| Nami - Fragile Alignments |
|
Spielzeit: 57:59 Min Genre: Progressive Death Metal Info: Homepage CD kaufen: Amazon VÖ-Datum: bereits erschienen Andorra. Ein wunderschönes kleines Fürstentum zwischen Frankreich und Spanien. Gegründet 1278 und mit einer Fläche von 468 km² der größte der europäischen Kleinstaaten. Keine 90.000 Einwohner gibt es und (laut „www.metal-archive.com") drei Metal Bands. Eine davon hört auf den Namen Nami und hat eines der meisterlichsten Werke der letzten Zeit herausgebracht. Nami spielen eine Art von Progressive Death Metal, die ich derart bislang kaum gehört habe. Sehr ruhig beginnt das erste Stück „Awakening from lethargie", es baut sich ganz langsam auf, ein sehr sanftes Erwachen aus der Lethargie. Sehr schön anzuhören, allerdings gibt es noch keinen Eindruck davon, was uns im Folgenden erwartet: Denn übergangslos werden im nächsten Stück „The inner man: Materia" die harten Gitarren ausgepackt und dem Hörer erst mal ein ordentliches Riffgewitter um die Ohren gehauen - Spätestens jetzt sollte jeder Wach sein!! Doch bleiben Nami keineswegs im engen Death Metal Korsett stecken, weder musikalisch, noch beim Gesang. Sänger Roger Andreu kann nicht nur Growlen wie ein Felsentroll im Stimmbruch, sondern hat auch einen Klargesang drauf, der mich persönlich an den Sänger von Queensryche (mir fällt gerade der Name nicht ein ...) zu „Operation Mindcrime" Zeiten erinnert! Als kleine Orientierungshilfen, möchte ich mal Bands wie Opeth, Cynic, aber auch Death heranziehen, was aber wirklich nur den ganz groben Rahmen abstecken kann. Denn die Herren gehen mit einer Eigenständigkeit ans Werk, dass man meinen möchte, hier seien seit Jahrzehnten spielende Musiker unterwegs!! Nami verarbeiten derart viele Einflüsse zu einem homogen Ganzen, da kann für den Hörer ein Stück gar nicht lang genug sein und man ist fast traurig, wenn's nach 8 Minuten schon wieder vorbei ist - aber dann geht es ja sofort mit dem nächsten Stück weiter - einfach traumhaft!!! Nochmal (ich kann es gar nicht genug sagen): Eine einzigartig geniale Mischung aus Brutalität und Spielfreude, gepaart mit sehr guten Musikern und einem Zusammenspiel von so vielen verschiedenen musikalischen und gesanglichen Komponenten, dass einem schwindelig werden möchte. Einzelne Lieder kann man da gar nicht hervorheben. „Fragile Alignments" funktioniert am Bestes als Einheit. Musik zum Genießen. Das Tolle an solchen Alben ist es ja, dass man auch nach dem 10. Durchlauf noch neue Nuancen entdeckt, immer wieder überrascht wird. Es ist nur zu hoffen, dass Nami ordentlich Beachtung in der Szene bekommen, denn verdient haben sie es 150%ig!! Ich bin schwer begeistert und zücke mit Entzücken die Höchstnote!!!!
Tracklist: 01. Awakening from Lethargy
|