Label: Napalm Records
Spielzeit: 43:17 Min.
Genre: Black Metal
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VÖ-Datum: 24. Februar 2012
Endlich wieder neues Futter von meinen Lieblings Ösis. Hellsaw bringen mit „Trist" ihr nunmehr 4. Full-Length Album heraus. Leider, leider gehören die Kollegen zu jenem Kreis von Bands, die seit Jahren erstklassige Alben auf den Markt werfen - und keine Sau bemerkt es!! Alle Vorgängeralben („Spiritual twilight", „Phantasm" + „Cold") bieten Old School Black Metal voller Raserei und Bosheit, dass es eine Freude für jeden Fan von Bands wie Tsjuder, Haemoth u.ä. sein dürfte. Und das neue Album, kurz „Trist" genannt, erfüllt die natürlich hochgesteckten Erwartungen locker! Zwar locken einen die Österreicher beim Opener „The devil is calling my name" zunächst kurz in die Irre, denn der Song beginnt ungewohnt sanft und leise, aber das ändert sich ruck zuck - das Gaspedal wird durchgetreten und bis zum Schluss der CD kaum mehr los gelassen. Zwar schleichen sich auch immer mal wieder Momente ein, in denen das Tempo ein wenig gedrosselt wird (wie z.B. beim Song „Doom Pervades Nightmares"), aber grundsätzlich bewegen sich Hellsaw auf der Überholspur. Eine eiskalte Atmosphäre wird erzeugt und das komplett ohne Keyboards, obwohl auch ein paar ganz kleine Gimmicks eingebaut werden, wie Z.B. das kurze klerikale Intro in Song 5 „Death Bells" oder den Klargesang im Hintergrund von „A winter cold". Mein persönlicher Favorit ist der Titelsong „Trist", obwohl (oder gerade weil) er ganz anders ist, als das was man sonst von Hellsaw gewohnt ist. Das Tempo wird hier ordentlich herunter geschraubt und eine melancholisch-Verzweifelte Stimmung wird erzeugt - auch sowas können die Kollegen also!! Hier stimmt der Songtitel wie die Faust aufs Auge! Aber man braucht keine Angst zu haben, dass Hellsaw in die Depri-Ecke abdriften, denn schon mit dem nächsten Song „A winter cold" wird wieder gehörig Speed gemacht, ebenso wie mit „Beldam.1450". Der abschließende (und längste) Track der CD „Silence" beginnt zunächst, gemäß dem Songtitel sehr langsam, zieht dann aber selbstverständlich wieder an und bietet in fast 7 Minuten noch einmal alles auf, was Hellsaw zu bieten haben: Pure Raserei, aber ohne dabei den Song und seine Melodien zu vergessen, eine geile Atmosphäre des Hasses und der Verzweiflung - und das alles unterstützt durch das Gekeife und Gekrächze von Sänger Aries - mehr braucht eine gute Black Metal Platte nicht!!! Hoffen wir mal, dass Hellsaw bald den Status inne haben, der ihnen zusteht!
Christian Hemmer

Tracklist:
1. The Devil Is Calling My Name 2. Sorrow Is Horror 3. Doom Pervades My Nightmares 4. The Forerunner Of The Apocalypse 5. Death Bells 6. Trist 7. A Winter Cold 8. Beldam. 1450 9. Silence
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