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Die Intrumentalrocker Maybeshewill aus Leicester haben mit „I Was Here For A Moment... Then I Was Gone" eine neue famose Scheibe im Gepäck, die sogar unseren Ben entzückt. Gitarrist John Helps beantwortete seine Fragen.

Sei gegrüßt John! Danke, dass du dir ein wenig Zeit nimmst für das Interview!
Kein Problem. Die Freude ist ganz meinerseits.
Da ihr hier in Deutschland nicht so bekannt seid, mochte ich dich bitten ein wenig über die Bandgeschichte zu erzählen.
Gegründet haben wir uns vor sechs Jahren, als zwei von uns - Robin und ich - auf der Universität von Leicester waren. Wir haben damit angefangen mit Gitarren elektronische Musik zu machen und haben langsam nach und nach mehr Instrumente hinzugefügt, bis wir eine vollständige Band waren. Nun sind wir zu fünft - zwei Gitarristen, Bass, Schlagzeug und Keyboard. Über Indipendent Labels haben wir dann drei Alben veröffentlicht, uns eigenständig gemanaged und alles was wir gemacht haben selbst aufgenommen - wir versuchen so selbstständig wie möglich zu sein.
Meines Erachtens nach ist es etwas unüblich, eine rein instrumentelle Band zu Gründen. Wie seid ihr darauf gekommen?
Wir schreiben eigentlich nie für einen Sänger abgestimmte Lieder. Ich schätze mal das liegt auch daran, dass keiner von uns singen kann und so macht es schlicht und ergreifend keinen Sinn dies zu tun, wenn es nicht notwendig ist.
Wie geht ihr beim Komponieren vor?
Das ist bei jedem Lied unterschiedlich. Manchmal schreiben wir einen Song im Proberaum und manchmal bringt einer von uns eine Idee in elektronischer Form ein, auf denen wir unsere anderen Parts drüberlegen, auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Es kann vorkommen, dass die Lieder nicht anständig zusammenkommen, bis wir sie dann aufnehmen.
Mir ist beim hören der Platte viele verschiedene Instrumente aufgefallen. Wie wichtig ist für euch diese Vielfalt?
Das ist ein wichtiger und bestimmender Teil in unserer Banddynamik. Üblicherweise verwenden wir als Fundament ähnliche Instrumente und dann weiten wir es daraufhin aus. Auf dieser Platte haben unsere Freunde von Her Name Is Calla die ganzen Geigen-Liveaufnahmen gemacht, was eine aufregende Zugabe war.
Einer eurer Lieder heißt "Farewell Sarajevo". Hat dieser Titel eine besondere Bedeutung?
Hierbei geht es um Nachrichten aus unserer Jugend, an die wir uns einigermaßen erinnern können. Als wir aufwuchsen war der Bosnien Konflikt eine Riesensache in den Nachrichten und das gezeigte Material aus dieser Zeit hat sich in meinem Kopf festgesetzt. Sowohl die Musik als auch die Bilder fühlen sich an, als ob sie mit mir verbunden wären.
Ihr ward ja im Frühjahr diesen Jahres mit Long Distance Calling auf Tour, mit Shows in Deutschland inbegriffen. Welche Erfahrungen habt ihr während dieser Tour gemacht?
Es war wirklich cool mit solch talentierten und offenherzigen Leuten auf Tour zu gehen. Wir sind ihnen sehr dankbar dafür, dass wir sie supporten durften und auch für jeden, der raus ging um uns während der Shows eine unglaubliche Zeit zu ermöglichen.
Alles klar! Dann danke ich dir für dieses nette Gespräch.
Ich danke dir!
Ben Denkers
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