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Obsessör – Blitzkrieg Battalion

322880Label: Eigenproduktion

Spielzeit: 44:23 Min.

Genre: Black/Thrash Metal

Info: MySpace

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VÖ-Datum: bereits erschienen

 

2009 gegründet veröffentlichen die Nordrhein-Westfalen von Obsessör im Oktober 2011 ihr lang erwartetes Debütalbum. Für dieses Review liegt das von Heavy Metal Sturmtrupp Records veröffentlichte Album als Tape-Version vor, von der es gemäß Aufschrift 100 Exemplare gibt.
Mit einem kriegerischen Intro und heftigem Maschinengewehrfeuer eröffnet der Titeltrack das Album. Schnell wird deutlich, dass sich diese Jungs dem rohen und traditionellen Black/Thrash Metal verschrieben haben inklusive sehr einprägsamer Melodien und hervorgehobener Refrains, die zum Mitgröhlen anregen. Typische Stilmittel, wie die bekannten „Uhs" und „Ahs" (à la Hellhammer und Konsorten), eingebaute Samples (Intro, ‚Barbed Wire Blasphemy'), ebenso wie hohe Schreie als Unterbrechung und beinahe Auflockerung der bedrohlich-aggressiven Atmosphäre werden geschickt eingebaut und unterstreichen das ohnehin vorherrschende Oldschool-Feeling.
Vermutungsweise würden Obsessör diesen rohen, an Proberaum-erinnernden Sound, welcher dennoch genügend Raum für passend hervorgehobene Details lässt, auch auf einer CD verwenden, denn lediglich ein Teil des passend zur Atmosphäre rauen Sounds lässt sich auf das gewählte Medium zurückführen.
Alle zwölf auf „Blitzkrieg Battalion" enthaltenen Songs beinhalten zuvor beschriebene Elemente inklusive ähnlichem Riffing, weswegen unter den Tracks große Ähnlichkeiten bestehen und teilweise Anfang und Ende eines Stücks nicht immer deutlich erkennbar sind. Musikalisch solide gespielt, mangelt es ab und zu an Abwechslung auch gerade hinsichtlich des Gesangs, welcher sich auf ziemlich gleichförmigem Niveau aufhält.
Ein wenig aus dem Rahmen fällt ‚ Apokalyptik Raids' ein Stück, welches mit wenig Gesang und einigen „Uhs" und „Ahs" auskommt, aber mehr als die vorherigen Stücke Wert auf hypnotisches, beinahe doomig-träges Riffing, unterstützt von harten Schlagzeugklängen, setzt. Passend zur Thematik wirkt der Gesang von Nekroschwanz wie aus den tiefsten Abgründen der Hölle entstammend und lässt das leider relativ kurze Stückchen zu einem Hightlight des Werks geraten.
Insgesamt reizt „Blitzkrieg Battalion" wohl so ziemlich alle Oldschool Black/Thrash-Klischees konsequent bis aufs Blut aus ohne dabei in irgendeiner Form Kompromisse einzugehen. Deutlich wird dies neben den zuvor beschriebenen Stilmitteln innerhalb der Tracks u.a. auch an der Darbietungsform, der Thematik der Stücke, den Songtiteln (‚Fistfights for Satan',..).
Für Oldschooler ist dieses Tape bzw. dieses Debüt ein absolutes Muss! Neulinge auf diesem Gebiet werden ihre Eingewöhnungsphase brauchen. Innovativ oder gar experimentell sind Obsessör nicht, fest steht jedoch, dass dieses Werk sich nicht in der Masse verstecken braucht und es verdient gehört zu werden.

Wiebke Hörmann

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Tracklist:

01. Blitzkrieg Battalion
02. Steel Attack
03. Angelfuck Insanity
04. Fistfights for Satan
05. Storming Death's Revenge
06. Apokalyptik Raids
07. Satanik Metal Overkill
08. Blessed By Torment
09. Sodomy In Hell
10. Barbed Wire Blasphemy
11. Curse Of The Ritual
12. Say Hello To Mr. Fist

 
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