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Postmortem im Interview

Die Berliner Metal Urgesteine von Postmortem waren so freundlich uns mit ihrem neusten Longplayer „The Bowls of Wrath" wieder einmal gehörig den Schädel frei zu pusten! Zum Dank haben wir ihnen ein paar Fragen in die Hauptstadt geschickt, wo sie zwischen Brathähnchen und Stromgitarren die Zeit gefunden haben, uns mit ihren Antworten zu erfreuen:

postmortem-Photo credit- Kerstin Brummer

(Photo credit: Kerstin Brümmer)

Grüße in die Hauptstadt!!

Tilo: Schönen Gruß zurück!

Ich vermute mal, euch geht es im Moment ziemlich gut. Das neue Album ist richtig geil geworden, die Presse feiert Euch, selbst im Metal Hammer habt Ihr eine ganze Seite bekommen. Besser könnte es doch kaum laufen, oder?

Tilo: Ja, tatsächlich könnte man das denken! Das Album kommt scheinbar sehr gut an und auch die Verkaufszahlen sind jetzt schon sehr gut. Darüber freuen wir uns natürlich ;)

Die Kritiken in den großen Magazinen sind wirklich großartig ausgefallen. Solltet Ihr etwa endlich den längst verdienten Erfolg verbuchen können?

Tilo: Über die Kritiken freuen wir uns natürlich, aber nach so vielen Jahren machen wir uns da nicht heiß! Wir ziehen seit Jahren unser Ding aus Spaß und Freude durch, und was dann raus kommt werden wir sehen.

Sprechen wir erst mal über das neue Prachtwerk „The Bowls of Wrath". Wieder einmal habt Ihr Euren ganz speziellen Weg keinen Millimeter verlassen, dennoch Euren Sound verfeinert. Seht Ihr das ähnlich?

Tilo: Ja – das sehen wir ähnlich. Warum sollten wir auch groß was ändern was funktioniert? An den Details feilen wir aber ständig. Diesmal haben wir speziell auch am Sound (zusammen mit unserem Produzenten Marc Wüstenhagen) gefeilt, und unserer Meinung nach endlich den Sound den wir schon immer haben wollten.

Max: Ich finde „verfeinert" trifft es ganz gut! Wir haben diesmal besonders bei den Drums versucht die natürlichste und dennoch druckvollste Produktion abzuliefern. Ich finde das ist gelungen!

Gab es überhaupt irgendwann mal Überlegungen daran etwas zu ändern, zum Beispiel komplett in die Death Metal Ecke abzudriften?

Tilo: Da wir schon immer aus dem Bauch heraus komponieren, und uns da nicht wirklich irgendwelchen Grenzen unterwerfen, machen wir uns darüber weniger Gedanken. Allerdings scheint es so als ob wir unseren Stil gefunden haben, bei dem es aber nach allen Seiten „Ausrutscher" gibt und sicher auch weiter geben wird. Wir haben schon vor Jahren einen gut dotierten Vertrag bei einem großen Label abgelehnt, weil wir unseren Stil ändern sollten. Wir wollten uns aber die Freiheit bewahren das zu machen was WIR wollen.

Max: Bei diesem Album kam eher das Bedürfnis in uns hoch, noch vielfältiger zu werden! Genre-Grenzen verschwimmen bei „The Bowls of Wrath" an allen Ecken und Enden.

Amüsiert es Euch eigentlich manchmal, dass manche Presseleute immer noch nach all den Jahren Probleme haben, Euren Sound zu beschreiben? Bei www.metal-archives.com werdet Ihr zum Beispiel als „Death Metal/Death´n´Roll" charakterisiert.

Tilo: Ja! Und nicht nur manchmal (ha ha). Teilweise sind da schon recht lustige „Schubladen" am Start in die wir reingepresst werden sollen. Aber nicht nur die Presse auch unser Label und unsere Promoagentur weiß meistens nicht so recht als was sie uns anpreisen sollen. In einem Review hab ich letztens gelesen, dass man für uns sollte ein eigenes Genre einführen sollte.

Max: Death´n´Roll haben wir jahrelang als eigene Beschreibung verwendet um dem Kind wenigstens irgendeinen Namen geben zu können.

postmortem-bowlsEure Besetzung ist schon seit langer Zeit konstant. Wie wichtig ist dies für eine Band und die Zusammenarbeit beim Komponieren und Texten?

Tilo: Sehr wichtig! Zumindest bei uns. Wir hatten die Konstellation ja schon mit unseren ersten Drummer von 1991 bis 2000, und jetzt seit 2006 wieder. Jeder weiß was der andere will und alle packen immer zum Wohle des jeweiligen Songs das bestmögliche dazu ohne irgendwelche Eitelkeiten. Das funktioniert nur in einer harmonischen Band.

Auch mit Eurem Label War Anthem Records seid Ihr seit langer Zeit verbunden. Da kann man ja vermuten, dass Ihr mit den Kollegen dort sehr zufrieden seid?

Tilo: Ja! Sind wir! Sie tun (im Rahmen ihrer Möglichkeiten) alles was sie können um das jeweilige Album gut an den Mann (oder die Frau) zu bekommen, und ansonsten lassen sie uns komplett freie Hand, was man ja heutzutage auch nicht oft hat.

Gehen wir mal zurück in Eure Vergangenheit. Die Band wurde 1990 gegründet. Hättet Ihr Euch damals gedacht, dass es die Band 24 Jahre später immer noch geben wird, erfolgreicher denn je?

Tilo: Stimmt so nicht ganz! Vorläufer der Band gab es seit 1987 und offiziell gegründet wurde die Band 1991.
Ich glaube darüber hat sich bei uns damals keiner Gedanken gemacht. Am Anfang waren wir froh überhaupt auf eine Bühne gelassen zu werden und unser größtes Ziel war unsere Songs mal aufzunehmen. Das sich das ganze dann so entwickelt und über solch eine lange Zeit erfolgreich noch dazu hätten wir uns damals sicher nicht mal erträumt.

Im Interview mit dem Legacy kann man lesen, dass Euch Bands wie Slayer dazu gebracht haben, auch eine Band zu gründen. Aber welche Bands haben Euch vorher überhaupt zum Metal gebracht?

Tilo: Bei mir fing es (mit 14 Jahren) mit AC/DC an und dann kam ja ständig irgendeine „neue" Band dazu wo man stolz war sie „als erster" entdeckt zu haben. Wir hatten in (Ost)-Berlin damals auch eine sehr große und gute Metal-Szene, wo man ständig neue Leute traf und neue Bands kennenlernte. Ich denke mal das war bei uns allen (bis auf Max) ähnlich.

Wie seht Ihr die Entwicklung der deutschen Metal Szene (als „Alte Hasen")? Was hat sich in all den Jahren verbessert, oder auch verschlechtert?

Tilo: Irgendwie ist es ein ständigen Auf und Ab. Zwischenzeitlich gab es für jede Metal-Richtung schon mal einen Hype, und die Trittbrettfahrer sind wie die Pilze aus dem Boden geschossen und danach wieder in der Versenkung verschwunden. Übrig geblieben sind nur die, die es auch wirklich ernst meinten. Das wird wohl auch so bleiben. Ansonsten fällt natürlich auf das immer weniger Geld für Kultur vorhanden ist und dadurch reihenweise Veranstalter die Segel streichen müssen. Aber da kann man auch nicht die alleinige Schuld der Politik zu schieben, sondern der Metalfan selbst ist auch schuld wenn er für hunderte Euro zum Wacken fahren kann aber der Eintritt von 10 € für ein Konzert in seiner eigenen Stadt ist ihm „zu teuer". Dadurch werden die Großen immer größer und die Kleinen haben keine Chance mehr. Darüber sollten mal alle nachdenken!

Ihr seid auch im Internet sehr fleißig unterwegs. Ist das heutzutage ein Muss, oder macht Euch dieses Medium einfach auch Spaß (zum Beispiel durch den direkteren Kontakt mit den Fans)?

Tilo: Am Anfang war das sicher ein Muss aber wir haben uns recht schnell damit angefreundet. Der schnellere und direktere Kontakt weltweit ist natürlich ein riesiger Vorteil, und mittlerweile beschäftigen wir uns gern damit.

Wird es vielleicht auch mal eine Vinyl-Version des neuen Albums geben? Gibt es auch Sammler unter Euch?

Tilo: Eine Vinyl-Version des neuen Albums ist im Gespräch. Müssen wir sehen ob es was wird ...
Zu Sammlern solltest du besser Marcus befragen ;)

Was hört Ihr so privat? Welche Alben/Bands haben Euch in der letzten Zeit so richtig begeistert?

Tilo: Ich höre alles Querbeet was mir gefällt und rockt. In letzter Zeit ... muss ich überlegen ... Ich finde die alten Hasen wie Testament, Exodus, Overkill werden immer besser. Aber auch junge Bands drängen wieder nach.

Zum Schluss hätte ich gerne noch ein paar Touri-Tipps für die Hauptstadt:

a) Wo gibt es die beste Currywurst?

Tilo: nach wie vor Konnopke (auch wenn's immer mehr zum Touritreff verkommt)

Max: Bei Brutz & Brakel. Nennt sich MOST

b) Wo befindet sich der beste Plattenladen für Metaller?

Tilo: keine Ahnung, da ich fast alles online bestelle oder bei Konzerten kaufe.

c) Wo sollte man als Metaller am besten zum abendlichen Feiern hingehen?

Tilo: Da kann ich ja nur mit Brutz & Brakel antworten. Aber auch das Halford und das Blackland sind zu empfehlen.

Max: Brutz & Brakel gehen ist immer jut.

d) Welches der vielen Museen ist das coolste?

Tilo: Das Biermuseum? ;)

Max: Charite Museum! Geht aber an die Substanz!

So, das war´s – Die letzten (schlauen) Worte gehören natürlich Euch!

Tilo: Wie oben schon erwähnt, sollten alle mal darüber nachdenken wo sie ihr sauer verdientes Geld hintragen! Wenn weiterhin (illegal) die Alben gedownloadet werden und keiner zu den kleineren Konzerten und Festivals geht, wird es immer weniger davon geben!

Besten Dank, dass Ihr Euch die Zeit für meine Fragen genommen habt!!!

Tilo: Besten Dank auch an dich und XXL-Rock für die schlauen Fragen ;)

Christian Hemmer

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