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Label: Massacre Records
Spielzeit: 49:13 Min
Genre: Thrash Metal
Info: MySpace
CD-kaufen: Amazon
VÖ-Datum: 09. Dezember 2011
Thrash Metal aus Deutschland genießt ja seit Mitte der 80er Jahre weltweit einen guten Ruf, haben doch Bands wie Kreator, Destruction, Sodom und Tankard ordentliche Pionierarbeit geleistet. Eine weitere Band aus dem Teutonenland sind die Schweinfurter Vendetta. Gegründet 1986 haben sie zunächst zwei Platten veröffentlicht, um dann für geschlagene 15 Jahre in die Versenkung zu verschwinden. 2007 allerdings reformierten sich die Jungs erneut und brachten ihr vielbeachtetes Drittwerk "Hate" raus. Nun gehen sie mit "Feed The Extermination" an den Start und wollen ihren Anspruch auf den Thrash Metal Olymp geltend machen. Mal sehn, ob ihnen das gelingt.
Zum Introtitel, der gleichzeitig auch der Titeltrack ist dröhnt mir erst mal ein dumpfer Riff entgegen. Der Gesang erinnert mich stark an Mille von Kreator, ohne annähernd seine Intensität zu erreichen. Für Thrash Metal ist das Tempo schon sehr gediegen, der Song kommt ohne Gitarrensolo aus und so plätschert ein wenig unspektakulär vor sich hin. Der Song"Tremendous Brutality" macht da schon einen besseren Eindruck, wobei einem das Gefühl aufkommt, bei einer gewissen bereits erwähnten Band abgekupfert zu haben. Demnach wird sechs Minuten lang abwechslungsarm der Song runtergebrettert, ohne das er in meinem Gehörgang einen gezielten Griff unternehmen kann. Ändern tut sich das auch bei Lied drei nicht, obwohl der Introriff nicht von schlechten Eltern ist. Technisch betrachtet bin ich nicht sonderlich beeindruckt. Rein textlich wird die Krankheit Krebs behandelt, was man meiner Ansicht nach hätte besser aufziehen können.
"Ovulation Bitch" kommt als nächstes und macht technisch keine Fehler. Die Drums sind solide, aber nicht spektakulär. Die Gitarren machen eine gewohnt gute Figur, nur vom Bass höre ich nicht viel. Mit "Storage of Anger" knallt mir ein sehr cooler Riff entgegen, der schon eine gute technische Bandbreite aufweisen kann. Dazu kommt endlich das erste Gitarrensolo der Platte vor, aber es wurde hier mehr gefrickelt als melodisch sauber gearbeitet um es songdienlich einbringen zu können. Hätte man auch getrost weglassen können. Weiter geht es zunächst mit einem seichten Intro des nachfolgenden Liedes "Dogs in the Manger", der aber letztendlich durch einen gelungenen Mitsingrefrain und einer guten Melodiefolge doch noch überzeugen kann. "De-organ-izer" ist im Vergleich zu den anderen Tracks wohl eher als Lückenfüller zu verstehen. Zwar ist am Sound und an den Riffs nichts auszusetzen, hört man doch auch mal endlich den Bassisten raus, doch sonst ist der Song eher schwach.
Jetzt präsentiert die Band mit "Abuse" eine Powerballade, die mit cleanen Gitarren anfängt und danach in die Distortionabteilung übergeht. Gelungen ist der Song allemal, nur der Gesang kann stellenweise nicht mithalten, da der Sänger dort ein wenig an seine stimmlichen Grenzen kommt. "Trust in God" fängt mit einen vertrakten Riff an und kann ein gutes Tempo vorweisen. Hier wird deutlich Kritik an organisierter Religion geübt, ist aber dafür etwas zu wenig aggressiv. Der letzte Song der Platte "Till I'm dead" tritt nun ordentlich Arsch, da das Tempo angezogen wird und hier das beste Riff des Albums entgegengebrettert wird. Damit wird zum Schluss noch alle Register gezogen, die man sich aus dem Ärmel schütteln konnte. Besser kann man die Platte nicht abschließen.
Nach dieser musikalischen Kost, die nicht schlecht ist muss ich dennoch zwei Dinge loswerden:
1. Vendetta machen ihre Sache ordentlich, aber sie klingen sehr nach einer Light Version von Kreator. Der Gesang ist nicht aggressiv, die Drums sind ausreichend aber nicht herausragend und die Gitarrenabteilung ist grundsolide, mehr leider auch nicht. 2. Die Songs selbst sind technisch gut, aber der Platte fehlt irgendwie der Groove. "Till I'm dead" und "Abuse" haben ein gewisses Etwas - gerade ersterer knallt ordnungsgemäß - ansonsten fehlt hier der Powerfaktor, den Thrash Metal mit sich bringt. 3. Vendetta hauen eine solide Scheibe auf den Markt, der dem Banner Teutonenthrash durchaus gerecht wird, aber durch ein etwas zu leicht gediegenes Tempo und oftmals fehlenden Groove doch verzichtbar wirkt. Dennoch ist "Feed The Extermination" eine Platte, die Daseinsberechtigung hat und ihre Glanzmomente besitzt. Dafür bekommt sie von mir ein gerechtes

Ben Denkers
Tracklist: 01. Feed The Extermination 02. Tremendous Brutality 03. Cancer 04. Ovulation Bitch 05. Storage of anger 06. Dog in the manger 07. De-organ-izer 08. Abuse 09. Trust in god 10. Til I'm dead
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