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Forgotten Tomb: Hurt Yourself And The Ones You Love

FORGOTTEN TOMB 2015Label: Agonia Records

Spielzeit: 51:56 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: sm-metal-shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 17. April 2015

 

Da bringen im selben Monat die beiden Großmeister des Suicidal Black Metal (Herr Kvarforth und Herr Morbid) ein neues Album heraus. Was früher zur Steigerung der Selbstmordrate in finnische Dimensionen geführt hätte, bringt heute eher Diskussionen hervor... Wie die Zeiten sich doch ändern!

Denn wie schon bei Shining (hier unsere Kritik zum Album) bewegen sich auch Forgotten Tomb immer weiter weg von der reinen Lehre des Depri-Black Metal. Während der Schwede aber "softer" wird und in Richtung Rock schielt, geht es bei den Italienern immer härter zur Sache! Schon der Opener "Soulles upheaval" hat einen ausgesprochen aggressiven Charakter, was sich angenehm durch das gesamte Album zieht. Man darf jetzt natürlich keine Knüppel-Gewaltorgien der Marke "Panzerfaust" erwarten, so weit gehen Forgotten Tomb (noch?) nicht. Es handelt sich vielmehr um gnadenlos geile Black Metal "Stampfer", die nicht selten mit einer gehörigen Rock-Schlagseite daherkommen. Klingt komisch? Nee, klingt verdammt gut! Ähnlich wie bei Kollege Kvarforth ist es nämlich auch hier die geniale Stimme des Herrn Morbid, die schon ganz allein für eine bösartig/abgefuckte Atmosphäre sorgt.

Aber auch wenn es noch langsamer in den Songs wird, so findet man keine Rückbesinnung auf alte Depri-Tage, sondern dann wird es auf "Hurt yourself...." Sogar richtig doomig und auch dies meistert die Band ganz hervorragend. Schade ist nur, dass Herr Morbid, im Gegensatz zum Vorgängeralbum "...and don't deliver us from evil" auf seinen Klargesang diesmal komplett verzichtet.

Insgesamt also ein Album, das zwei Dinge zementiert: Erstens, dass die Band ihren Weg, sich vom typischen Suicidal-Sound zu entfernen um neue Ufer zu entdecken konsequent fortführt und zweitens: Sie machen das ganz hervorragend! "Hurt yourself..." Ist ein großartiges Album geworden, vielschichtig, noch mehr mit Emotionen spielend als je zuvor, da man sich eindeutig nicht mehr auf einen ganz bestimmten Sound limitiert! Eine Entwicklung, die viele Fans der ersten Stunde sicher nicht nachvollziehen können (wofür ich zu hundert Prozent Verständnis habe!), ich ganz persönlich finde den Wandel sehr gelungen, da er nicht zu spontan, oder überraschend kommt, sondern sich langsam entwickelt hat und qualitativ allerfeinste Kost bietet! Sehr geiles Album!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Soulless Upheaval
2. King of the Undesirables
3. Bad Dreams Come True
4. Hurt Yourself and the Ones You Love
5. Mislead the Snakes
6. Dread the Sundown
7. Swallow the Void

XXL-Tipp

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