| The Kandidate - Facing the Imminent Prospect of Death |
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Spielzeit: 31:04 Min Genre: Thrash/Hardcore Info: Facebook CD kaufen: Amazon VÖ-Datum: 27. Januar 2012 Und nun steht also mit „Facing The Imminent Prospect Of Death" der Nachfolger ins Haus und siehe da, es tut sich etwas im Staate Dänemarks. The Kandidate sind anno 2012 hörbar zu einer Einheit zusammengewachsen und präsentieren mit ihrem Zweitling eine klatschfette Portion Todesthrash, bei dem der Punk/Hardcore Anteil ein gehöriges Stück größer geworden ist als zuletzt. Wahrscheinlich ein Mitbringsel Bredahls, der ja bekannter Weise eine Vorliebe für Hardcore besitzt und mit Last Mile immer noch sein eigenes HC-Projekt am laufen hat, aber damit irgendwie auch nicht so richtig aus dem Quark kommt. Anyway, auch wenn der Silberling schon nach einer knappen halben Stunde (in diesem Fall ist weniger einfach mehr) ins Ziel läuft, bieten uns die Kopenhagener 11 knackige Tracks an, die um einiges direkter und brutaler in Gesicht schlagen als auf dem besagten Debütalbum. Lässt man das verzichtbare Intro „Death" mal außen vor, prescht die Scheibe von Beginn nach Vorne und punktet mit einer frischen Durchschlagskraft und songschreiberische Raffinesse, die zumindest ich auf „Until We Are Outnumbered" und auch auf dem aktuellen HateSphere Album etwas vermisst habe. Sorry, Jungs. Bredahl, der ein weiteres Mal als Soundguru für The Kandidate tätig war, zauberte auf „Facing The Imminent Prospect Of Death" einen herrlich dreckigen und erdigen Klang daher, bei dem der Gitarrensound (am besten nachzuhören bei „Let The Maggots Have It") so schön räudig kratzt, das selbst Entombed feuchte Äugelein bekommen werden. So groß die Scheibe auch startet, die zweite Hälfte ist größer. Mit dem bereits erwähnten, bärenstarken und fast schon doomigen „Let The Maggots Have It", das fatal an einem Evergreen von Bredahl´s ex Brötchengebers erinnert, nimmt das Album so richtig fahrt auf und haut eine mit mächtigen Riffs gesegnete Großtat nach der anderen heraus. Allerdings ist es mir unverständlich, weshalb die Dänen solch einen eingängigen Song wie „Fucked In The Search For Life", der durchaus Hitpotential besitzt, im hinteren drittel der Scheibe versteckt wird. Aber wahrscheinlich wollen die Jungs mit dem Kopf durch die Wand... Unterm Strich ist „Facing The Imminent Prospect Of Death" ein überraschend starkes und saucooles Album geworden und gehört deswegen für mich jetzt schon zu den Highlights des noch jungen Jahres.
Tracklist: 01. Death 1:42
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