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Deserted Fear im Interview

Nach dem schon extrem feinen „My Empire" Album, legen Deserted Fear dieser Tage noch eins drauf und veröffentlichen mit „Kingdom of Worms" einen absoluten Kracher! Selbstmurmelnd, dass wir sie dazu (und zu dem geilsten Videoclip seit langem) mit ein paar Fragen belästigt haben!

desertedfear interview2014

(Bildquelle: Lisa Vanovitch)

Tach Zusammen! Wie läuft´s im Hause Deserted Fear?

Moin Christian! Zuerst mal danke fürs Interview! Bei uns geht es ziemlich rund zurzeit. Im Anschluss an die Aufnahmen und die Produktion von „Kingdom of Worms" lassen Promotion, Organisation und Gigs nicht viel Zeit für andere Dinge. Es geht gut voran!

Eigentlich ja eine bescheuerte Frage, denn mit einem solch starken neuen Album im Gepäck dürfte ja nichts mehr schief gehen. Gab es einen besonderen Moment beim Songwriting, oder bei den Aufnahmen, wo Ihr gemerkt habt, dass Ihr da was ganz Großes erschafft?

Das Komponieren von Liedern passiert bei uns permanent, ohne ein spezielles Konzept. Ein magischer Moment ist es, wenn man den ersten Mix des Materials hört! Alles, was man sich vorher nur im Hirn ausmalen konnte, fegt dir in dem Augenblick um die Ohren!

Das Königreich der Würmer geisterte ja schon lange vor der eigentlichen Veröffentlichung durch die Foren und Metal-Gesprächskreise. Jeder, der irgendwie schon mal einen kleinen Ton vom neuen Material hören konnte, war voll des Lobes. Habt Ihr das so richtig mitbekommen, oder schottet man sich im Entstehungsprozess eher komplett ab?

Die ersten Reaktionen interessieren einen natürlich sehr! Doch mit den wachsenden Aufgaben schrumpft die Aufmerksamkeit dafür. Allerdings bringt Kritik den Künstler weiter als Lob. Konstruktive Kritik gibt es aber leider selten und solche Sachen wie das wir eh nur arrogante Arschlöcher sind, die gerade gehypt werden und nur auf einer Welle mit schwimmen und wie ein Amon Amarth Abklatsch klingen, bringt einen nicht wirklich weiter, haha. Deswegen gibt man am besten einen Scheiß auf jegliche Meinungen und zieht einfach sein Ding durch.

Wie verlief das Songwriting? Habt Ihr doch einen gewissen Erfolgsdruck gespürt, oder konntet Ihr ganz locker an die Sache herangehen?

Die ersten Songs sind schon vor dem „My Empire" Release entstanden. Uns war schon bewusst, dass die Erwartungen nach dem Debüt entsprechend sein mussten. Jedoch haben wir einfach so weiter gemacht wie vorher und dabei anscheinend das Richtige getan, hahaha!

Das Material kommt aber auch verdammt gut an, wie ich beobachte. Sicherlich ist der Höhepunkt meine Höchstnote bei XXL-Rock, aber ich denke Platz 3 im Deaf Forever, Platz 11 im Rock Hard und sogar im Metal Hammer auf Platz 8 der Monatsliste zu kommen dürfte Euch erfreuen, oder?

Für uns ist es noch nichts alltägliches überhaupt in den großen Magazinen erwähnt zu werden. Dann gleich solche Bewertungen zu bekommen und dabei mit großen Bands aufzuschließen ist natürlich krass!

Rechnet man nach einem so guten Einstieg ins Geschäft wie mit „My Empire" doch ein wenig mit ähnlich guten Kritiken, oder erhofft sie doch wenigstens?

Ja, Musik ist auch Geschäft, doch so gehen wir nicht an die Sache ran. Uns macht es einfach riesige Freude gemeinsam zu musizieren, live zu spielen und den Menschen vor der Bühne ein Erlebnis zu verschaffen, das sie bereichert. Wenn wir nun mit dem zweiten Album noch mehr Leute erreichen ist das eine super Sache, aber kein Ziel.

In meiner Kritik zum Album habe ich es schon erwähnt, dass Ihr Euren Sound eher verfeinert, als großartig verändert habt. Würdet Ihr mir da zustimmen und wo seht Ihr selber die größten Unterschiede zwischen den beiden Alben?

Wir wollten in erster Linie einen schön fetten Sound. Dabei haben wir den Sound von „My Empire" als Basis genommen und hier und da noch etwas dran gefeilt. Gut erkannt!

deserted fear 2014 albumWie geht Ihr ans Songwriting heran? Hört Ihr Euch Eure alten Sachen noch mal an, um zu sehen (bzw. hören), wo man noch etwas verbessern könnte, lasst Ihr euch von Klassikern des Genres berieseln, kurz: Wie bringt Ihr euch in Stimmung, um so geiles Zeug zu schreiben?

Das Songwriting passiert meist aus dem Affekt heraus. Beim Jammen zusammen, beim Dudeln allein und das Anfangsriff von „The Agony" z.B. hatte ich im Halbschlaf, direkt beim Aufwachen im Kopf und habe es dann gleich aufgeschrieben. Die Einflüsse sind dabei ganz unterschiedlich. Meiner Meinung nach sollte ein Musiker immer offen für neue Musik sein, egal aus welchem Genre.

Kollege „K" von Arroganz hat den Text zum Titelsong beigesteuert. Dazu zwei Fragen: Wie kam diese Zusammenarbeit zustande? Und: Was haltet Ihr vom neuen Album von Arroganz?

Die Jungs von Arroganz sind nun schon ein paar Jahre ziemlich gute Kumpels. Wir stehen in Kontakt, sehen uns wenn wir in der Umgebung sind und treffen uns alljährlich im Sommer auf diversen Festivals. Da man uns keine Begabung in englischer Poesie nachsagen kann holen wir uns da gern mal Unterstützung, hahaha. Die neue Scheibe habe ich selbst leider noch nicht gehört, bin aber sehr gespannt drauf!

Wie schon beim Vorgänger hat auch diesmal Dan Swanö das Album gemixt. Für mich als Nichtmusiker stellen sich dabei immer so Fragen, was da beim „Mix" eigentlich so genau gemacht wird und ob es wirklich einen so großen Unterschied macht, wenn ein Profi wie Herr Swanö da Hand anlegt? Alles andere habt Ihr ja in Eigenregie bewerkstelligt, wenn ich richtig informiert bin.

Richtig! Beim ersten Album konnten wir viele Erfahrungen sammeln, denn auch das hatten wir ja schon selbst aufgenommen. Nun ging das Ganze ein klein wenig leichter von der Hand, weil der Bedarf an Technik und deren Bedienung nicht vollkommen neu war. Für den Mix einer kompletten Band braucht man viel Gefühl, Erfahrung und technisches Verständnis. Ansonsten wird alles ein undurchdringliches Gewummer oder je nachdem, wie der Leihe den Equalizer vergewaltigt.

Auch diesmal hat Kollege „Necromaniac" das sau coole Cover gestaltet, wobei ich sagen muss, dass ich nicht sofort erkannt habe, dass es sein Werk ist. Hatte er komplett freie Hand bei dem Cover, hattet Ihr gewisse Vorgaben oder habt Ihr das Teil in Zusammenarbeit entwickelt?

Necro hat wieder eine super Arbeit abgeliefert! Das ganze läuft so, dass er am Cover arbeitet und uns hin und wieder mit Fotos auf dem Laufenden hält. Hier und da steht mal eine Frage im Raum. In dem Fall wird dann geguckt, was beiden Seiten am besten gefällt. Im Grunde hatte er aber erst mal freie Hand, scheinbar steht er sehr auf Knochen....

In unserem letzten Gespräch (guckst Du hier) war Euer größter Wunsch (nach Bier!!) das Touren. Das habt Ihr ja dann auch fleißig in die Tat umgesetzt. Was waren denn da so die Höhepunkte?

Ein Höhepunkt waren die Festivalshows auf dem Party.San und beim Summer Breeze. Daneben hatten wir einige sau geile Clubgigs, ein Höhepunkt war der mit Heaven Shall Burn in Hannover, bei dem wir ultra-spontan für eine ausgefallenen Vorband eingesprungen sind. Ein wahnsinnig geiles Publikum und ein mords Sound war das in der Halle!

Richtig grandios wird es jetzt im Dezember, wenn Ihr mit der Legende Morbid Angel auf Tour geht. Ich kann mir vorstellen, dass ihr da völlig aus dem Häuschen gewesen seid, als der Deal klar gemacht wurde, oder?

Um ganz ehrlich zu sein hat sich von uns dreien nie einer richtig mit den Platten von Morbid Angel befasst. Eine Platte habe ich mal gekauft, doch der Kram war mir zu verfrickelt, hahaha. Dennoch freuen wir uns riesig die Möglichkeit zu haben mit einer der ersten und mittlerweile größten Death Metal Bands zu spielen und so auch in Clubs zu spielen, die wir nur von Tourplakaten kennen!

Kommen wir zu einem weiteren Höhepunkt Eures Schaffens: Dem total geilen Video zu „Kingdom of Worms". Ich bin ganz ehrlich, ich habe schon ewig kein Video mehr gesehen, das mich derart unterhalten hat. Gibt es irgendein Klischee, das Ihr nicht verbraten habt? (Zombies, leicht bekleidete Damen, Feuer, 'ne Kirche... - eigentlich ist ja alles drin, was cool ist!!) War von Anfang an klar, dass Ihr so humorvoll an die Sache herangeht, oder hat sich das so ergeben? Kommt die Idee, bzw. das Drehbuch komplett von Euch?

Ich glaube man muss schon ziemlich bekloppt sein sich so ein Geschichte auszudenken und sie dann auch noch ganz genau so zu realisieren. Die Idee ist gemeinsam gereift und wurde immer verrückter. Am Anfang stand nur ein Zombie Video im Raum. Das Ganze hat uns am Ende vor eine ziemlich große Herausforderung gestellt und sehr sehr viel Arbeit, Zeit und Ideenreichtum gekostet. Wir sind wahnsinnig Stolz auf das Ergebnis, da wir teilweise - und nicht nur wir - gar dran gezweifelt haben alles so professionell und im Detail umzusetzen. Falls Du also mal Blockflöte lernst und eine Band gründest, tu es uns nicht nach! Das ist ein gut gemeinter Ratschlag.

Plant Ihr übrigens, diese schnuckelige Deserted Fear-Unterhose aus dem Video auch für Männer heraus zu bringen? Ich denke da an einen nietenbesetzten Ledertanga mit Eurem Logo... (nur so ein Vorschlag!)

Vielleicht wenn wir Judas Priest heißen würden, hehe...

So, dass soll es für heute gewesen sein, letzte schlaue Worte?

Vielen Dank an alle Konzertgänger und Fans, ihr seid die Basis! Geht zu den Gigs in eurer Nähe um die Clubs zu bewahren! Es ist wie in der Wirtschaft – keine Nachfrage, kein Angebot! Checkt doch mal unser neues Album KINGDOM OF WORMS. Wir sehen uns, bis bald!!!
Simon & D4

Besten Dank für die Beantwortung meiner Fragen!

Christian Hemmer

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