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Almah - Motion

almah  motionLabel: AFM Records

Spielzeit: 44:19 Min

Info: MySpace

Kaufen: Amazon

VÖ: 14. Oktober 2011

Wenn es um Metal aus Brasilien geht, denken die meisten wohl zuerst an eine Band. Bei Melodic Metal aus dem zuckerbehüteten Land fällt vielen vermutlich erstmal nichts ein. Und dann kommt einem Angra in den Sinn. Damit ist man dann auch schon auf dem richtigen Weg.
Denn Almah begann als Solo-Projekt von Edu Falaschi, seines Zeichens Sänger bei eben jenen Angra. Bei dem selbstbetitelten Debüt von Almah fungierte Falaschi nicht nur als Sänger, sondern auch als Produzent und Komponist und zeichnete obendrein noch für alle Texte, die Akustik-Gitarre, Keyboards sowie die Arrangements aller Instrumente verantwortlich. Unterstützt wurde er damals von Gastmusikern aus so namhaften Bands, wie Nightwish, Stratovarius und Kamelot. Als das Album auf positive Resonanz stieß, beschloss Falaschi aus Almah eine vollwertige Band mit festem Personal zu machen. Die geformte Band konnte mit dem zweiten Album „Fragile Equality“ den Erfolg des Vorgängers bestätigen und sogar übertreffen.

Im Oktober erscheint nun das dritte Werk der Brasilianer, welches den Titel „Motion“ tragen wird. Aufgenommen und produziert wurde es von Edu Falaschi zusammen mit Bassist und Angra-Kollege Felipe Andreoli. Und gleich von Beginn an wird deutlich, dass der Almah-Sound im Vergleich zu den ersten beiden Alben moderner und härter ausgefallen ist. Die Gitarren klingen meist leicht verzerrt und der Einsatz von Keyboards wurde deutlich zurückgeschraubt. Die beiden Gitarristen Marcelo Barbosa und Paulo Schroeber hauen einem ein fettes Riff nach dem anderem um die Ohren und veredeln die Stücke mit rasanten, knackigen Soli. Gepaart mit dem aggressiven aber stets präzisen Drumming von Marcelo Moreira, das die Songs druckvoll antreibt, lässt sich des Öfteren eine ausgeprägte Thrash-Schlagseite erkennen.
Während die Strophen meist von einer ordentlichen Portion Härte geprägt sind, stellen die Refrains oftmals einen etwas sanfteren Gegenpart dar und zeichnen sich durch tolle Melodien aus, die immer ins Ohr gehen, dabei aber nie auf Schlager-Niveau abrutschen, wie es leider allzu oft bei Bands aus dem gestiefelten Süd-Europa der Fall ist.

Der Name Almah steht phonetisch für das portugiesische Wort für Seele. Es verwundert daher nicht, dass die Texte die Psyche des Menschen behandeln. Auch auf „Motion“ stehen die Facetten des menschlichen Egos im lyrischen Mittelpunkt. Falaschi verleiht den verschiedenen Emotionen, seien es Wut, Sehnsucht oder Wehmut, mit seinem variablen Gesang auf bemerkenswerte Weise Ausdruck. Musik und Gesang bilden eine perfekte Einheit, die es dem Hörer ermöglicht, abzutauchen und mitzufühlen.

Auf dem nunmehr dritten Album haben Almah endgültig ihren eigenen Sound gefunden und sich musikalisch deutlich von Angra abgegrenzt. „Motion“ ist eine starke und abwechslungsreiche Platte geworden, auf der der Melodic Power Metal weiterhin im Vordergrund steht,  sich aber vermehrt härtere Elemente eingefunden haben. Auch progressive Zwischentöne und Hard-Rock-Anleihen lassen sich erkennen. Trotz dieser Stilvielfalt ist die Musik aber zu jeder Zeit eindeutig Almah.
Wer sich selbst davon überzeugen möchte, dem seien als Anspieltipps die beiden Hochlichter „Zombies Dictator“ und „Soul Alight“ nahegelegt, die die Qualität und den Facettenreichtum der Band eindrucksvoll vor Ohren führen.

Christian Schrübbers

xl

Tracklist:

01. Hypnotized            5:15
02. Living and Drifting        3:59
03. Days of the New        4:37
04. Bullets on the Altar    4:31
05. Zombies Dictator        4:38
06. Trace of Trait        4:24
07. Soul Alight            4:18
08. Late Night in ’85        3:43
09. Daydream Lucidity        5:10
10. When and Why        3:44

 

 
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