enthusiasten gibt, die dieser doch recht untrendigen Form des etwas komplexeren Melo-Death zugetan sind. Mein Dank gebührt hier insbesondere Seb von INTO DARKNESS, der mich mit unserem Drummer Marco bekannt machte, sowie Ralf von REVEL IN FLESH, der mir dringend empfahl, mit Manu in Kontakt zu treten. Als ich dann die Mannschaft beisammen hatte, stellte sich schnell heraus, dass wir ne klasse Bandchemie haben – und so haben wir zunächst die Demos zu Songs ausgefeilt und dann bis eben Mitte 2014 zusammen mit Marc Ayerle im Studio gearbeitet.

Wie kann man sich den Prozess des Komponierens bei Euch vorstellen? Sind alle Bandmitglieder aktiv daran beteiligt?

Simon: Dieses Mal war es so, dass ich eben die Demos alle vorab soweit ausgearbeitet habe, um den anderen die grobe Musikrichtung aufzuzeigen – zur Lebendigkeit richtiger Songs wurden diese Stücke aber erst durch die Beiträge der anderen. Ich könnte Dir von jedem der anderen unzählige Parts aufzeigen, die den Stücken eine komplett andere Dynamik gegeben haben, wie ich sie zunächst im Kopf hatte. Das wollte ich aber bewusst so haben, ich wollte auf keinen Fall ein Soloprojekt, sondern den anderen quasi die Basis bieten, sich in einem echten Bandkontext richtig austoben zu können.

Wie sieht das mit den musikalischen Einflüssen bei Euch aus? Wenn ich mir "Vigil" anhöre, dann dürften diese ja recht breit gefächert sein!

Manu: Wie du vielleicht auch schon an den Stilistiken der anderen Bands der Mitglieder sehen kannst, sind wie ein relativ buntgemischter Haufen. Da bin ich persönlich wahrscheinlich schon der Engstirnigste, haha (das glaube ich dir sofort :) – Sven). Aber bei Andsolis werden viele Einflüsse aus Genres verarbeitet, die sich auch bei mir zu Hause im Plattenschrank wiederfinden. Ich bin großer Anhänger der „klassischen" Opeth Alben einschließlich bis zur Watershed, mit der Prog Rock Chose der neuen Alben kann ich so gar nichts anfangen, genauso wenig wie mit total verkopften Griffbrettgewichse. Wobei sich hier und da sicherlich auch die ein oder andere Ausnahme finden lässt.
Primär fühl ich mich aber überwiegend im Death Metal heimisch mit ein paar Ausflügen hier und da in andere Gefilde.

Wie sieht es mit den Texten aus? Schon der Titel "Vigil" birgt ja manche Interpretationsmöglichkeit in sich. Gibt es vielleicht ein lyrisches Konzept?

Simon: „Vigil" ist kein Konzeptalbum, ich habe aber in den Lyrics das übergeordnete Motiv des Verlustes (und der daraus erfolgenden Sehnsucht nach dem Verlorenen) zugrunde gelegt. Etwas ist verloren, sei dies die Liebe zu einer anderen Person, die andere Person selbst, die eigene geistige Gesundheit, die Wahrheit in zwischenmenschlicher Interaktion - und der Beobachter hält die „Mahnwache", in Trauer, aber auch in Ruhe und Demut. Es geht auch immer auch darum, mit einem Verlust abzuschließen, ihn zu verarbeiten.

Wer schreibt bei Euch die Texte und wovon wird derjenige inspiriert?

Simon: Ich habe die grundlegenden Textkonzepte geschrieben, hier und da habe ich auf Anregung unserer beiden Sänger Manches abgeändert, wenn es sich für den Gesangsstil und die Musik angeboten hat.

Wie seid Ihr bei Eurer Plattenfirma Quality Steel Records gelandet? Was waren die Gründe beim Malte zu unterschreiben?

Simon: Zwischen CD- und Vinyl-Mastering haben Manu und ich uns die Zeit genommen und uns mit dem (fast) fertigen Album auf Labelsuche begeben. Letztlich lief das dann recht zügig durch, wir korrespondierten einige Zeit mit einigen interessierten Labelpartnern, die uns von ihrer Größe, ihrem Roster und ihrer Arbeit her sympathisch waren, und haben uns dann für Malte und QSR entschieden – womit wir auch sehr glücklich sind.

"Vigil" wird es erfreulicherweise auch auf Vinyl geben. Wie wichtig ist Euch dies?

Manu: Ist das ne rhetorische Frage? ;-). Mir persönlich ist das sehr wichtig. So ein Album wirkt ganz anders und trägt zu dem Gesamtkunstwerk zusätzlich bei, wenn es auf Vinyl rauskommt. Man erlebt so eine Scheibe ganz anders und ich mag den Sound der Nadel auf der Rille. Wenn man dann noch ein schönes Gatefold in der Hand hat, mit einem hervorragenden Cover, setzt das dem Ganzen dann natürlich noch die Kirsche auf die Sahne.

Das Cover wurde vom mittlerweile allseits bekannten Künstler Juanjo Castellano geschaffen. Wie seid Ihr auf Ihn gekommen und was haltet Ihr von seinen Werken im Allgemeinen?

Simon: Wieder gebührt hier ein ultimativer Dank an meinen guten Freund Ralf Hauber (cheers Alter!!!), der mit REVEL IN FLESH ja schon lange mit Juanjo zusammenarbeitet. Als ich das fertige Cover zum ersten Mal gesehen habe, konnte ich nicht fassen, dass dieses fantastische Gemälde ein Album von mir schmücken sollte.

Manu: Hervorragender Künstler. Inzwischen kommt man ja gar nicht mehr an ihm vorbei, wenn man sich mit der Szene etwas näher beschäftigt. Vor allem hat es mich überrascht, was er für uns fabriziert hat, da er ja ansonsten fast ausschließlich morbide Old School Artworks für klassische Death Metal Bands gezeichnet hat. Umso begeisterter war ich, als ich das Endresultat zu Gesicht bekam.

Was sind die nächsten Pläne für Andsolis? Gibt es vielleicht schon einige Zusagen für Festivals?

Simon: Wir hoffen sehr, dass wir für dieses Jahr noch einige tolle Gigs und vielleicht eine Minitour an Land ziehen werden – wir sind fleißig an der Orga, Bewerbungen sind auch raus, aber für eine Newcomerband ist das nicht so einfach. Wir bleiben aber optimistisch! Offiziell fest steht die Releaseparty am 17.04. im Schwimmbadclub in Heidelberg, mit u.a. den von mir tief verehrten Fragments of Unbecoming.

Manu: Außerdem spielen wir am 17.10. im Café Central in Weinheim zusammen mit u.a. Nailed to Obscurity und Cypecore.

Die letzten klugen Worte gehören Euch!

Manu: Vielen Dank an euch und besonders dich Christian für das tolle Feedback und das Interview.

Ich hoffe, dass noch mehr Leute gefallen an unserer Scheibe finden werden und wir hoffentlich oft die Gelegenheit haben, das Material auch live zu präsentieren.

Besten Dank für eure Antworten!

Christian Hemmer

XXL-Tipp

XXL Tipp Necrophobicxxl

Das hörst Du Dir an:

Dautha - Brethren Of The Black Soil

dautha coverxxl

Rivers Of Nihil - Where Owls Know My Name

Rivers Of Nihil2018xxl

Ascension - Under Ether

acension 2018xxl

The Grotesquery - The Lupine Anathema

the grotesquery 2018xxl

Sect Pigs - Crooked Backs

Sect Pig  Crooked backs

Traitor - Knee-Deep In The Dead

traitor knee xxl

Gravestone - Sickening

Gravestone Sickeningxxl

Oksennus - Kolme Toista

Oksennus  Kolme toista

Varathron - Patriarchs of Evil

Varathron  Patriarchs of evil

Usurpress - Interregnum

usurpress 2018xxl

Pungent Stench - Smut Kingdom

pungent stench coverxxl

Judaswiege - Ashes of the Heretic

Judaswiegexxl

Nihil Invocation + Funerary Temple - Occultic longing for the essence

Nihil Invocation  Funerary Templexxl

Stillborn - Crave for Killing

Stillborn  Crave for killingxxl

Kingdom - Putrescent Remains Of The Dead Ground

Kingdom  Putrescentxxl

Twitching Tongues - Gaining...

Twitching Tonguesxxl

 

Wir suchen Verstärkung!

xxl rock shirt neu bild 2

Da gehst Du hin:

psoa 2018 aprilxxl

 uada tour 2018xxl

DWEF Primordial tour 2018xxl

rotten soud tourxxl

marduk tourxxl

Ne Obliviscaris EU 2018 xxl

carnal forge tourxxl

aborted tour 2018xxl

hypo tour 2018xxl

Zum Seitenanfang