| Human Sculpture – Our World / Torn Down (EP) |
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…und werde erst mal durch die druckvolle, jedoch etwas seelenlose Produktion überrollt. „Deconstruction“ erweist sich als fieser Bastard aus Hyperblast-Passagen, groovigen Abschnitten und Core-Fetzen, der Sänger schreit, growlt und kreischt sich die Seele aus dem Leib, zwischen drin wird es auch mal melodisch, nicht ohne diesen Eindruck unter erneutem Hyperblast zu versenken – auffällig ist die keinesfalls gleichförmige Songstruktur, man erkennt zwar ein gewisses Muster, dennoch würde man es nicht erwarten, dass die Songabschnitte so aneinandergereiht werden. „The Wait“ macht ähnlich weiter, legt allerdings etwas mehr Wert auf Melodie und etwas weniger auf moderne Core-Elemente, die Band traut sich hier, zeitweise die Geschwindigkeit aus dem Song zu nehmen. Teilweise bekommt sogar sehr getragene Passagen vorgesetzt – immer unter der Prämisse, dass wir es hier mit modernem Death zu tun haben! Der Midtempo-Song der EP und unter Melodic Death einzuordnen. „A Heart“ startet dann gleich mit kompliziertem Riffing und Hyperblasts durch, das Drumming wird im Vergleich zu den Riffs sehr häufig variiert; der Mittelteil nimmt Tempo raus und erlaubt eine Atempause, geht dann in einen Core-artigen Teil über und groovt dann wie vorher weiter und wird in der Folge sehr Core-lastig, um in einem Hyperblast-Finale zu enden. Einige Dinge auf dieser EP sind augenscheinlich. Einmal hab ich kein einziges Solo vernommen; des Weiteren habe ich den Eindruck, dass der Mix aus modernen Elementen aus der Musik weniger waschechten Death Metal macht, sondern viel mehr einen Stil, der, wie bei so vielen Bands, irgendwo auf der Grenze zwischen Death Metal, Melodic Death Metal und Metalcore (Deathcore?) pendelt. Handwerklich gut gemacht, aber ich stelle mir angesichts der mir dargebotenen Musik immer eine zentrale Frage: Was ist mit der eigenen Identität, einem Alleinstellungsmerkmal, was soll gerade diese Band aus dem Wust ähnlicher Bands herausragend machen? Um es ganz klar zu beantworten: Momentan nichts! War ich aufgrund der extrem kurzen Dauer, die diese Band existiert, etwas skeptisch, ob diese Band was neues, aufregendes bringen kann, so bestätigt sich mein Vorbehalt insofern, dass es einmal tausende Bands mit diesem Stilmix gibt und dass die Produktion nicht gerade dazu beiträgt, etwas besonderes daraus zu machen, zu sehr klingt diese nach Computer. Fazit: Human Sculpture ist noch zu jung, um wirklich gut zu sein, und orientiert sich noch viel zu sehr an diversen Stilvorbildern; dennoch sind die Jungs fit an ihren Instrumenten. Ich vergebe die Note unter dem Vorbehalt, dass sie im Laufe der Zeit an Erfahrung sammeln können und dass sie sich bald ein eigenes Profil schaffen können. Michael Denkers ![]() Tracklist: 1. Deconstruction 2. The Wait 3. A Heart |