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Iron Savior - The Landing

iron savoiurLabel: AFM Records

Spielzeit: 49:19 Min

Stil: Power Metal

Info: Homepage

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: 18. November

 

Zunächst als Nebenprojekt gedacht, wurde Iron Savior 1996 von Piet Sielck, Kai Hansen und Thomen Stauch gegründet. Nach schnellem Erfolg etablierte sich das Projekt bald als eigenständige Band. Dan Zimmermann, seines Zeichens Schlagzeuger bei Gamma Ray, war für kurze Zeit ebenso Mitglied der Band, wie Yenz Leonhardt von Stormwarrior.
Als ihm die Richtung, in die sich die Band entwickelte, nicht mehr zusagte, verließ Thomen Stauch Blind Guardian und rief Savage Circus ins Leben. Hier umgab er sich mit Mitgliedern von Persuader, bereits erwähntem Yenz Leonhardt und Piet Sielck von Iron Savior. Wer braucht schon „six degrees", wenn es doch so einfach geht...

Obwohl Iron Savior durchweg ordentliche Alben abgeliefert haben, konnte die Band nie richtig aus dem Schatten des großen Bruders heraustreten, zumal man musikalisch wie auch inhaltlich in eine ähnliche Richtung wie Gamma Ray ging - vielleicht nie so deutlich, wie noch auf dem 2004er-Opus „Battering Ram" -, obgleich bei Iron Savior von Beginn an stärkere NWoBHM-Einflüsse erkennbar waren und man rockiger und weniger schnell zu Werke ging als die Hamburger Kollegen. Von dem speziellen Sound von Savage Circus wohl sehr angetan, hat Piet Sielck diesen dann kurzerhand auch für Iron Saviors neues Werk „The Landing", dessen Intro anscheinend vom Thema des „Saw"-Scores inspiriert wurde, übernommen.
Aber beim hohlen, leicht dumpfen Gitarrensound hören die Parallelen nicht auf. Die Songstrukturen, Gesangslinien und Lyrics - ist wieder Roland Deschain oder diesmal doch Clint Eastwood ‚Faster than All'? - erinnern oft an Savage Circus, es werden ähnlich viele Chöre eingesetzt und Sielcks Gesang kommt dem von Jens Carlsson meist verdächtig nah. So scheint es vor allem bei ‚Moment in Time' als wäre der Song ein Überbleibsel der Aufnahmen zu „Of Death and Doom". Bei einigen Stücken, vor allem dem fast schon poetischen („Angel of Doom your name is Humanity"), düsteren ‚March of Doom', funktioniert das auch ganz gut und einem mehr nach Gamma Ray klingenden Lied, wie ‚Starlight', steht dieser Sound ebenfalls recht ordentlich. Schwierig wird es aber bei den Rock-Nummern ,R. U. Ready', in der dem Metal und Rock mit wenig originellen Zitaten großer Klassiker („breaking the law on the highway to hell") gehuldigt wird, oder ‚No Guts, No Glory', die im Savage-Circus-Gewand irgendwie falsch klingen.
Ist das Songmaterial auch gar nicht so verkehrt und macht es auch durchaus Spaß, sich „The Landing" anzuhören, muss man doch leider sagen, dass Iron Savior auch auf dem nunmehr siebten Studioalbum noch keinen wirklich eigenen Stil gefunden haben und die Band weiterhin nur die Summe ihrer Einzelteile und deren Nebenprojekte bleibt.

Freunde der eingangs beschriebenen Schnittmenge machen mit „The Landing" nichts verkehrt. Von melodischen Speed-Nummern über die übliche (Halb-)Ballade bis hin zu epischen Hymnen ist alles vertreten, was ein Power-Metal-Alben eben so braucht. Und wie immer ist es Iron Savior gelungen, ein wirklich ordentliches Album einzuspielen, dass einem die Wartezeit bis zur nächsten Platte von Gamma Ray oder Savage Circus verkürzt. Mehr aber eben auch nicht.

Christian Schrübbers

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Tracklist:
01. Descending
02. The Savior
03. Starlight
04. March of Doom
05. Heavy Metal Never Dies
06. Moment in Time
07. Hall of the Heroes
08. R. U. Ready
09. Faster than All

10. Before the Pain
11. No Guts, No Glory

 

 
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