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Obscure Infinity im Interview

Gerade erst haben wir ihre Split-EP mit Wound besprochen, schon bringen die Kollegen von Obscure Infinity ein nagelneues, verdammt gut gemachtes Album auf den Markt. Kein Zweifel, dass wir da ein paar höfliche Fragen in den Westerwald geschickt haben. Mal schauen, was uns die Herren Musiker geantwortet haben:

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(Bildquelle: SureShotWorx)

Grüße in den Westerwald! Wie läuft´s bei Euch?

Stefan: Hallo Christian! Alles gut hier! Wir können uns nicht beklagen. Danke der Nachfrage.

Eigentlich ja eine überflüssige Frage, denn mit einem so geilen neuen Album und den entsprechenden Reaktionen darauf, kann es doch gar nicht besser laufen, oder?

Stefan: Vielen Dank! Ja, wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Album und natürlich mit den bisherigen Reaktionen. Wir waren von Anfang an davon überzeugt, dass wir da ein wirklich cooles Album aufgenommen haben. Dennoch waren wir schon überwältigt davon, wie gut es letztendlich angekommen ist.

Die Presse hat das Album ja abgefeiert wie Sau. Nun ist das gute Stück auch offiziell erschienen. Sind die Reaktionen der Fans ebenso euphorisch?

Stefan: Also bisher fielen die Reaktionen der Hörer durchweg positiv aus. Für uns ist das zurzeit auch ehrlich gesagt alles etwas surreal. Beispielsweise, dass die komplette Vinyl Auflage drei Tage nach Veröffentlichungstermin ausverkauft war. Wir waren bisher eigentlich nicht unbedingt eine Band, die vom Glück verfolgt war, haha...

Für die im September veröffentlichte Split-EP mit Wound habt Ihr den Song „Perdition Destiny" ausgewählt. Wieso habt Ihr Euch gerade für diesen entschieden, um die Leute auf das neue Album aufmerksam zu machen?

Stefan: Das war eigentlich keine bewusste Entscheidung in Hinblick auf so etwas wie ein Aufmerksam-machen. Wir hatten damals einige neue Songs am Start und wollten damit quasi ein Studio antesten. Gerade nach dem Sounddesaster vom Vorgänger „Putrefying Illusions" wollten wir diesmal auf Nummer Sicher gehen und vorher abchecken, ob uns das Endresultat gefallen würde. Die bei dieser Aufnahmesession entstandenen Songs waren von Anfang an dazu bestimmt, als Split-Veröffentlichungen rauszukommen. Zuerst kam „Joyless Flesh" an die Reihe. Der Song wurde mit Humiliation veröffentlicht. Die Zusammenarbeit kam eher zufällig: Sie schrieben uns irgendwann an und fragten, ob wir nicht eine gemeinsame Split rausbringen wollten. Mit Wound war das natürlich eine ganz andere Sache: Wir kennen uns schon etwas länger und so entstand eine Freundschaft unter den beiden Bands. Was lag da näher, als zusammen eine Split zu machen? Es ging also eher darum, eine gemeinsame Veröffentlichung zu machen und nicht darum, Werbung für das Album zu machen. Der letzte Song aus der Aufnahmesession („Maniac Destroyer") kommt übrigens im Februar via Final Gate Records raus. Diese Split wird mit Funeral Whore aus Holland sein.

Überhaupt scheint Ihr ja Freunde von Split-Singles zu sein. Woher kommt Eurer Meinung nach die Faszination für diese
Mini-Releases (sowohl bei Musikern, als auch bei uns Fans)?

Stefan: Ja, auf jeden Fall sind wir Fans von Split Singles. Generell finde ich es cool, wenn Bands so etwas wie einen Szenezusammenhalt demonstrieren. Und für mich bieten solche Splits dazu eine coole Möglichkeit. Außerdem bietet solch eine Split Single für die beteiligten Bands die Möglichkeit, neue Hörer zu erreichen. Und genauso können die Hörer der einen Band die andere(n) beteiligte(n) Band(s) für sich entdecken. Eine klassische Win-win Situation würde ich sagen! Ich habe extra auch den Plural mit eingeschlossen, denn wir haben schon wieder ein Split Eisen im Feuer, haha: Diesmal soll es eine 4-way-Split werden. Vier Bands, vier Songs auf einer 12". Das wird ein geiles Geschoss mit einem absoluten Killer Artwork! Macht euch auf was gefasst!

Was könnt Ihr mir zum einleitenden Intro „Entering The Hall Of Eternity" erzählen? Für ein Death Metal Album ist es ja eher ungewöhnlich.

Stefan: Haha, um es vorwegzunehmen: Ich habe in einem Review gelesen, dass ich das vielleicht vom Song „1985" von Carcass abgekupfert hätte. Das stimmt nicht. Erstens ist unser Intro viel cooler, hehe... und zweitens habe ich dieses Carcass Intro vorher noch nie gehört. Zumal Demos von unserem Intro schon lange vor Erscheinen des Carcass Album existierten. Wer allerdings eine Verbeugung vor Brian May dabei heraushört, dem gebe ich vollkommen Recht. Zum Intro selbst: Ich wollte eine stimmungsvolle Einleitung für unser Album. Also habe ich mir dieses Intro ausgedacht, dass meiner Meinung nach extrem atmosphärisch ist. Klar hat es mit Death Metal eigentlich nichts zu tun. Aber das ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal.

OBSCURE INFINITY 2014Wie entstehen bei Euch die Songs? Habt Ihr einen Hauptsongwriter, oder seid Ihr in der Gruppe kreativ?

Stefan: Die Musik kommt komplett von mir. Jules steuert die Texte bei. Ich bin absolut nicht der Typ, der beim Jammen Einfälle für neue Songs hat. Ich muss alleine und in der richtigen Stimmung sein, um Musik zu erschaffen. Zumal ich auch sehr selbstkritisch bin und nicht einfach jedes Riff verwende, was mir in den Sinn kommt. Ich spiele Sachen immer und immer wieder und merke dann nach einer gewissen Zeit, ob das, was ich da gemacht habe meinen Ansprüchen gerecht wird oder eben nicht. Sobald ich aber mit einem Song fertig bin und wir ihn zusammen proben, werden wir schon als Kollektiv kreativ. Da geht es dann um Schlagzeugarrangements usw. Generell verwenden wir dann eine gesamte Probe für einen Song.

Was mich ja besonders überzeugt hat, ist diese gelungene Mischung aus Melodien, ausgereifter Technik und purer Brutalität. Ist es eher ein Vor-, oder ein Nachteil, sich nicht in irgendeine Schublade pressen zu lassen? In ein typisches Subgenre kann man Euch ja nicht wirklich einordnen.

Stefan: So etwas wie eine bestimmte Genrekategorisierung hatten wir bei den neuen Songs auch nicht mehr vor Augen. Für mich ist es im Kern schon traditioneller Death Metal. Aber halt mit Einflüssen, die vielleicht doch etwas breiter gefächert sind. So übermelodisch finde ich das Album auch gar nicht. Klar, bei den Solopassagen wird es schon mal etwas melodischer und beim letzten Song „Beyond Spheres And Time". Aber ansonsten? Mich wundert es schon sehr, dass einige Leute das Album in die Melodic Death Metal Ecke stecken. Das geht mir dann doch etwas zu weit, haha.

Die Songs sind alle gut aufeinander abgestimmt. Kommt so was beim Komponieren von ganz allein, oder musstet Ihr auch Sachen ausrangieren, die einfach nicht ins Gesamtkonzept gepasst haben?

Stefan: Ja, das Album hat einen guten Fluss. Das sehe ich auch so. Über die Reihenfolge der Songs haben wir uns auch lange Gedanken gemacht und ich denke, so passt es echt am besten. Ich bin damit also immer noch absolut zufrieden, wie alles angeordnet ist. Insgesamt haben wir ja zwölf Stücke plus Intro aufgenommen. Vier Songs sind nicht auf das Album gekommen. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass uns die Auswahl, welcher Song denn nun rausfliegt, extrem schwer fiel. Die anderen Songs sind meiner Meinung nach genauso stark wie die auf dem Album vertretenen. Ganz im Gegenteil: Die vier restlichen Songs sind sogar sehr interessant. Entweder haben wir mal etwas mehr experimentiert und eine clean gesungene Passage verwendet oder wir haben die tiefste Gesangspassage unseres bisherigen Schaffens verewigt und nicht zuletzt unseren bisher technisch anspruchsvollsten Song eingetrümmert. Da warten also noch einige Überraschungen auf ihre Veröffentlichung.

Der allseits bekannte Patrick W. Engel hat ebenfalls Hand angelegt an das Album. Seid Ihr zufrieden mit seiner Arbeit?

Stefan: Ja absolut! Patrick hat hier eine fantastische Arbeit abgeliefert! Es war absolut die richtige Entscheidung, ihm den Mix und das Mastering anzuvertrauen. Er hatte es nun wirklich nicht einfach mit uns. Es gab Probleme mit den Rohspuren und wir waren halt auch nicht so leicht zufriedenzustellen. Wie ich eben schon mal gesagt habe, war „Putrefying Illusions" für uns das reinste Debakel. Nicht von den Songs her, aber alles, was den Sound betrifft. Wir waren ehrlich gesagt als Band selbst enttäuscht von dem schlechten Klang des Albums. Und da wir solch eine Erfahrung nicht nochmal machen wollten, waren wir diesmal halt überkritisch und so musste dauernd wieder was am Klangbild geändert werden. Ich kann nur sagen, dass Patrick viel Geduld mit uns bewiesen hat, haha.

Kommen wir zu Euren Texten. Diese sind dankenswerterweise im Booklet abgedruckt, könntet Ihr trotzdem den Lesern, die Euer Album noch nicht gekauft haben diese etwas näher bringen?

Jules: Im Prinzip reflektieren sie einfach nur Gedanken, Einstellungen, Erfahrungen Wünsche oder auch Ängste. Ich möchte, dass die Texte persönlich sind. Das gelingt mal besser, mal schlechter. Der Titelsong fällt allerdings aus dem Rahmen, was oben genanntes angeht. Mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen. Einige Sachen sind mir beim Schreiben klar, wenn ich es aber später lese, weiß ich nicht immer genau, was das eigentlich sollte, haha.

Inwieweit seid Ihr selber Fans? Seid Ihr Sammler, fanatische Konzertbesucher o.ä.?

Stefan: Natürlich sind wir Metal Fans und Musikliebhaber! Für mich ist Musik das Wichtigste überhaupt. Ich sammle leidenschaftlich Platten und CDs. Und die anderen sind da genauso.

Sprechen wir über Eure musikalischen Einflüsse? Wie seid Ihr vom Metal Virus infiziert worden, wie kamt Ihr zum Death Metal und welche Bands haben Euch nachhaltig geprägt?

Stefan: Ich bin 1990 zur härteren Musik gekommen. Damals durch ein kopiertes Tape. Seitdem war es um mich geschehen. Angefangen hat es bei mir mit den Scorpions (bis heute meine absolute Lieblingsband), Iron Maiden, AC/DC, Whitesnake, Accept, Helloween, Queen etc. Dann kamen Bands wie Overkill, Exciter, Exodus, Slayer, Metallica, Megadeth usw. dazu, bis ich schließlich in den Sog des Death Metals geriet. Bands wie Death, Unleashed, Autopsy, Pungent Stench, Morgoth, Dismember, Morbid Angel und noch viele mehr waren für mich einfach eine Offenbarung. Später hatte ich auch mal eine Phase, in der ich eher Rock aus den Sechzigern und Siebzigern gehört habe - Led Zeppelin, Deep Purple, Beatles, alte Genesis und noch viele mehr. Ich höre auch heute noch Sachen von altem Rockzeugs über Hard Rock und traditionellem Metal bis hin zu Death und Black Metal. Nur modernere Strömungen sind mir stets fremd geblieben.

Was sind die nächsten Pläne für die Band?

Stefan: Nachdem wir nun schon seit fast eineinhalb Jahren nicht mehr live gespielt haben, wollen wir mal wieder live etwas mehr Gas geben. Wer also Interesse hat, kann uns gerne kontaktieren. Als erstes steht Ende Februar (am 28.02.15) ein Konzert in Limburg an der Lahn an, das für einen guten Freund stattfindet, der leider letztes Jahr gestorben ist. Dieses Konzert ist natürlich etwas besonders für uns und ich hoffe, wir können der Sache gerecht werden. Wer uns also gerne mal (oder mal wieder) live sehen will: Wir freuen uns über zahlreiche Besucher. Mit dabei sein werden unsere Kumpels von Wound, Eraserhead und Bronson A.D.! Ansonsten stehen dieses Jahr hoffentlich noch die eine oder andere Split Veröffentlichung an. Und ich denke, dass wir langsam, aber stetig auch wieder an neuen Songs feilen werden.

So, die berühmten letzten Worte gehören natürlich Euch!!

Stefan: Ja Christian, zuerst einmal danken wir dir für dieses Interview! Es hat uns großen Spaß gemacht, deine Fragen zu beantworten. Außerdem möchten wir uns bei den Leuten bedanken, die uns über die Jahre hinweg unterstützt haben. Ein generelles Dankeschön an die Print- und Onlinemedien für die grandiosen Reviews und natürlich an die Leute, die das neue Album gekauft haben! Wir wissen das alles wirklich sehr zu schätzen! Grüße an folgende Bands: Wound, Sulphur Aeon, Eraserhead, Membaris, Chaos Invocation, Porta Nigra, Lebenswinter, Reckless Manslaughter, Lifeless, Revel In Flesh, Diabolical Imperium, Charon und Deathronation.

Besten Dank, dass Ihr meine Fragen beantwortet!

Christian Hemmer

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