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Puddle Of Mudd - Re:(Disc)Overed

puddle of mudd re-discoveredLabel: Goomba Music

Spielzeit: 62:11 Min

Stil: Alternative Rock

Info: Homepage

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: bereits erschienen


Mit „re:(disc)overed" veröffentlichen die US-Amerikaner Puddle Of Mudd ihr nunmehr fünftes Studioalbum und ihr bis dato erstes Coveralbum.

Mit ihrem Major-Label-Debüt „Come Clean" erlangten Puddle Of Mudd zu Anfang des neuen Jahrtausends weltweite Bekanntheit. Single-Auskopplungen wie „Blurry" oder „She Hates Me" waren sowohl in den Vereinigten Staaten, als auch auf dem alten Kontinent, nicht mehr aus der Radiorotation wegzudenken.
Seitdem sind mittlerweile zehn Jahre vergangen und der kommerzielle Erfolg von „Come Clean" konnte bis heute nicht mehr wiederholt werden. Daran wird auch ihr aktuelles Album nichts ändern, auch wenn es nur so mit Hits gespickt ist. Allerdings stammen die Hits von anderen Künstlern und auch aus anderen Jahrzehnten, da es sich bei „re:(disc)overed" um ein reines Coveralbum handelt.

Die Gründe dafür, dass eine Band ein reines Coveralbum aufnimmt, erschließen sich dem gewöhnlichen Musikkonsumenten nur selten. Geldmacherei? Kreatives Tief der Band? Oder wollen sie einfach nur ihren alten Idolen etwas zurückgeben, wie z.B. Metallica mit ihrem „Garage-Alben"? Letzteres wird wohl weniger der Grund sein, da Metallica seiner Zeit Bands coverte, welche weit unter der Popularität Metallicas angesiedelt sind (Diamond Head, Budgie, Discharge, etc). Bei Puddle Of Mudd ist es jedoch andersrum: Sie spielen keine Szene Hits wie „Am I Evil" oder „Blitzkrieg" nach, sondern vielmehr Mainstream Hits von gestandenen Rockgrößen wie z.B. den Rolling Stones, Led Zeppelin, Neil Young, Elton John, usw. Die Liste liest sich demnach wie das Who-Is-Who der goldenen Ära des Rocks.
Die Band nennt selber „mentale und physische Erschöpfung" als Grund für „re:(disc)overed". Ob man dies nun als kreatives Loch, als Tribute an die alten Größen des Rocks oder als Geldmacherei auslegt, bleibt jedem selbst überlassen.

Fakt ist aber, dass Puddle Of Mudd mit der Songauswahl Geschmack bewiesen haben und sie es - zum größten Teil - vermieden, ohnehin schon totgehörte Songs, noch einmal neu aufzulegen. Das sieht man beispielsweise daran, dass Led Zeppelins Reggae-Fusion-Ausflug „D'yer Mak'er" den Vortritt vor „Whole Lotta Love" erhielt und auch nicht der Stones Überhit „(I Can't Get No) Satisfaction" auf Platte gebannt wurde sondern die coole Nummer „Gimme Shelter" (auch wenn der Song durch Martin Scorseses Film „The Departed" und dem Soundtrack der Biker-Serie „Sons Of Anarchy" in den letzten Jahren wieder mehr Popularität gewann). Mit anderen Worten: gegen die Songs kann man nichts sagen. Jeder Song ist zurecht ein Rock-Klassiker.
Aber bei jedem Coveralbum stellt sich mir aber die Frage: Wer brauchst das eigentlich???
Das Album offenbart keine neu entdeckten Juwelen. Jede Person, welche sich mit „Classic Rock" beschäftigt, dürfte all die Songs kennen.
Und es handelt sich auch nicht um ganz eigenwillige oder individuelle Interpretationen, wie z.B. in der „Graveyard Classics-Serie" der Todesblei-Combo Six Feet Under. Alle Songs sind solide Umgesetzt, keine Frage, aber die Coverversionen versprühen keinen eigenen Charme, oder bringen besondere Facetten der Original-Lieder zum Vorschein.

Wer braucht nun das Album? Aus Sicht des Musikfans betrachtet, muss die Antwort lauten: keiner!
Ans Herz legen kann ich dieses Album nur Puddle Of Mudd-Fans, welche sich (noch) nicht mit der Rockmusik der 70er Jahren beschäftigt haben. Sie bekommen einen guten Querschnitt durch das Jahrzehnt, indem ihre Lieblingsband verschiedene Klassiker des Genres nachspielt. Und das machen sie anständig. Aber mehr eben auch nicht...

Marcel W.

l

Tracklist:

No. Title Writer(s) Length
1. "Gimme Shelter" The Rolling Stones 5:05
2. "Old Man" Neil Young 5:06
3. "T.N.T." AC/DC 3:55
4. "Stop Draggin' My Heart Around" (Duet with BC Jean) Tom Petty & Stevie Nicks 4:07
5. "The Joker" Steve Miller Band 4:08
6. "Everybody Wants You" Billy Squier 3:36
7. "Rocket Man" Elton John 6:05
8. "All Right Now" Free 5:35
9. "Shooting Star" Bad Company 5:17
10. "D'yer Mak'er" Led Zeppelin 4:19
11. "Funk #49" James Gang 4:13

iTunes Bonus Tracks
No. Title Writer(s) Length
12. "With a Little Help from My Friends" The Beatles 6:30
13. "Cocaine"

 

 
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