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Taatsi im Interview

Die beiden Protagonisten "A" und "M" von Taatsi haben unlängst sowohl ein Demo, als auch einen Longplayer veröffentlicht, die uns ganz wunderbar zurück in die glorreichen Zeiten des nordischen Black Metals (die frühen Neunziger) katapultieren. Brutale Melodien, eine gnadenlose Atmosphäre und totale Hingabe an die Sache, das findet man nicht mehr oft heutzutage! Kollege „A" war so freundlich mir meine Fragen ausführlich zu beantworten:

taatsi band

 (Bildquelle: Facebook/Band)

Hi! Grüße nach Finnland!

Dir das Gleiche, ich freue mich, mit Dir das Interview zu machen. „A" beantwortet die Fragen, natürlich auch im Namen von „M".

Zuerst muss ich noch mal loswerden, wie großartig Euer Demo und Euer Album ist!

Danke! Als wir das Demo gemacht haben, hatten wir keine Ahnung, ob die Leute an Old School Black Metal dieser Art, der nicht wirklich professionell, aber auch nicht totaler Low-Fi ist, überhaupt Interesse haben.

Es gibt viele Gerüchte, wer hinter "A" und "M" stecken könnte. Bekannt ist, dass Ihr wahrscheinlich schon lange in der Szene seid und auch schon mit mehreren Bands und Zines gearbeitet habt. Würdest Du dieses Geheimnis für mich lüften?

Nun, die Wahrheit ist wirklich nichts Besonderes. Zuerst dachten wir, wir würden ziemlich anonym blieben können und mit niedrigem Profil, und lassen die Musik einfach für sich sprechen, aber da jetzt alle bei „Metal Archives" sehen können, ist zu unserer Geschichte wie folgt:
A hatte eine Menge musikalischer Projekte seit Mitte der Neunziger, aber außer der Band TKNKNTJ, die ihre ersten Demoaufnahmen '95, oder '96 gemacht hat, war nichts sonderlich bemerkenswertes dabei.
M war Gründungsmitglied der Band „Wintermoon", die damals in den alten Tagen einen recht guten Ruf hatte und auch heute noch eine Menge Hörer hat.
Beide von uns hatten auch unsere eigenen Zines in der Mitte der neunziger Jahre, so hatten wir eine Menge von Korrespondenz (vor dem Zeitalter der E-Mails natürlich) mit finnischen Bands sowie Bands im Ausland.
Der Punkt ist, dass wir nun seit bereits 20 Jahren als Musiker unterwegs sind und die Gefühle, die wir mit Taatsi erwecken wollen, stammen genau aus dieser Zeit.

Was ist die Bedeutung Eures Bandnamens "Taatsi"?

Der Name kommt von einem Opferstein in Nordfinnland, ein Ort, den M hat während seiner Reisen in Lappland besucht hat. Der Name passt einfach perfekt zu unserer Musik.

Komponiert und textet Ihr gemeinsam, oder hat jeder seine Aufgabe?

Soweit hat A immer seine Riffs und Songs für sich allein aufgenommen, da er das Studio besitzt, welches wir für unsere Aufnahmen benutzen, während M seine Riffs selbst komponiert und nur die Aufnahmen dieser Riffs mit A unternimmt. Nachdem ein Basis-Riff aufgenommen wurde, programmiert A normalerweise sowohl die Drums und Synthesizer, als auch zusätzliche Gitarren und M bringt seine Akustik und seine Weisheit wenn nötig mit ein.

Was könnt Ihr mir über die Texte erzählen?

Die Texte sind in der Regel Beschreibungen der Erhabenheit der Natur, oder ein Thema oder Märchen aus der nordeuropäischen Folklore, aber mit einer mehr in die Tiefe gehenden, persönlichen, symbolischen und psychologischen Herangehensweise.

Soll die Band definitiv als Duo weitermachen, oder sucht Ihr vielleicht nach festen Mitstreitern?

Es gab von Zeit zu Zeit Diskussionen über das Hinzufügen von anderen Mitgliedern, aber bisher hat die Band als Duo gut funktioniert. Das Problem mit mehreren Mitgliedern ist, dass sie alle ihre eigenen Egos ins Spiel bringen, auch wenn das natürlich nicht immer der Fall ist.

Taatsi- Amidst the TreesWie würdet Ihr die finnische Black Metal Szene (die ja so großartige Bands wie "Darkwoods My Betrothed", "Beherit", oder "...and Oceans" hervor gebracht hat) beschreiben? Was sind die Unterschiede zur norwegischen, oder schwedischen Szene?

Nun, die ersten finnischen Bands wie Beherit oder Archgoat waren eindeutig originell, in dem Sinne, dass sie ihren Stil nicht von den Norwegern kopiert haben, aber die Bands, die in der Mitte der Neunziger groß geworden sind, haben meiner Meinung nach einen starken norwegischen Anteil und dies ist heute noch immer so. Wir schämen uns nicht dafür, zuzugeben, dass wir total von bestimmten norwegischen Bands beeinflusst waren und bis heute sind.
Die schwedische Musik-Szene hatte immer schon originelle und vorausgehende Bands, nicht nur beim Black Metal, sondern grundsätzlich in allen Genres, mehr als die finnische Szene.
Aber ich muss auch sagen, dass uns nicht jede Band der heutigen finnischen Szene bekannt ist, da wir neue Musik nicht allzu aktiv abchecken.

Was hört Ihr so privat? Seid Ihr CD oder Vinyl Sammler?

Ich kann nur für mich sprechen, aber ja, ich neige dazu CDs und Vinyl zu sammeln. Nicht nur Metal, sondern alle Arten von Musik mit einer starken Atmosphäre. Ich versuche mittlerweile immer weniger zu kaufen, nur noch das Zeug, was wirklich wichtig ist.

Was ist Eure Meinung zu politischen Themen im Black Metal. Was sagst Du zum sogenannten NSBM?

Es ist nicht überraschend, dass Musik Stile wie Punk oder Metal attraktiv für Menschen mit extremen Einstellungen ist, so ist es ebenso wenig überraschend, dass man bei diesen Stilen alle Arten von verschiedenen politischen Einstellungen findet. Musik ist ein machtvolles Propaganda-Instrument.
Wenn es um Black Metal und Politik geht, dann ist meine ganz persönliche Meinung, dass Black Metal immer versucht hat, rebellische und misanthropische Gefühle zu sammeln und wenn eine bestimmte politische Idee nicht zu diesen Gefühlen passt, dann sollte man es vielleicht nicht mehr Black Metal nennen, sondern eine andere Art von Metal?
Aber ich bin wiederum nicht derjenige, der es zu entscheiden hat, in welchem Musikstil es den Leuten erlaubt ist, bestimmte Dinge zu tun, jeder kann in den Spiegel schauen und für sich selbst entscheiden. Da gibt es auch noch so was wie künstlerische Freiheit und wenn irgendwas ganz offensichtlich in der Black Metal Welt ist, dann dass jeder seine ganzeigene Meinung dazu hat, was Black Metal in erster Linie zu sein hat.
Taatsi hat nichts mit Politik zu tun und wird es auch nie haben. Unsere Musik ist nicht mit irgendeiner bestimmten Ära, Kultur oder Nation verbunden, abgesehen davon, dass wir Nordeuropäer sind.

Ihr seid schon länger ein Teil der Black Metal Gemeinschaft. Wenn Ihr die heutige mit der früheren Szene vergleicht, was war damals besser, oder auch schlechter?

Die positiven Dinge an die ich mich von Früher erinnere, waren, dass die Kreise einfach kleiner waren, jeder kannte jeden und die Leute widmeten sich mehr ihrer Arbeit. Es war tatsächlich noch aufwändig, ein Demotape aufzunehmen, anders als heute, wo jeder seine Musik am heimischen Computer aufnimmt (so wie wir es ja auch tun!), aber andererseits sind da heute viel mehr Bands, vielleicht bekommen die besonders beschissenen keine Aufmerksamkeit, aber das ist auch nicht immer der Fall.

Seid Ihr mit Eurem Label "Forever Plagued Records" zufrieden? Wie kam der Kontakt zustande?

Wir haben unser Demo (ein digitales Demo, keine Kassette – anders als in den alten Tagen) an eine ganze Menge Labels geschickt und Forever Plagued war eines, was sich für uns interessiert hat. Er schätzt diese Art von alten Sachen und hat einen tollen Job getan, die Band zu promoten. Ein großartiges Label kein Zweifel.

War es Eure Idee, "Season of Sacrifice" als Kassette zu veröffentlichen, oder die des Labels? Wird es das Album vielleicht irgendwann auch als Vinyl geben?

Dieser Tage, wenn Du Deine Musik den Labels anbietest, bekommt man eine Menge Angebote für MCs oder CDs. In unserem Fall kam das Angebot, das Tonband zu machen vom Label, obwohl wir erwähnt haben, dass wir an einer Veröffentlichung des Materials in jeglicher Form interessiert seien. Wenn eine Entscheidung in Bezug auf eine Vinyl-Veröffentlichung in Zukunft getroffen wird, dann kommt das vom selben Label, da wir selber zurzeit kein Geld in die Herstellung von Alben investieren können.

Ihr habt ein Video für den Song "Malign Ghost of the Woods" gedreht. Warum habt Ihr diesen Song ausgewählt und was kannst Du mir über die Dreharbeiten erzählen?

Ich wollte ein Video machen während ich durch einen Nationalpark nicht weit von Helsinki laufe und als es dann einen sonnigen Sommertag gab, wählte ich den besten Song, bei dem die Texte am besten mit der Atmosphäre interagieren. Wäre es Winter gewesen, hätte ich wahrscheinlich einen anderen Song ausgewählt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob wir in Zukunft noch weitere Videos machen werden. Aber wenn, dann mit mehr Zeit und Aufwand.

Was sind die nächsten Pläne für Taatsi?

Zu diesem Zeitpunkt (Ende Juli 2014) haben wir bereits acht neue Songs fertig für einen zweiten Longplayer, aber da das erste Album gerade erst herausgekommen ist, haben wir keine Eile das zweite Album fertig zu machen, wir schreiben noch mehr Songs, kontrollieren intensiv die Qualität, usw.

Die letzten Worte gehören Euch!

Vielen Dank für das Interview und Euren Support! Wir möchten die Leser anregen unsere Musik und unser Label Forever Plagued anzutesten!

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen!

Christian Hemmer

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