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Lamb of God – Resolution

lamb of god 2012Label: Roadrunner Records

Spielzeit: 56:53 Min.

Genre: Heavy/Groove Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Heute widme ich mich der brandneuen Scheibe der US-amerikanischen Metalband Lamb of God. Zunächst bin ich mir nicht schlüssig, welches Genre diese Band bedient, da sie weder zu 100% Metalcore, Thrash Metal, Death Metal oder Heavy Metal spielen. Die Zuordnung lasse ich somit außen vor, da sie eh nicht so wichtig ist. Gute Musik ist einfach gute Musik!
Lamb of God ist eine von vielen Bands, die ich zwar namentlich kenne, aber mit denen ich mich nie befasst habe. Mein Interesse an dieser Band verdanke ich scherzhafterweise dem Game Tony Hawk's Underground 2, welches den Song "Black Label" beinhaltet. Wie so oft bedauere ich es, dass diese Spielereihe nie eine Repeatfunktion hatte, damit ich mir den genialen Song mehrmals durch meinen Gehörgang prügeln kann.
Doch nun zurück zum Thema: "Resolution" ist bereits das siebte Längseisen des Virginia-Fünfers und ich freue mich darauf, was mir die Platte bieten wird.

Es geht auch gleich mit einem ordentlichen Schrei los, welches mit schweren Riffs begleitet wird. Sänger Randy brüllgrunzt sich scheinbar erst mal warm und die anderen legen sich bei diesem Introsong auch nicht so ins Zeug. Mit "Desolation" geht es jetzt nun ernsthafter zur Sache und der Song entwickelt eine coole und groovige Eigendynamik. Das Tempo ist nicht zu schnell, so dass man gut dazu bangen kann. Lied Nummer drei bringt eine Akustikgitarre zu Beginn und wird durch die Stakkato Riffs selbstverständlich abgelöst. Das Timing passt auch hier wieder und die Musiker zeigen an ihren Instrumenten, dass sie technisch nicht von schlechten Eltern sind. Mit "Guilty" wird noch ne Schippe draufgelegt. Hier ist anzumerken, dass der Drummer sehr sauber und präzise spielt und die Band sich dadurch zu pushen scheint. Genauso mächtig kommt auch "The Undertow" rüber. Etwas weniger schnell, aber rifftechnisch dennoch eine Wand. Mit kleinen Breaks und einem Gitarrensolo wird das ganze noch garniert und fertig ist ein Vorzeigesong.

"The Number Six" wechselt den Takt merklich und diesmal kann ich sogar den Bassisten hören. Melodische Passagen, ein druckvoller Bass und ein bestialischer Gesang machen ordentlich was her. Danach gibt es noch ein kleines akustisches Zwischenspiel, bis es mit "Invictus" kraftvoll weitergeht. Hier ist auffallend, dass er ein wenig eintönig klingt obwohl auch dieser Song genug Abwechslung bietet. Beim nächsten Lied wird das Gaspedal wieder durchgedrückt und in 2 1/2 Minuten wird geschreddert was das Zeug hält. Bei "Insurrection" lässt man es wieder etwas ruhiger angehen und es gibt sogar cleane Gesangsparts. Durch die Melodie wirkt der Track leicht mystisch, was aber sehr gut klingt. Das Solo dazu ist zwar nicht so ganz gelungen, kann man aber gelten lassen.

Das letzte Albumdrittel wird mit dem Track "Terminally Unique" eingeläutet, welcher sich sowohl in Sachen Tempo und Riffarbeit von den anderen Songs merklich unterscheidet. Durch die Stimmung, die bei diesem Song aufkommt wirkt er zu vertrackt und uneingängig. "To The End" ist da schon hörbarer und nach guter Pantera Manier wird wieder schön nach vorne gezockt. Fehlte der Groove beim vorgängigen Song ein wenig, so kommt er hier umso mehr zur Geltung. Den Faden behält man auch bei "Visitation" bei und dieser "Auf die Fresse"-Sound, den ich bei den ersten Tracks geschätzt habe ist wieder omnipräsent. Technisch versiert und mit einem ansehnlichen Gitarrensolo macht hier das Quintett nichts falsch. Zu guter Letzt wird mit "King Me" der längste Song der Platte präsentiert, welcher mit sanften Tönen und Sprechparts eingeläutet wird. Mit Geigen hätte ich nun nicht gerechnet, aber die Band packt anschließend ihre Powerriffs wieder aus. Das Ergebnis ist eine seltsame Mischung aus Symphonie und Härte, was ich persönlich nicht ganz gelungen finde.

An und für sich ist die Platte sehr gut geworden. Das Prädikat Groove hat "Resolution" auf jedenfalls verdient und schätze mich glücklich diesen Silberling mein Eigen zu nennen. Dennoch fand ich auch hier Momente, die ich nicht so toll finde. Bei bestimmten Passagen schießt die Band etwas über das Ziel hinaus, was den Groove einschränkt aber glücklicherweise nicht unterbricht. Die Songs sind größtenteils ziemlich geil, ergeben aber keine Einheit.
Pluspunkte gibt es aber auch genügend, denn technisch versiert und partytauglich ist die Platte allemal.

Der siebte Streich dürfte Lamb of God in ihrem Status bestätigen. "Resolution" bietet alles, was die Fans an der Band mögen: Riffs, Groove und ein Sound, der die Erde zum Beben bringen kann. Dafür gibt es von mir ein fettes XL

Ben Denkers

xl

Tracklist:

01. Straight for the Sun - 2:26
02. Desolation - 3:54
03. Ghost Walking - 4:30
04. Guilty - 3:24
05. The Undertow - 4:46
06. The Number Six - 5:21
07. Barbarossa - 1:35
08. Invictus - 4:12
09. Cheated - 2:35
10. Insurrection - 4:50
11. Terminally Unique - 4:21
12. To the End -3:49
13. Visitation - 3:59
14. King Me - 6:36

 

 
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